Schreibabys – nur ein Mythos oder ein echtes Problem?

Ein Baby zu bekommen, das ist für die meisten Eltern die Erfüllung ihres Glücks. Sie wünschen sich
sehnlichst den Tag herbei, an dem sie ihr Baby endlich im Arm halten können. Natürlich wird das Baby
auch schreien, wie sonst sollte es auf sich aufmerksam machen, wenn es Hunger oder Durst hat, die
Windel nass ist oder es einfach nur die Nähe zu den Eltern braucht. Aber was ist, wenn das Baby
stundenlang schreit?

Wenn man es einfach nicht beruhigen kann? Für die Eltern ist das oft kaum zu
ertragen, man fühlt sich ohnmächtig und hilflos. Die Nachbarn schauen einen mitleidig an oder tuscheln
hinter dem Rücken. Warum schreit gerade mein Kind? Was mache ich falsch? Das sind Fragen, die man
sich in solch einer Situation stellt. Aber wichtiger noch ist die Frage, was kann ich tun, damit das Baby
zur Ruhe kommt?

Ab wann ist ein Baby ein Schreibaby?

Schreiendes Baby bei Mutter auf dem Arm Von einem Schreibaby spricht man immer dann, wenn der Säugling über einen Zeitraum von 3 Monaten
an mehr als 3 Tagen in der Woche mehr als 3 Stunden täglich schreit. Er lässt sich dann nicht beruhigen
und auch wenn vorher alles in Ordnung zu sein schien, ist er dann in dieser hilflosen Lage. Oft wird das
Schreibaby bereits in der zweiten Lebenswoche auffällig und es kann mehrere Monate dauern, bis das
Baby sich angepasst hat und mit der Umgebung außerhalb des Mutterleibs zurechtkommt.

Die Zeit bis zur Diagnose Schreibaby

Es dauert oft lange, bis man sich selber eingesteht, dass man Hilfe braucht. Wer gibt schon gerne zu,
dass das süße Neugeborene als über alle Maßen stressig und nervend empfunden wird? Dass man auf
dieses kleine, hilflose Wesen einfach nur wütend ist? Man ist selbst total erschöpft, versucht alles, damit
es seinem Baby wieder gut geht. Da wird geschaukelt, gehüpft, gewiegt und es werden die absurdesten
Sachen ausprobiert.

Verheerende Folgen möglich – Warum es keine gute Idee ist, seine Kinder anzuschreien

Der Babysitz, der auf die schleudernde Waschmaschine gestellt wurde, hat leider
mehr als einmal zu einem Unfall geführt, der nie hätte passieren dürfen. Stundenlange Spazierfahrten
mit dem Auto, nur in der Hoffnung, dass das monotone Motorengeräusch das Baby zum Einschlafen
bringt. Da wird gewippt und gesummt, gesungen und geschaukelt, und doch bleibt der Erfolg meistens
aus.

Was also soll man tun, wie kann man dem Baby helfen?

Sind alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgeschlossen, sollte man sich das Umfeld des
Babyzimmers genau ansehen. Gibt es störende Reize, die das Baby nicht schlafen lassen? Wie liegt das
Baby in seinem Bettchen? Wie kann man dem Kind das Gefühl der ständigen Geborgenheit vermitteln,
auch wenn man es nicht andauernd auf dem Arm halten kann?

>> Habt ihr ein Balance Board? – Dann checkt hier unseren Ratgeber-Artikel zu dem Thema! 

Welche Hilfsmittel gibt es?

Die meisten Hebammen empfehlen einen ruhigen Raum, in dem das Baby ohne zu viele äußere Einflüsse
zur Ruhe kommen kann. Ein Kind braucht in diesem Alter keine Bespaßung, sondern einfach nur Ruhe
und Geborgenheit. Bewährt haben sich hier Federwiegen, das sind eine Art Hängematten, speziell für
die Allerkleinsten. Diese hängen frei in einem Gestell und es gibt verschiedene Antriebe. Hiermit lässt
sich das Baby sanft in den Schlaf schwingen.

Es fühlt sich für das Baby fast genauso an wie im
Mutterleib. Viele Babys brauchen dieses Gefühl, sicher eng umschlossen und dennoch sanft bewegt zu
werden. Es gibt diese Federwiegen sogar in der Zwillingsvariante. Federwiegen können als Einschlafhilfe
bis zu einem Alter von ca. 9 Monaten genutzt werden. Sie ersetzen kein Bett, aber zum Einschlafen sind
sie hervorragend geeignet. Wem ein Kauf zu teuer ist oder wer es erst einmal ausprobieren möchte, der
kann diese Wiegen auch mieten.