Zähneputzen mit den Kindern – 3 Tipps für weniger Stress und mehr Erfolg

Gerade bei den noch wachsenden Kinderzähnen ist die Mundhygiene und das regelmäßige und richtige Zähneputzen unverzichtbar. Nur so können nachhaltig bleibende Schäden gerade bei den bleibenden Zähnen verhindert werden. Gleichzeitig gehört es aber zu den schwierigsten Aufgaben für Eltern, die lieben Kleinen zu einer regelmäßigen und konsequenten Mundhygiene mit korrektem Zähneputzen zu motivieren. Dabei ist das kein Wunder.

Selbst viele Erwachsene vernachlässigen das tägliche Zähneputzen und sind in der Zahnhygiene keine Vorbilder. Wie sollen es dann die Kinder besser machen? Es gibt aber hilfreiche Strategien, dass der tägliche Kampf morgens und abends um das Zähneputzen im Bad nicht zum täglichen Stressfaktor wird, sondern Erfolg zeigt. Und der Erfolg sichert nicht nur den Familienfrieden, sondern ist auch für die Zahngesundheit der Kinder extrem wichtig. Unsere 3 Tipps sollen dabei helfen! Wer sich noch eingehender mit dem Thema befassen will, dem empfehlen wir die Tipps für die richtige Zahnpflege bei Kindern von Dr. Seidel.

Das Kind sollte sein „Equipment“ selbst auswählen

Es ist beispielsweise eine sehr gute Empfehlung, wenn das Kind keine Zahnbürste und Zahncreme von den Eltern einfach vorgesetzt bekommt und zum Beispiel die Zahncreme der Eltern mitbenutzen soll. Das ist auch aus Gründen der Zahngesundheit gar nicht unbedingt zu raten. Denn das Kindergebiss und der Kinderzahn hat ganz anderen Anforderungen und Bedürfnisse zum Beispiel in Bezug auf die Versorgung mit Mineralien und Nährstoffen. Daher ist es sehr gut, eine spezielle Kinderzahncreme zu verwenden. Wenn diese Zahncreme dann noch besonders poppige Farben hat und einen kindgerechten Geschmack, ist das umso besser.

Kind beim Zahnarzt
Zahnpflege ist „cool“ !

Auch bei den Zahnbürsten gibt es spezielle Modelle extra für Kinder. Oft haben diese Zahnbürsten auch besonders lustige Formen oder sind Comichelden etc. nachempfunden. Wenn das Kind dann seine Lieblingszahnbürste noch gemeinsam mit den Eltern selbst aussuchen und kaufen kann, ist das noch besonders attraktiv für das Kind und erhöht die Motivation zur täglichen Nutzung der Zahnpflegeutensilien. Eine besonders „coole“ Zahnbürste und eine ebenso „coole“ Zahncreme ist also ein echter Motivationsschub. Andere Kinder finden es aber besonders toll, wenn sie dieselbe Zahnbürste wie die Mutter benutzen dürfen (also natürlich als eigene zweite Zahnbürste für das Kind gekauft). Auch das kann die Motivation zur Zahnpflege erhöhen. Hier probiert man als Eltern am besten aus, welcher Methoden den größten Erfolg bringt. Wichtig ist, dass die Kinder selbst Spaß am Zähneputzen bekommen.

Vorbild der Eltern wichtig

Nicht zu unterschätzen ist das gute Vorbild der Eltern. Viele Eltern empfinden die tägliche Zahnhygiene auch als lästig, machen es aber, weil sie den Sinn verstehen und Zahnschäden vermeiden wollen. Kinder können oft diese negativen Folgen mangelnder (Zahn)-Hygiene noch nicht erfassen. Daher ist es so wichtig, dass die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Denn es ist meist so, dass die Kinder das nachmachen wollen, was die Eltern vorleben. Und das gilt auch für die segensreiche Mundhygiene und regelmäßiges Zähneputzen. Tipp: am besten man macht das Zähneputzen zu einem gemeinsamen Ritual von Eltern und Kind. Dann ist der Erfolg viel größer, weil die Motivation der Kinder auch viel höher ist.

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Auch das Ambiente zählt

Ein dritter erfolgversprechender Tipp ist, dass das Ambiente des Zähneputzens, also die Stimmung und die Rituale drumherum, besonders gestaltet werden. So kann man das Zähneputzen mit einer lustigen Zahnputzgeschichte verbinden, oder auch gemeinsam vor und nachher Zahnputzlieder singen. Außerdem kann das tägliche Zahnputzritual auch mit einer Belohnung verbunden werden. Natürlich sollten nach dem Zähneputzen keine Süßigkeiten verteilt werden als Belohnung, weil das natürlich dem erwünschten Erfolg zuwiderlaufen würde. Aber das versteht sich von selbst. Jedenfalls helfen diese drei Tipps, das gemeinsame Zähneputzen mit den Kindern jeden Tag zum positiven Event zu machen, wenn es kindgerecht zelebriert wird. Alles ist erlaubt und hilft, wenn das Ziel der Zahngesundheit für die Kinder erfolgreich erreicht werden kann.