Intuitive Eltern

In Verbindung zu Dir und Deinem Kind

Entspanntes Leben mit Kindern

| 10 Kommentare

5 energiebringende Aspekte unseres Familienlebens

NIK_4666

Leben mit Kindern – egal ob schul-kindergarten-oder sonstwiefrei ist für uns Eltern schon eine herausfordernde Zeit. Herausforderungen sind im Grunde wunderbar und unsere Kinder legen den Finger immer direkt auf unsere akutesten Baustellen…doch nicht selten kommen gerade Mamas im täglichen Tagesablauf an ihre Grenzen. Es gibt 100 Dinge gleichzeitig zu tun und dabei haben wir alle noch den Anspruch, richtig gute Mamas zu sein und unseren Kindern eine wundervolle Kindheit zu ermöglichen. Und haben ja ganz am Ende der Bedürfniskette auch noch den ein oder anderen Wunsch oder Vorhaben (heute wasche ich mir die Haare!:) Und puff, wie oft müssen alle Ziele hintenangestellt werden, erstmal die Scherben wegsaugen, die gerade wieder den Küchenboden schmücken und die so herrlich glitzern, dass kleine klebrige Hände sie gleich alle begutachten wollen…

Mal im Ernst: Ich glaube, es gibt kaum eine Mama, die nicht ab und zu an ihre Grenzen stößt. Egal ob Freilerner, mit Kindergarten oder ohne. Es gilt immer wieder, Nerven zu wahren und gaaanz ruhig zu bleiben. Aber nicht immer gelingt es uns so, wie wir gern sein würden.
Ich werde oft gefragt, ob ich nicht ein paar Tipps habe, wie kindergartenfreies Leben ohne Stress gelingt und was ich so den ganzen Tag mit meinen Kindern mache. Denn viele Eltern entscheiden sich aus genau diesem Grund für Kindergärten und Schulen: Sie sind allein überfordert. Je mehr ich darüber nachdenke desto deutlicher wird mir jedoch, dass nicht entscheidend ist, WAS wir mit unseren Kindern tun, sondern welche HALTUNG dahinter steht. Und daher möchte ich diesen einen Aspekt meines Familienlebens besonders betonen:

NIK_3697

Schnitzeljagt zum Geburtstag vorbereiten und erleben – ich liiiebe es!

1. Begeisterung und Freude

Ich glaube, es ist DAS ALLERWICHTIGSTE, was mein Leben als Mama entspannt sein lässt: Ich habe Spaß. Das klingt zu simpel, als dass es die Bedeutsamkeit ausdrückt. Ich glaube, es ist egal, was du mit deinen Kindern machst, wie du sie betreust, was ihr esst, wann wo wie – wenn du das alles nur aus Pflicht machst und keinen Spaß hast, dann geht der ganze Effekt von gut gemeinten Taten flöten. Umgedreht ist es jedoch fast egal wie euer Tag gestaltet ist – Hauptsache, ihr habt wirklich Freude am Leben und am Sein miteinander. Finde irgendwas, was dir Spaß macht, dir Sinn gibt und verbinde es mit deinen Kindern. Das ist eigentlich mein Grundrezept: Ich möchte mich auf den Tag freuen, Ziele haben, die uns allen Spaß machen und ihn SINNVOLL verbringen. Ich weiß: ich bin total gern mit meinen Kindern zusammen. Es gibt viele Sachen, die ich richtig gern mit ihnen mache. Daher ist für mich die „Betreuung“ keine Wartehaltung, in der ich neben meinen Kindern auf Spielplätzen rumhänge und warte, dass ich endlich nach Hause kann. Das würde mich total langweilen und stressen gleichzeitig! Natürlich habe ich nicht unentwegt Spaß – ich bin traurig, gereizt, fröhlich, schlapp, energiegeladen….aber ich habe generell an diesem Leben als Mama mit allen seinen Höhen und Tiefen Gefallen, ich bin GERN Mama, ich finde es sinnvoll und es begeistert mich, immer wieder neues mit meinen Kindern zu entdecken.

Ein Beispiel: Ich liebe es in der Natur zu sein und ich liebe Bewegung. Das lässt sich super koppeln mit den Bedürfnissen meiner Kinder. Wir sind von Früh bis Abend draußen und nur im eisigsten Winter auch mal über Mittag zu hause und haben wirklich jeden Tag vieles zu entdecken. Ich begeistere mich für die Kräuter und meine Kinder pflücken LIEBEND GERN Giersch und co für unsere Smoothies und Säfte. Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie ja sehen, wie viel Spaß es mir macht. Wenn ich jetzt nur aus Pflichtgefühl rausgehen und Grünzeug ernten würde – ich glaube, keiner von uns hätte wirklich Spaß.

Es fordert immer wieder meine Kreativität heraus.Wenn ich spüre, dass ich unzufrieden bin, ist wieder einmal Zeit für eine Veränderung, für neue Ziele und Freude. Ich stehe zum Beispiel überhaupt nicht gern rum. Ich möchte mich entweder bewegen oder was sinnvolles tun. Nun wollen meine Kinder aber auch ganz gern mal 2 h eine Baumhöhle bewohnen und ich will es ihnen so gern ermöglichen. In einem eisigen Winter entfachte eine neue Leidenschaft in mir in genau so einer Situation: Ich wollte weiter laufen, weil mir kalt wurde, meine Tochter nicht. Und was tat ich ganz aus mir heraus? Ich hüpfte! Ich liebe Trampolinspringen – aber habt ihr mal ausprobiert wie herrlich es ist, auf Schnee zu hüpfen und das eine halbe Stunde lang? Das ist mehr als Joggen und Radfahren zusammen! Es macht hundertprozentig warm und richtig gute Laune und Gedanken. Mir jedenfalls. Und schon wieder aus einer Wartehaltung befreit in eine sinnvolle Beschäftigung – genau das liebe ich!

Ganz allgemein: Wenn du deine Kinder bei dir hast ist es nicht nur für sie sondern ganz besonders für dich wichtig, dass dein Grundgefühl dabei ist: Ich mach das gern. Wenn du dich dabei ertappst, dass du nur noch Pflichten erfüllst und Spaß keine Rolle spielt dann wird es dich stressen. Keine Menschenseele will nur funktionieren – es ist so wichtig, dass du Sachen findest, die dir UND deinen Kindern Freude machen. Ich mache vieles sogar LIEBER mit meinen Kindern als allein und ich merke, wie mir genau das die Energie gibt, die ich dann an anstrengenden Tagen gebrauchen kann.

Natürlich meine ich nicht, dass ich rund um die Uhr begeistert an allem Spaß habe. Ich habe wie gesagt auch andere Phasen. Und es gibt natürlich auch Sachen und Vorhaben, die am besten allein bzw. ohne kleine Kinder funktionieren. Da kommen wir zu einem zweiten wesentlichen Punkt, den ich in meiner Zeit als Mama gelernt habe:

2. Flexibel planen

Die überfordernden Situationen sind ungefähr die: Ich wollte unbedingt noch mit einer Freundin kurz telefonieren und das habe ich mir für diesen Spaziergang vorgenommen aber plötzlich muss Jemiah pullern und Miriam tut der Fuß weh, danach wollen beide irgendwas haben und dann fällt einer hin. Ich erhasche kurz danach eine freie ruhige Minute, tippe die Nummer ins Handy und promt streiten sich beide um einen Stock (es gibt ja im Wald nur diesen einen…) und kommen weinend zu mir…ich bin wütend, weil ich doch nur ganz kurz mal dieses EINE Telefonat führen wollte und es selbst nach 100 Versuchen nix wird…kennt ihr das? Das eine wichtige, was ihr noch machen wollt, ausgerechnet das wird ein riesen Krampf. Ich habe immer mehr gelernt, mir zwar etwas vorzunehmen, aber immer auch zu wissen, es könnte nichts werden. Es macht einfach keinen Spaß und frustriert, wenn es nichts wird. Und warum auch? Ich reduziere wirklich alles, was ich am Tag erreichen und schaffen will bzw. löse mich von genauen Vorstellungen, wie und wann es gelingen soll. Weniger ist mehr. Wirklich wichtige Sachen nehme ich mir ohne Kinder vor oder sorge dafür, dass es die besten Bedingungen dafür gibt. Aber eigentlich gilt: Wenn die Kinder bei mir sind, nehme ich mir nichts weiter vor. Ich habe Raum für die Kinder– und genieße es, keinen Druck zu haben. Wenn dann mal ganz plötzlich doch Zeit für ein Telefonat ist, dann nehme ich es gern an und bin innerlich einfach dankbar für die Zeit.
Ich nehme mir generell für alles mit den Kindern vieeel Zeit. Druck macht einfach keine gute Laune. Lieber eine Sache in Ruhe geschafft, als 3 Sachen ohne Freude.

3. NaturNIK_3528

Eigentlich ist es nicht ganz richtig, es zu empfehlen. Denn es macht mir ja ausgesprochen Spaß, in den Wald zu gehen, am See zu sein, zu wandern…da ist es also wirklich nur MEINE persönliche Erfahrung, aber die teile ich doch mit einigen: Draußen gelingt es mit Kindern alles viel entspannter. Es kann nichts umkippen, kaputtgehen, kein Spielzeugstreit (außer um Stöcke:), kein Aufräumen. Die Erde ist voll von fabelhaften Orten und es lässt sich, finde ich, nirgendwo so schön spielen wie im Wald, auf Wiesen, am Strand…draußen eben. Ich glaube, es ist wirklich eines der wesentlichen Elemente meines Familienlebens – draußen sein und auch viele Arbeiten und Vorhaben nach draußen verlegen. Meine Kinder sind daher nur selten überdreht und unausgeglichen, sie können sich draußen voll ausbreiten.
4. Rituale und Rhythmen

Etwas vorsichtig möchte ich diesen Punkt erwähnen. Ich empfinde Rituale und Rhythmen als total fruchtbringend, mir hilft es total, den Tag fließend zu erleben. Das ist ja nichts neues, es wird ja in fast jedem Erziehungsratgeber erwähnt. Doch glaube ich nicht dass es DEN Rhythmus und DEN Tagesablauf gibt. Da sind wir wieder bei Begeisterung und Spaß. Ich spreche von einem Familienrhythmus, der wirklich für alle eine Erleichterung bringt. Der Sinn hinter festen Tagesabläufen und Wiederholungen ist nicht: Immer dasselbe. Es ist der Rahmen für jeden Tag – was da umrahmt wird ist jeden Tag anders. Es ist für uns jeden Tag anders, draußen zu sein. Die Welt ist ja ziemlich voll und schön! Aber unser Morgenablauf ist immer etwa gleich, unsere Essenszeiten, Schafenszeiten…na, ihr kennt da ja. Wichtig ist mir, dass es nicht so verstanden wird: Kinder müssen immer um 8 ins Bett. Das ist übrigens finde ich auch das tolle am Freilernen: Da kann man den Rhythmus leben, der zur Familie passt. Und der wandelt sich immer wieder.

5. Wertschätzung

Wenn du all dein Mama/Papasein mit all den dazugehörigen kleinen und großen Herausforderungen nicht als wirklich wichtige, nützliche und sinnvolle Aufgabe sehen kannst, dann zieht es dir immer wieder Energie. Es ist wie ein Leck in all deinen Bemühungen, aus denen Energie und Kraft tropft. Klar verdient keine Mama oder Papa mit Kinderbetreuung Geld. Es ist kein Beruf, kein angesehener Titel (DR. Mama) oder sonstwie eine Tätigkeit, die einen höheren Bildungsabschluss verlangt. Es kann prinzipiell jeder Eltern werden. Ich glaube, das macht viele Eltern so zweifelnd und traurig. Es sieht niemand die unzähligen Stunden selbstlosen Dienens, es schätzt kaum jemand wert, es springt kein Geld dabei heraus und es versaut eher noch die Karriere. Und das schlimmste: Fast alle haben Kinder und die schaffen es viel besser und schneller und verdienen noch Geld dabei… Doch diese Gedanken und Weltsichten zerstören die Freude und das Leben mit Kindern.
Als ich begriff, wie sehr ich mir selber schon diese fehlende Wertschätzung angenommen hatte, da wurde mir klar, wie sich ja dadurch auch meine Kinder fühlen müssen. Sie sind doch das allerwichtigste für mich auf der Welt, unglaublich wertvolle Menschen – wie kann ich es da als nicht wesentlich empfinden, mit ihnen Zeit zu verbringen und für sie zu sorgen? Instinktiv wissen wir das alle – aber ehrlich gesagt fällt es doch immer wieder schwer, in unserem Wertesystem der Gesellschaft NICHT in dieses Dilemma zu rutschen: Hausmamas sind zu bedauern, sie opfern ihre Freiheit auf und vergeuden ihre Talente. Wenn dich diese Gedanken plagen – beschäftige dich damit wirklich und finde deinen eigenen Wert. Ich steh mittlerweile völlig zu meiner Entscheidung, „zuhause“ zu bleiben um mit meinen Kindern zu leben. Das lässt mich richtig energiegeladen in den Tag gehen! Darüber rede ich immer wieder und gern:) (siehe auch mein Artikel „Mut zur Weichheit“).

10 Kommentare

  1. Liebe Marietta,

    vielen Dank für diesen Artikel… es ist genau das, was mich die letzte Zeit unbewusst beschäftigt hat. Wie kann ich eine schöne gemeinsame Zeit mit meiner Tochter verbringen und dabei nicht gleichzeitig gelangweilt im Kinderzimmer oder auf dem Spielplatz sitzen zu „müssen“.

    Danke auch für die anderen Artikel und Videos. Besonders dein Video über das Stillen hat mich schon einige male ermutigt weiter zu stillen und auf mein Gefühl zu hören… auch wenn ich als fast außerirdisch betrachtet werde, wenn jemand mitbekommt, dass ich meine 2-jährige tochter noch gestillt wird.

    Deine süße Tochter sieht dir übrigens sehr ähnlich :)

    lg lena

    • LIebe Lena,

      Danke! Ich habe daher auch mit dem Blog angefangen, weil
      ich gemerkt habe, dass es so viel Mut macht, wenn auch mal jemand was anderes sagt als:WAAAS? Du stillst noch?
      Meine Tochter habe ich bis sie knapp 4 war gestillt, da hast du noch viel Zeit!:)

      Danke für dein Feedback! ich wünsch dir spannende Tage ohne Langeweile – Lebendig und frei!
      Marietta

  2. Hallo Marietta
    Ich wollte mich einfach mal bei dir bedanken!

    Danke für die tollen Texte, die mir Mut machen,
    Danke für die schönen Videos – wo ich alleine vom zuhören schon ganz ruhig werde;-)
    Danke für die vielen Tipps und Ideen für den Familienalltag!

    Ich bin auch viel und sehr gerne mit meiner Tochter draussen in der Natur und bin immer wieder begeistert wie gut es uns beiden tut…
    Da kann ich ICH sein und dadurch auch die Mama die ich sein möchte. Ich bin überzeugt, dass das unsere Zweijährige Tochter (die übrigens auch noch gestillt wird) genau so geniest wi ich auch!

    Ich gebe zu, die Dinge über die du erzählst, sind mir nicht neu, aber es tut sooooo gut es ab und zu von jemand anderem zu hören! Desshalb nochmals DANKE!

    Sonnige Grüsse Andrea

    • Liebe Andrea, Danke! Ja, neues erzähle ich nicht, vielmehr ganz uralt vertrautes. Aber es wird so schnell übertönt heutzutage, da will ich eben auch immer wieder erinnern: Bleib deiner Seele treu! Alles LIebe für dich und deine kleine große Tochter! Marietta

  3. Hallo,

    nun lese und lerne ich schon drei Jahre von Rosenberg und doch schaffe ich es nicht, eine Verbindung zwischen meinen Töchtern 18 und 23 her zu stellen.
    Meine große Tochter wohnt seit Jahren in einem anderen Bundesland und die kleine in dem Ort, in dem ich lebe, am anderen Ende und bei ihrem Vater.

    Beim letzten Gespräch warf sie mir vor, dass ich ein Gutmensch sei und mich wie eine Psychologin anhören würde. Außerdem machte sie mich darfü verantwortlich, dass es ihr nach jdem unserer Gespräche schlecht ginge. Weil ich will, dass es ihr gut geht, ließ ich es sie mit Anrufen zu belästigen. Nun brach der Kontakt dadurch ganz ab und auch die Große zieht sich zurück.
    Ich weiß nun nur noch als Strategie – abzuwarten, in welchem Jahr sie evtl. doch wieder Kontakt wünschen.
    Weißt Du eine bessere Strategie?

    Liebe Grüße,

    Heike

    • LIebe Heike,

      deine Situation ist für dich bestimmt wirklich belastend, ich kann sehr gut verstehen, dass du nach einer Lösung suchst. Von außen kann und will ich da jetzt nicht eine allgemeingültige Strategie empfehlen. ich glaube, eine echte Lösung würde für euch nur entstehen, wenn ihr euch alle – deine Töchter und du und vielleicht der Vater der beiden sich gehört fühlen. Mir hilft es, in solchen Konflikten wirklich bedingungslos ehrlich zu sein und jeden alles aussprechen zu lassen, was die Beziehung belastet. Da kommt oft viel hoch und dann entspannt sich doch einiges.
      Vielleicht bietest du deinen Kindern an, dass ich euch mit einem Mediator oder anderem kompetenten Menschen zusammen trefft. Jemand, der den Überblick behält.
      Alle LIebe für euch,
      Marietta

  4. Liebe Marietta,

    vielen Dank für deine Website und deine guten Artikel. Leider habe ich erst bei unserem dritten Kind angefangen, in mich hineinzuhören und meiner Intuition zu folgen (außer beim Stillen, da habe ich mich damals schon dem Mainstream widersetzt). Heute ist für mich garnichts anderes mehr vorstellbar, als den natürlichen Umgang mit unseren (inzwischen 5 Kindern) zu leben. Auch wenn es in unserem Bekanntenkreis einige Eltern gibt, die ähnlich denken, fühlen und handeln, kommen wir uns so ein bisschen wie Sonderlinge vor und merken, dass man uns kritisch beäugt und uns teilweise unterstellt, wir würden unsere Kinder nicht fördern. Wenn ich argumentiere, dass Kinder keinen Kindergarten brauchen (und eigentlich auch keine Schule), stoße ich auf so viel Unverständnis, dass ich meine Meinung manchmal lieber für mich behalte. Die beiden großen Jungs gehen aufgrund der deutschen Rechtslage in die Grundschule, sind aber, was den Umgang mancher Kinder untereinander und den Konkurrenzkampf betrifft, eher unglücklich. Diese Situation belastet sie und hält sie vom eigentlichen Lernen ab (abgesehen davon, dass sie am liebsten das lernen, was sie momentan interessiert, was sich mit dem Lehrstoff in kleinster Weise deckt). Bei den Kleinen (3 und 5) werde ich vormittags ständig gefragt, warum sie nicht in der KITA sind („Mama, was ist KITA?“).

    Kurz und gut, schön, dass es Mütter wie dich gibt, die mir aus dem Herzen sprechen und denen man sich dadurch verbunden fühlt und sich auf dem richtigen Weg weiß.

    Liebe Grüße und alles Gute,

    Katrin

    • Ach Katrin!

      Wie schön, dass du mit 5 KIndern deinen Weg gehst! Ich halte meine Meinung auch mehr zurück. ich will nicht darüber diskutieren, was ich mache und was sich für uns gut anfühlt. ich sehe, es gibt viel Mmehr Familien, als es den Anschein hat, die so intuitiv leben. und ich glaube und hoffe, auch die Schulpflicht hat bald ein Ende. Es gibt so viele Beispiele von glücklichen Kindern ohne Schule, KITA und co…
      Danke für dein Feedback und alles gute für euch!
      Marietta

  5. Ich habe hier schon öfter geschrieben. Ich hatte die kigazeit von meinem sohn nach tagtäglichen leid mit Tränen frühzeitig abgebrochen und trotzdem kommt er jetzt in der schule sehr gut zurecht.
    Nach den Erfahrungen hab ich nun den kiga Platz für meine 4j Tochter abgelehnt und es fühlte sich direkt wie eine Befreiung an. Aber nun geht es wieder los :wildfremde Menschen von der Kassiererin bis hin zur oma auf dem Markt JEDER meint einen ansprechen zu müssen „naaaa bist du denn gar nicht im Kindergarten?? Hmm? Geht sie etwa nicht?“ „nein“ „braucht doch andere Kinder, muss doch mal spielen.“ dann fange ich in der Regel mit der rechtfertigung an “ sie geht in 2 sportvereine, hat private Freunde und geht demnächst in die musikschule… Sie HAT kinder zum spielen.“ in völliger ignoranz dieser Punkte folgt dann meist schon die Anklage „aaach die mama will morgens nicht alleine sein…. Hmm… Kinder brauchen aber kinder.“ ok… Meine Frage die mich wirklich beschäftigt :wie geht man kurz und knapp mit sowas um? Klar sollten einem andere Meinungen egal sein aber dieser morgendliche spießroutenlauf ist doch wirklich sehr läßtig…. Wie reagiert ihr da?

  6. Liebe Marietta,
    wir hatten schonmal sporadisch über Agata (http://jagodaloving.de) Kontakt, vielleicht erinnerst du dich?

    Ich habe mich gestern Abend sehr links-gehirnhälftig beschäftigt und nochmal einen weiteren Grund gefunden, warum ihr es richtig macht, mit den Kindern so viel rauszugehen. Ich meine, es gibt ja wirklich tausend gute Gründe, mit Kindern möglichst viel im Wald zu sein, aber einer, dieser folgende, war mir neu:

    Das Draußensein, das im-natürlichen-Licht-Sein, ist Prävention von Kurzsichtigkeit bei Kindern. In Singapur sind sage und schreibe 90% der untern 20-jährigen Kinder kurzsichtig. Dort verbringen sie im Schnitt eine halbe Stunde täglich draußen. In Afrika, wo viel Leben draußen stattfindet, gibt es eine entsprechende Rate von 1%.

    Ich habe das alles auf meinem neuen Blog zusammengetragen, vielleicht interessiert es dich?
    http://brillenbefreit.de/kurzsichtigkeit-smartphone-nutzung-in-der-wachstumsphase/

    Musste einfach im guten an euch denken, gerade. Mit deiner Anleitung hatten wir eine Lotusgeburt im Elisabethkrankenhaus und Leni wird bald 3. Schön :)

    Liebe Grüße,
    Niklas

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.