Intuitive Eltern

In Verbindung zu Dir und Deinem Kind

Intuitive Schwangerschaft trotz „Beschwerden“

| 4 Kommentare

DSCF66755 Monate! So lange habe ich keinen Blogartikel mehr geschrieben und so lange bin ich schwanger! In dieser Zeit habe ich so viele viele Mails von euch erhalten, anscheinend habe ich wirklich ein Blogthema gewählt, welches viele von euch bewegt! Danke! Doch kaum etwas kam von mir in den letzten Monaten zurück. Warum?
Eigentlich ist Schwangerschaft etwas wunderbar natürliches, normales
und überhaupt kein Grund, 5 Monate nichts mehr zu machen oder sich nicht weiterhin seines Lebens zu freuen.

Und dennoch: Ich lag 8 Wochen ausschließlich im Bett und bin erst jetzt wieder rund und lebendig. Ich hatte eine Hyperemesis, eine extreme Form des Schwangerschaftserbrechens. Für alle, die es nicht kennen: 30 Mal am Tag oder mehr zu erbrechen ist bei dieser Krankheit Alltag. Und es schlaucht!
Vielleicht mache ich bald mal einen extra Blogartikel nur zu diesem Thema, denn es betrifft einige Frauen und ich möchte euch allen, die ihr gerade eine Hyperemesis habt, Mut machen:
Es ist wunderbar, dass ihr für euer Kind solche Hürden überwindet!
Dieser Artikel soll jedoch über die Schwangerschaftsbeschwerde Hyperemesis hinaus gehen – denn es gibt noch einige andere Schwangerschaftsbeschwerden, die so manche Mama von ihren intuitiven Wünschen und Planungen abbringen.

Auch die intuitivsten Bauchgefühlmamas unter euch kennen sicherlich einfach auch Beschwerden in der Schwangerschaft. Und gerade in der Schwangerschaft beobachte ich, dass Frauen noch unsicherer sind, ob sie sich „richtig“ verhalten, jah kein Risiko eingehen – es könnte ja so viel passieren.
Ja. Und ich kenne einige Schwangere, die Wünschen sich einfach eine ganz ruhige und entspannte Zeit und werden doch unsicher gemacht. Gerade schwangerschaftsbedingte Beschwerden können Intuition manchmal ganz verschütten. Da gibt es dies und jenes zu beachten, jener Wert stimmt nicht dieses Maß ist ungewöhnlich…Mamas und Papas, ich will euch trotzdem sagen: Hört auf euer Bauchgefühl und euer Bauchbaby!
Ich kenne den UNterschied. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich auch eine Hyperemesis und habe mich extrem verunsichern lassen, diesen und jenen Rat gehört, Angst bekommen vor Nährstoffmangel, vor was weiß ich allem und es ging mir hundeelend. Dieses Mal hätte es mir auch hundeelend gehen können, denn das ganze „Gekotze“ ist einfach unglaublich schlauchend. Aber mir ging es innerlich so gut, ich war so
sicher, dass alles gut sein wird und ich einfach diesen Weg gehen werde.
Und nun sitze ich hier angstfrei, plane unsere Hausgeburt mit einer wunderbaren Hebamme (die es ja noch gibt…bitte alle die Petition unterzeichnen!!!) und bin mir sicher, dass ich genau fühlen werde, wenn etwas nicht stimmen sollte. Wir Frauen sind wunderbar gemacht zum Kinder kriegen. Und auch wenn es diese oder jene Beschwerden gibt, so ist es kein Grund, sich selbst völlig in einen Strudel aus Angst und Verunsicherung zu geben. Ihr Mamas, ihr seid die besten und nächsten Kontaktmenschen für euer Baby!  Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, welche Tests und Untersuchungen zu euch als Eltern passen. Manche Tests können mehr verunsichern als wirklich helfen – ich möchte euch hier 3 Wege vorstellen, wie ihr eurer Intuition in der Schwangerschaft fruchtbringend folgen könnt:

1. Such dir Menschen, Orte und Medien, die DICH und dein Baby unterstützen

Ob Hebamme, Arzt, Doula oder wen auch immer: es kommt hier sehr auf den Menschen an. Bitte wähle wirklich, was dir entspricht. Wenn alle deine Freundinnen zu der tollen Ärztin xy gehen, muss das ganz und gar nicht für dich passen. Schaue genau, ob dich jemand manipulieren will oder dir Angst macht. Es kann IMMER etwas passieren, ich glaube jedoch, ein Helfer in der Schwangerschaft ist da, um dich zu unterstützen und nicht, um dir Angst zu machen.
Genauso, was du besuchst oder aufnimmst: Wenn deine Oma zum hundertstenmal die schrecklichste Geburtsgeschichte der Welt erzählt – tu es dir nicht an!
Alles was Angst machen will, ist unnötig. Es gibt 1000 schreckliche Geschichten, was alles auf der Straße passieren kann – und dennoch gehen wir mit unseren Kindern über die Straße. Es gibt schwere Geburten – aber was bringt Angst vor einer schlimmen Geburt? Meide Filme und Berichte und alles mögliche, was schrecklich und grausam ist. Angst in der Schwangerschaft bringt nur Anspannung und Anspannung macht Schmerz.

2. Mach nur, was du wirklich möchtest

Was gibt es nichtv alles für Tests und Untersuchungen! Wenn du alles machst wird mit Gewissheit irgendwo ein bedenklicher Wert raus kommen. Welches Baby ist immer genau so groß, wie es sein „sollte“? Mach bitte nur, was du wirklich willst und sich für dich stimmig anfühlt. Lass aber bitte auch nichts weg, nur weil deine Freundin das auch gemacht hat. Ich glaube, wenn du keinen Ultraschall machst, weil alle deine Freundinnen ihn weglassen, du aber insgeheim Sorgen hast, dass doch etwas schlimmes sein könnte, dann wird es dich auch nicht glücklich machen! Schau genau hin: Was gibt es für Angebote und welche kannst du nutzen – und welche bringen dich eher durcheinander. Es sind ANGEBOTE. Keine Kontrolluntersuchung geschieht, ohne dass du es einwilligst! Nutze diese Freiheit! Selbst wenn du krank sein solltest oder „Risikoschwanger“ kannst du deinen individuellen Weg gehen. Du weißt, wann Handlung von Nöten ist. Du spürst, wann dein Baby Hilfe braucht. 10 Ärzte werden dir vielleicht 50 Ratschläge geben und jede von 12 Hebammen weiß eine andere Strategie: Es muss für dich passen und du spürst, wenn du dich auf dein Bauchgefühl verlässt, sehr wohl, was du brauchst und was nicht!

3. Vertraue dem Kontakt zu dir und deinem Baby

Viele Mamas wissen ganz intuitiv, wie es ihrem Bauchbaby geht. Manche Zeichen sind sehr eindeutig: Meine erste Tochter hat bei meinem ersten und einzigen CTG so lange gegen den CTG-Kopf geboxt, bis er abfiel (trotz Band drumherum). Solche eindeutigen Zeichen gilt es zu respektieren, finde ich! Vertrau deinen Impulsen. Wie viele Mamas verlieren den Kontakt zu sich und ihrem Bauchbaby, nur weil sie nicht ernst genommen werden. Such dir Menschen, die dich und dein Baby achten. Es wird dir dabei so gut gehen!
Wenn du mit deinem Bauchbaby in Kontakt bist, dann tust du aus meiner Sicht das wichtigste und hilfreichste überhaupt. Nur dir kann es zeigen, was es braucht und fühlt. Wenn ihr beide euch gut verbunden fühlt, seid ihr bestens für alle Risiken und Beschwerden gewappnet.

Das sind die simpelsten Dinge, die ganz einfach umzusetzen sind und doch in so vielen Schwangerschaften in den Hintergrund geraten.Es gibt noch 100 andere Sachen über intuitive Schwangerschaft zu schreiben, finde ich. Denn momentan ist es wirklich verwirrend, als Schwangere noch den eigenen Weg zu gehen. Ich wünsche mir, dass wir diesem Wunder Schwangerschaft und Geburt wieder die Achtung und Wertschätzung entgegenbringen, die es gebührt. Dafür bleibt kaum noch Raum im Vergleich zu all den Tests und den Auseinandersetzungen zwischen Ärzten und Hebammen. Ich habe den Eindruck, oft geht es ganz und gar nicht mehr um das Wohl der Mama und ihrem Kind sondern um ganz andere Interessen. Und die Vorstellung, ab 2015 keine Hebammenbetreuung mehr zu bekommen, ist wirklich surreal.

Lasst uns wieder lernen, Kinder aus dem Bauch heraus zu gebären!
Für alle, die noch nicht die Hebammenpetition unterschrieben haben, hier noch der Link

https://www.change.org/de/Petitionen/lieber-herr-gröhe-retten-sie-unsere-hebammen

4 Kommentare

  1. Wir haben 2015. Eine Hausgeburt mit Begleitung scheint unmöglich. Ich wohne auf dem Land und keine Hebamme weit und breit die noch Hausgeburten begleitet. Es bleibt nur noch eine Klinik mit angestellten Hebammen. Aber angeblich mit gedämpften Licht, Wassergeburt, persönlichen Aromaölen,… Bleibt uns nur noch eine Alleingeburt? Ambulante Geburt? Welchen Weg können wir Frauen gehen für eine selbst bestimmte, intuitive Geburt. Vor allem für eine selbst bestimmte, intuitive Zeit unmittelbar NACH der Geburt?

    • Liebe Frankziska,

      das ist in der Tat eine riesengroße Baustelle! Auch ich habe lange nach einer Hausgeburtshebamme gesucht – und das in Leipzig! Ich weiß nicht, wie die Situation bei dir vor Ort ist, doch ich kenne einige Hebammen, die auch Frauen betreuen, die weiter weg wohnen. Wo ist die nächste größere Stadt? Wenn du ganz gezielt Hebammen anrufst und deine Situation schilderst – vielleicht wirst du, so wie ich, Glück haben! Gibt es ein geburtshaus bei euch? Und selbst wenn du in eine Klinik gehst – du kannst ambukant entbinden und gleich nach der Geburt nach Hause gehen! Das machen viele Frauen so!
      Ich wünsche dir von herzen, dass deine Geburt selbstbestimmt und wunderbar wird! Marietta

  2. Wie ich dich verstehe, ich habe zum 2.mal hyperemensis. Es ist so schrecklich. Wie hast du das gemacht mit dem ersten kind, während du im bett lagst? Ich kann im Moment nicht auf Medikamente verzichten da ich niemand für das este kind hab, ich möchte es auch nicht fremdbetreuen lasssen ist es ist erst 2 jahre alt.

    • Liebe Julia, ich verstehe dich sehr! Ich habe vor, darüber einen Artikel zu schreiben, denn dir geht es nicht allein so! Ich habe es das 2. Mal besser geschafft. Das wichtigeste: mach dir innerlich ganz viel raum für gute Gedanken und zweifel nicht an dir! Wenn du das überstanden hast wirst du dein wunderbares Baby gebären! Ich bemühe mich, bald darüber zu schreiben…Alles Liebe für dich! MArietta

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