Das Liebesleben als Eltern

Egal, wie wild unser Liebesleben einmal war, ist erst einmal Nachwuchs auf der Welt, ändert es sich, zum Positiven oder Negativen. Viele Paare klagen nach dem ersten Kind darüber, dass sie kaum noch sexuell aktiv sind. Das Kind und die neuen Lebensumstände sind, so schön sie auch seien können, ein Störfaktor. Da muss man als willige Eltern eben ein wenig umdenken, um das Feuer lebendig zu halten. Hier gibt es Tipps, wie man sein Sexleben in einer langen Partnerschaft auch nach dem Kindersegen aufrechterhält.

Unausweichliche Veränderung

Wenn man ein Kind hat, ändert sich das Leben. Ein bisschen ist das ja auch Zweck der Sache. Man will in der Regel ein anderes Leben führen, mit dem Nachwuchs an der Seite: Ihn lieben und aufziehen und wachsen sehen. Dafür hat man, optimalerweise vor der Schwangerschaft, schon entschlossen, dass man bereit ist diverse Einschränkungen einzugehen. Das Kind ist schließlich eine Verantwortung, das heißt, man hat auch weniger Freiheiten. Das Ausgehen, das in-den-Urlaub-fahren, Freunde nach Hause einladen … alles bedarf nun ein wenig mehr Planung. Dazu gehört ab sofort auch das Sexualleben.

Das Liebesleben als Eltern: Planung ja, Zwang nein

Paar im BettEs gibt eine Vielzahl an Dingen, die Neueltern erst einmal davon abhält, überhaupt an Sex denken zu wollen. Beide Partner sind voraussichtlich körperlich und seelisch erschöpft und womöglich erst einmal viel zu vernarrt in den Nachwuchs, um überhaupt an irgendetwas anderes zu denken. Solange beide gleichermaßen nicht an Sex interessiert sind, besteht auch kein Problem. Schwierig wird es erst, wenn es einem oder beiden Partnern beginnt zu fehlen.

Zweisam, einsam?

Eine Partnerschaft besteht aus einem Geben und Nehmen. Wenn einer der Partner niemals das gibt, was man braucht, ist das auf lange Sicht ein Aus für die Beziehung. Dennoch kann man den anderen zu nichts zwingen. Wenn man erst einmal alleine mit seiner Lust ist, haben wir heutzutage zum Glück das Internet. Pornografie finden wir inzwischen vollkommen umsonst, zum Beispiel über Erotik-Insider. Für eine Beziehung, in der es bisher Regeln und Verbote gab, was Selbstbefriedigung und Ähnliches angeht, müssen nun Lockerungen erlaubt sein.

Kommunikation

Der wichtigste Faktor, wie bei so vielen Dingen in zwischenmenschlichen Beziehungen, ist die Kommunikation. Nur wenn beide Parteien einander mitteilen, was sie vermissen oder weshalb sie nicht dazu in der Lage sind, sich aktuell darauf zu konzentrieren, kann eine Lösung gefunden werden, die allen passt. Das hilft auch dabei, Unsicherheiten aus dem Raum zu schaffen. Wer weiß, dass der Partner tendenziell interessiert ist, aber gerade Steine im Weg liegen, muss keine Angst haben, dass es das jetzt war mit dem Sex.

Ohne Sex intim sein

Nicht immer muss es gleich Sex sein, um sich dem anderen näher zu fühlen. Und das ist der beste Weg dahin, wieder gemeinsam ins Bett zu finden. Nach der Geburt dürfen Küsse und Zärtlichkeiten nicht vernachlässigt werden, um die Trockenphase zu überwinden, ohne an Zuneigung zueinander zu verlieren. So bestätigt man dem anderen auch, dass man noch Interesse an der Person hat.  

Sex nach Termin

Spontaner Sex fällt nach dem ersten Kind meist erst einmal aus. Zu viele Paare machen sich Gedanken darüber, was der Nachwuchs mitbekommt oder dass er plötzlich im Raum stehen könnte. Dieses Gefühl, sich nicht entspannen zu können, weicht, wenn man einen Plan hat. Sex nach Termin klingt ein wenig unromantisch, aber es ist zunächst nur ein Mittel zum Zweck. Wer sich einen festen Plan macht, eliminiert Unsicherheiten. Und wenn man erst einmal dabei ist, schaltet der Körper ohnehin um und schüttet die gleichen Hormone aus, wie bei spontanen Zusammenkünften.

Fazit

Wer nach dem Kind keinen Sex hat, muss nicht verzweifeln. Oft ist die Libido wie ein Muskel, den man trainieren muss. Wer sich körperlich näher ist und häufiger Sex hat, hat auch wieder mehr Lust dazu. Deshalb gilt es nach dem Eltern-werden den Motor, wenn auch erst einmal ruhig, am Laufen zu lassen. Dabei hilft es, viel zu kommunizieren, darüber, was man will, was man vermisst und was man bereit ist zu geben.