Intuitive Eltern

In Verbindung zu Dir und Deinem Kind

Mut zur Weichheit

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Über die wahre Kraft der Mutterliebe

DSCF7399  Was für eine energiegeladene Zeit! Ich schreibe momentan wirklich nicht gerade regelmäßig auf diesen Blog. Ihr habt euch schon sorgenvoll an mich gewandt und gefragt, ob denn alles in Ordnung sei? JA! Mein Leben verläuft kreuz und quer und intensiv und ich habe mir schlichtweg keine Zeit genommen, um am Computer zu sein. Zumal unser Computer ein Opa geworden ist, der gerne mal in Ruhe rumsitzt und alles ganz gemächlich machen möchte und für jede Mail die ich schreibe sehr viel Zeit einplant. Das gönne ich ihm gern! Ich finde es wunderbar, wenn wir uns nicht zu sehr daran gewöhnen, dass immer alles sofort ganz schnell jederzeit permanent völlig gleichbleibend funktioniert. Alles in seinem Tempo!

Was mich momentan am meisten bewegt in Hinblick auf intuitives Elternsein ist das Thema Wertschätzung. Bedingungslose Liebe an seine Kinder zu geben, sie in ihrer Entwicklung bedürfnisorientiert zu unterstützen und wirklich ganz DIE Mama zu sein oder DER Papa, der man gerne sein will ist manchmal ganz leicht und wunderbar – und manchmal ganz schwer. Ich habe mich oft gefragt, warum es so schwer ist, warum es immer wieder Zweifel in jeder noch so liebevollen Mutterseele gibt. Warum Mütter ihre Kinder fremdbetreuen lassen, auch wenn ihr Herz laut: NEIN schreit, warum möglichst schnell abgestillt, weggegeben und „unabhängig“ gelebt wird. Warum sich so einige Mamas schämen, dass ihre Kleinen noch immer in ihrem Arm einschlafen. Ich glaube, einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass es momentan wenig gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung für leidenschaftliche Mutterliebe und die daraus entstehenden Konsequenzen im Leben einer Frau gibt.

Da wir Wertschätzung gerade sehr deutlich in Geld messen, ist es schon mal ganz spannend, zu sehen, was allein die finanzielle Unterstützung einer stinknormalen Mama ausmacht. Es ist absurd – ich bin seit 5 Jahren „Hausfrau“. Ich betreue meine Kinder und bin offiziell nichts weiter als eine Mutti. Das kommt zu ziemlich absurden Gesprächen. Ich treffe Frau Sowieso und bin mal wieder voller Freude aus dem Wald gekommen, habe Wildgänse mit meinen Kindern beobachtet, Wildkräuter gesammelt, gelacht, meditiert, gepicknickt, gestillt, kilometerweise gewandert mit springenden, singenden Kindern und so richtig erfüllt, inspiriert und froh. Frau Sowieso fragt mich, ob ich immer noch zu Hause bin. Eigentlich müsste ich sagen: Nein, ich bin fast nie zuhause, ich bin mehr im Wald, am See, unterwegs…aber ich weiß schon, was sie meint. Ja! Sage ich brav, ich bin immer noch zu Hause. Der Rest des Gesprächs ist nicht mehr relevant. Jede Mama von euch die „auch noch zu Hause ist“ kennt garantiert den herrlichen Beigeschmack, den man dann von so einer Frage behält. Ich spüre genau, was Frau Sowieso für ein Bild von mir als Hausfrau hat. Ich stehe am Herd (den wir übrigens als Rohkostfamilie gar nicht besitzen), sauge Staub, bügle zum hundertsten Mal des Mannes Hemden, bin geistig unterfordert und mache brav den Haushalt. Kurz gesagt vergeude ich meinen Studienabschluss so richtig genial! Und ich tue nichts, arbeite nichts – jedenfalls nichts, wofür ich bezahlt werde. Und meine Kinder „verweichlichen“.

Nun betreuen wir seit einem halben Jahr neben unseren eigenen beiden Kindern auch noch drei Tageskinder. Schwups – erhalten wir Geld, haben einen Beruf als Tagespflegeeltern, sind fleißig, haben ein Waldtagespflegekonzept und sind „nicht mehr nur zu Hause“. Würde jemand anderes meine Kinder betreuen, so würde er damit Geld verdienen und arbeiten – ich nicht, ich bin nur die Mama. Ich muss gestehen, dass mich das nicht mehr wirklich berührt. Aber ich habe Phasen gehabt, in denen ich mich nicht wertgeschätzt fühlte, nicht gesehen in dem, was ich da meinen Kindern mitgebe und was es heißt, bedingungslose Liebe zu geben. In der mich Gespräche mit Frau Sowieso sehr traurig machten und ich mich in meinem Tun so sinnlos fühlte.

Und ich sehe, spüre und höre von so vielen Mamas, die genau an diesem Punkt stehen. Die sich nicht gesehen fühlen in dem, was sie da jeden Tag an Kreativität, an Mitgefühl, an Verständnis, Geduld und Mut aufbringen, um ihre Kinder ihrem Herzen folgend zu betreuen. Die ewig zweifeln, ob sie einen schwerwiegenden Fehler machen, wenn sie soundsolange stillen, keinen Kindergarten nutzen, Familienbett…Kennst du diese Stimme in dir? Das Gefühl, Zeit zu vergeuden, während du den Alltag mit deiner Familie lebst? Dich als zu weich, zu sensibel und einfach zu mütterlich gesehen fühlst? Dir obendrein noch gesagt wird, dass du deine Kinder auch mal loslassen musst und an Dich und deine Zukunft denken solltest?

Ich sage es ganz deutlich und es ist vielleicht die Hauptmitteilung dieses Blogs: Dass du deinem Herzen folgst, deiner Intuition vertraust und deine Kinder voller bedingungsloser Mutterliebe leben ist weltverändernd, essenziell und unersetzlich WICHTIG! DU BIST ZUKUNFTSWEISEND. Du bist und lebst genau das, was unsere Welt rettet, unsere Erde heilt und unsere Menschheit wirklich weiterwachsen lässt.

Es wimmelt nur so von Menschen auf diesem Planeten, die alle irgendwie und irgendwann nicht genug Liebe erfuhren, deren Bedürfnisse nicht erfüllt wurden und die alle in sich das Gefühl tragen, zu kurz zu kommen. Wir haben da alle unseren Rucksack zu tragen, manche mehr, manche weniger. Wie viele Kriege und Machtkämpfe und familiäre Gewalt entstehen aus unerfüllten Bedürfnissen? Wie viele machtsüchtige Menschen sind  als Kind ungeliebt und grau aufgewachsen und haben sich alle einfach nach ihrer MAMA gesehnt?

Stell dir vor, wir gehen in eine Zeit, in der Menschen sich gewiss sind: Ich bin gut, alles was ich brauche, wird mir zu teil, ich bin geliebt und liebe. Ich erfülle meine Bedürfnisse und achte die der anderen. Was für ein Paradies wird hier entstehen, wenn unsere mit Liebe erfüllten Kinder einmal groß sind und diesen Planeten voll Freude und Kraft formen? Wenn wir etwas großartiges für diese Welt tun wollen ist es so simpel: LIEBEN. Unsere Kinder lieben, vertrauen, unseren Herzenstraum leben. Du als Mama weißt am ehesten, was deine Kinder brauchen. Und wenn du ganz deutlich und in deinem Herzen spürst, dass es richtig ist auch wenn es 10000 Mütter anders machen, dann MACH ES. Diese Liebe wird deine Kinder ein Leben lang tragen.

Wem das zu spirituell ist, der kann es auch anders ausgedrückt von mir lesen: Ich habe große Achtung und Dankbarkeit für all euch Mütter und Eltern und Menschen, die ihr euren intuitiven Weg des Herzens geht. Ich glaube, dass DEINE MUTTERLIEBE heilender und sinnvoller ist als alle Studienabschlüsse und Gehaltsnachweise die du jemals erhalten wirst.

Ich glaube, dass diese Welt von starken, echten und liebevollen Mamas so dermaßen profitiert, dass wir aufhören können, uns zu schämen und wertlos zu fühlen. Sei die Mama, die du immer sein wolltest, sei leidenschaftlich, wach, hab Spaß daran und LIEBE was du tust – ich danke dir!

13 Kommentare

  1. Danke :-) genau den Text habe ich grade gebraucht. Es ist soo wahr…

  2. Wow, ich hab deinen Artikel gerade nahezu aufgefressen :) Interessant, da surfe ich durchs Netz, auf der Suche nach Menschen, die über artgerechte, oder bindungs-/bedürfnisorientierte Elternschaft schreiben und finde dich. Deine Worte berühren mich tief. Ich bin Mutter einer 7-Monate alten Tochter und spüre in mir den Ruf ANDERS zu leben. Ich will nicht, dass meine Tochter in die Kita kommt, ich möchte mit ihr „zu Hause“ bleiben, ich möchte mit ihr SEIN. Ob sie in den Kindergarten gehen wird? In die Schule? Keine Ahnung. Ich fühle, dass ich ihr ein Leben ermöglichen möchte, in dem sie ihrer Begeisterung täglich folgen kann, ihren Impulsen…genauso wie ich mir das auch für mich wünsche, es nie hatte und versuche jetzt mit meinem Kind und meinem Partner zu leben. Momentan fühle ich mich ziemlich alleine mit meinen Gefühlen und meiner Ausrichtung…ich möchte wirklich MIT meinem Kind LEBEN und nicht aneinandervorbei…um mich herum sind so viele Frauen, die ihre Kinder wegorganisieren und Vereinbarkeit von Job und Kind das ständige Thema ist. Ich frage mich eher: wie können wir unseren Tag gestalten? Wo sind andere Eltern in meiner Umgebung, die so Leben möchten und was für neue Wege und Strukturen, Modelle können daraus erwachsen? Hach, so viele Gedanken, ich könnte ewig weiterschreiben :) Auf jeden Fall möchte ich dir für deine Worte danken, ich fühle mich nicht mehr ganz so alleine. Auf meinem Blog schreibe ich auch über meine Erfahrungen: http://www.jagodaloving.de
    Die schönsten Grüße aus Leipzig,

    Agata

  3. Hallo, Ihr Lieben,

    Ich wollte von Herzen Mutter sein bis ich Mutter wurde.

    Ich habe gespürt, wie das Leben in Liebe zu mir kam…

    Ich wollte es von Herzen zu Hause im vertraueten Umfeld mit Menschen, die ich liebte und denen ich vertraute, gebären und es war so.

    Es war eine wunderbare Erfahrung das Leben durch mich kommen zu spüren und mich als Nahrungsquelle des Lebens zu erleben.

    Mit jedem Kind wird auch eine Mutter geboren.

    Ich habe es als Studium des Lebens betrachtet – viele Jahre – ich bin mir selbst treu geblieben und habe mich SEIN gelassen – bis heute und weiter…

    :)

    Oft hatte ich Respekt und Liebe, Verständnis und Mitgefühl mir gegenüber vermisst und angeklagt.

    Irgendwann habe ich das sein gelassen und mir selbst Liebe und Respekt für mein Dasein gegeben.

    Ich habe soviel erlebt und möchte Mut machen, Dir selbst treu zu sein und zu bleiben.

    ~~~

    Danke alle Menschen, die sich selbst treu sind – egal was andere meinen.

    Man kann sein Leben nur aus sich selbst heraus leben.

    Danke allen Menschen, Müttern, Vätern für ihre Hingabe und Fürsorge, für ihre Liebe und Respekt dem Leben gegenüber.

    Danke!

    :)

  4. Hallo!
    Wow vielen Dank für deine weisen, aus dem Herzen kommenden Worte, sie haben mich zu Tränen gerührt.
    Auch ich habe mich schon immer etwas „anders“ gefühlt als die anderen, habe mich aber immer möglichst anzupassen, zu verstellen versucht, da ich Anerkennung und Liebe auch immer noch im Aussen suchte und auch heute ertappe ich mich noch immer des öfteren wie ich mich bei anderen „beliebt“ machen möchte..
    Auch mit meinen Kindern bin ich und gehe ich immer noch so gut es möglich ist in dieser momentanen Situation ( Schule, Kindergarten) den Weg des Herzens und der Intuition. Ich merke aber, dass ich bei mir selbst auch einiges aufzuarbeiten habe, und daher auch immer wieder sehr viel Zeit für mich selbst benötige.
    Ich hoffe, dass immer mehr und mehr Menschen aufwachen und mutig Ihren Herzen folgen!
    Vielen Dank für deinen tollen Blog und herzliche Grüsse!

    • Liebe Susanne,

      wie schön, deine Zeilen zu lesen – Danke! Ich glaube, unsere Kinder zeigen uns perfekt, wo wir an uns noch weiterwachsen können und ich beglückwünsche jeden, der sich dafür Zeit nimmt! Als Mama wind wir doch auch so glücklich, einmal gesehen zu werden in den vielen 10000alltäglichen Herausforderungen – auch wenn ich dich jetzt nicht sehe: Ich schätze es so wert!:)

      Alles Liebe, Marietta

  5. Abgesehen davon, dass dies ein wundervoller Artikel ist: es freut mich zu lesen, dass ihr auch eine Rohkostfamilie seid! Der Papa macht bei uns zwar nicht mit, aber ich und der 5 Monate alte Sohnemann sind immerhin in der Überzahl. 😉
    Liebe Grüße Karina

    • LIebe Karina, Ja, Rohkost macht wirklich solche Freude. Ich betone es nicht so gern oft, da dann schnell Schubladen aufgehen in die man reinfliegt…gerade futtern wir uns durch Berge von Äpfeln aus dem Garten:)

  6. Ich verdrücke eine Träne, so wahr und wohltuend sind deine Worte.
    Ich danke dir für diesen schönen Moment :-)

  7. Pingback: Die Kinder der Nachkriegskinder | ÖkoHippieRabenmütter

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