Intuitive Eltern

In Verbindung zu Dir und Deinem Kind

Es geht auch ohne Kindergarten

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Die 3 Hauptargumente gegen Homeschool-Kindergarten und wie du damit umgehen kannst

Dies ist mein erster Blogbeitrag…Mit welchem Thema beginne ich bloß?? Vielleicht mit dem, was gerade bei uns sehr präsent ist. Unsere Tochter ist nun über 3 – und geht nicht in den Kindergarten.

Gleich vorneweg: Ich habe prinzipiell nichts gegen Kindergärten. Ich kenne einige sehr schöne Kindergärten und Eltern und Kinder, die sich darin wohlfühlen. Es geht mir nicht darum, Eltern zu überzeugen, ihre Kinder nicht in den Kindergarten zu geben. Was ich mir wünsche ist, dass Kinder und Eltern die Wahl haben, ob sie einen Kindergarten besuchen wollen oder nicht. In Deutschland haben wir rein theoretisch die Wahl – und Homeschool-Kindergarten Eltern haben dennoch einige gesellschaftliche Hürden zu überwinden…

Bei uns ist es mittlerweile auch dem letzten Nachbarn aufgefallen, dass unsere Tochter in keinen Kindergarten geht und die Frage: „Wann kommt sie denn in denn Kindergarten?“ hat sich verwandelt in die Frage:

1. „Ist es nicht sehr eintönig und anstrengend den ganzen Tag allein mit einem Kind zuhause?“

Damit wären wir bei dem ersten Argument gegen Homeschool-Kindergarten, dass immer wieder auftaucht und uns vielleicht an unserem Leben ohne Kindergarten (oder Schule) zweifeln lässt. Es könnte uns Eltern unterfordern, langweilen oder total belasten. Ich höre immer wieder den Rat, mich doch auch mal wieder selbst zu verwirklichen und meine Talente zu entwickeln. Ich verstehe die Sorge, ich könnte, plump gesagt, geistig einschlafen, aber ich teile sie nicht. Ich glaube, Eltern, die in Verbindung zu sich und ihren Kindern leben, kennen keine Langeweile oder Eintönigkeit. Die neue Generation Mütter, die ihre Kinder selber „betreut“ , ist keine Generation der Muttis am Herd, die den ganzen Tag nur Kochen, Backen, Putzen und das Kind aufs Töpfchen setzen. Es sind Mamas und Papas die es lieben, für ihre Kinder da zu sein, ihnen Fragen zu beantworten und mit ihnen gemeinsam zu wachsen. Das ist Selbstverwirklichung pur, ziemlich anspruchsvoll und alles andere als eintönig. Es geht hier nicht um das bloße „betreuen“, es geht um eine ganz bindungsbewusste Lebensform – die immer mehr Eltern anstreben.

2. Kinder brauchen Kontakt zu Gleichaltrigen

Ich denke, auch diese Zweifel kennen alle, die ihr Kind nicht von Tagesmüttern/Kita (oder auch Schule) betreuen lassen: Kinder brauchen andere (gleichaltrige!)Kinder um ihre Sozialkompetenz zu entwickeln.
Nun ja. Dieses Argument scheint allgemein akzeptiert. Auch in den Medien höre ich es hin und wieder. Es scheint auf Anhieb einzuleuchten.

Diese oder ähnliche Aussagen zeigen mir jedoch deutlich, welches Bild über eine Betreuung ohne Kindergarten leider noch überwiegt: Die einsame Mama ist den ganzen Tag allein mit ihrem Kind zu Hause und auf verlassenen Spielplätzen und hat keinen Kontakt zu anderen Menschen außer zum Papa, der Abends von der Arbeit kommt. Das einzig spannende für das Kind ist der Fernseher. DAS wäre in der Tat für beide, Mama und Kind, ziemlich eintönig und dann wäre ein Kindergarten vielleicht spannender.

Ich kenne jedoch kein Kind ohne Kindergarten, welches keine Freunde hat. Unsere Tochter zum Beispiel hat wunderbare, tiefe Freundschaften. Nicht nur zu Gleichaltrigen – und das ist mir ganz besonders wichtig hervorzuheben. Die Freunde meiner Tochter sind 4 Monaten bis 85 Jahre alt und jede Freundschaft einzigartig.
Natürlich brauchen Kinder Kontakte zu anderen Menschen – wie wir Erwachsene auch. Wir sind soziale Wesen. Aber ich glaube nicht, dass 3-jährige nur mit 3-jährigen spielen können und Schulkinder nur mit Schulkindern (und Rentner nur mit Rentnern). Ich finde es viel eintöniger, den ganzen Tag ausschließlich mit 3-jährigen zu spielen als mit Menschen jeder Altersgruppe. Und vor allem die Wahl zu haben, mit wem man gerade Kontakt haben möchte…
Liebe Mamas und Papas, die ihr eurer Kind zuhause betreut: Legt diese Sorge beiseite! Eure Kinder wollen andere Menschen erleben und natürlich auch mit Kindern sein – in einem bewussten Leben mit Kindern ergibt sich das jedoch nach meiner Erfahrung ganz natürlich. Ich weiß, es scheint sehr schwer, in der Woche vormittags ein Kind zu treffen, dass nicht in den Kindergarten geht. Aber es gibt Nachmittage und Wochenenden und viele kreative Lösungen…

3. Kindergärten sind für die Frühförderung der Kinder wichtig

Frühförderung so früh wie möglich. Englisch am besten schon im Mutterleib. Ich habe Pädagogik studiert und ich kenne diese neuen Ansätze zu genüge. Frühförderung. Die Angst vor dem dummen Kind, welches nicht lesen und schreiben kann und seine Fähigkeiten nicht entwickeln konnte…entschuldigt die Ironie, mir ist jedoch wichtig, dass wir Eltern die Angst loslassen, unsere Kinder könnten verblöden. Ja, es gibt sie, die Kinder, die in der 9. Klasse noch nicht lesen können und es gibt viele viele Förderschulen mit vielen vielen verhaltensgestörten,, lernbehinderten oder anderen „förderbedürftigen“ Kindern. Ich habe selbst in solchen Schulen gearbeitet. Und ich lehne die Frühförderangebote an engagierten Kindergärten überhaupt nicht ab – ich glaube nur, dass die Kinder, die in der 9. Klasse noch nicht lesen können oftmals ganz andere Probleme haben als fehlende Frühförderung und dass wir unseren Kindern nicht die Zukunft verbauen, wenn wir ihnen die Frühförderangebote in Kindergärten „vorenthalten“. Fast jeder Schüler, den ich in Schulen für lernbehinderte oder verhaltensauffällige Kinder kennenlernte, hatte Probleme im Elternhaus, schwerwiegende traumatische Erfahrungen oder andere lebensbedingte Konflikte.

Eltern, die ihre Kinder bewusst zuhause betreuen, kennen ihre Kinder. Sie geben ihren Kindern die beste Frühförderung überhaupt: eine sichere, liebevolle Begleitung in vertrauter Umgebung.
Kinder lernen von Anfang an! Sie wollen, ja sie können nicht anders! Eltern, die mit ihren Kindern bewusst und in Verbindung leben, können ganz den Interessen der Kinder nachgehen, ihre Fragen beantworten und mit ihnen kreativste Sachen ausprobieren. So ein selbstgewähltes Leben ohne Kindergarten mit einfühlsamen Eltern „fördert“ meiner Meinung nach Kinder so individuell wie nur möglich…Für alle, die sich ein paar Vorlagen wünschen gibt es viele Materialien im Internet und ich empfehle z.B. diese tolle Seite mit Homeschool-Kindergarten Curriculum: http://lavendersbluehomeschool.com/ (Zwar alles auf englisch, aber das fördert ja gleich die Zweisprachigkeit…:)

Ein Leben ohne Kindergarten wird wieder modern. Es wagen sich immer mehr Eltern an diese Lebensform. Wenn ihr das Gefühl habt euch ohne Kindergarten wohler zu fühlen, dann probiert es aus! Wenn ihr eurer Kind nur aus den oben genannten 3 Hauptargumenten in den Kindergarten geben wollt, dann geht in euch und lasst die Ängste los! Es kann nichts passieren, es ist nichts Verantwortungsloses und ich glaube, solange ihr euch wohl fühlt und euch bewusst dazu entscheidet, ist es ein wunderbares Leben für euch und eure Kinder.

139 Kommentare

  1. Liebe Marietta,

    am Vorabend der Abmeldung unserer Tochter aus dem KiGa stolpere ich über deinen klugen Beitrag hier und möchte dir danken.
    Wir haben nun drei Monate lang versucht, unsere Tochter im Kindergarten anzudocken – leider mit mäßigem bis keinem Erfolg. Der Kindergarten brachte unserer Tochter keine neuen Impulse, sondern vielmehr entwickelt sie sich (in Bezug auf das gern unterstellte Lernen der „sozialen Kompetenz“) eher rückläufig.
    Angemeldet im Kindergarten haben wir sie im Angesicht genau dieser 3 Argumente oder gesellschaftlichen Ideen, die du beschreibst. Wir sahen uns auch einem gewissen Druck ausgesetzt und einer vagen Hoffnung, dass sich doch positive Effekte durch den Kindergarten einstellen können.

    Jetzt sind wir wieder bei uns und haben die Zweifel, die nicht unsere waren (was für ein schöner Satz von dir!) abgelegt. Die Kinder (zwei jüngere Geschwister sind noch dabei) bleiben (mindestens) bis zum Vorschlujahr daheim – und das ist für uns richtig so!

    Danke, dass du die Gedanken zum Thema so schön geordnet hast und uns bestärkst.

    Herzliche Grüße,
    Tina

    • Liebe Tina!
      Danke für deine Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass ich euch Mut machen konnte. Mittlerweile kenne ich immer mehr solcher Fälle, in denen es einfacher scheint, den Kindergartendruck abzulegen. Ich finde es so schön, dass ihr zu euch und eurer Tochter steht! Wunderschön und so stark!
      Liebe Grüße an euch! Marietta

  2. Liebe Marietta,

    bei der Suche nach Kontaktmöglichkeiten für uns als Familie, die ohne Kindergarten lebt, bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen und freue mich, dass es immer mehr Menschen gibt, die zu sich, Ihren Kindern und ihrer Lebensweise stehen können und das auch offiziell machen, um Anderen in einer ähnlichen Lage damit den Rücken zu stärken!
    Unser Sohn geht nicht in den Kindergarten, weil er das nicht will, und wir sind damit ziemliche Exoten – mit den üblichen Folgen: viele kommen mit den von Dir erwähnten drei Argumenten, andere würden vielleicht selbst gerne diesen Schritt wagen, tun es aber aus verschiedensten Gründen nicht und werfen uns im Prinzip vor, wir könnten uns das eben leisten, aber nicht jeder sei in dieser tollen Situation, und sie müssten halt zu zweit das Geld heranschaffen… Und wenn das alles nicht hilft, tun sie uns als „alternative Spinner“ ab. Uns hat das durchaus Nerven gekostet, unseren Sohn viele potentielle Freunde in seinem Alter, die jetzt durch ihre Eltern bewusst von ihm ferngehalten werden. Seit klar ist, dass er nicht in den Kindergarten geht, sind gute Bekanntschaften auch zu mir von anderen Müttern von einem auf den anderen Tag stillschweigend beendet worden. Sei’s drum. Unser Sohn hat uns die Augen über solche „Freundschaften“ geöffnet, indem er, als das eine Nachbarskind plötzlich auf der Straße von ihm ferngehalten wurde, wortwörtlich gesagt hat: „Ist doch nicht so schlimm, Mama. Wir haben doch gute Freunde, und wir werden ach wieder welche finden. Ich brauche die nicht, wenn die nicht wollen.“ Und wenn ich ihn, in einem Anflug von Zweifeln (die eigentlich eher von einer gewissen Resignation meinerseits ob der tagsüber im Winter oft verwaisten Straßen als von Äußerungen meines Sohnes herrühren), frage, ob er es doch einmal mit dem Kindergarten versuchen will, sagt er kategorisch „nein“ und will dann eben warten, bis seine Freunde abends nach Hause kommen oder am Wochenende da sind.
    Das Thema Kindergarten ist erledigt, und genauso werden wir es mit unserer kleine Tochter machen – sie wird wissen, was für Möglichkeiten es gibt und sich dann frei entscheiden.
    Liebe Grüße

    Sylvia

    • Liebe Sylvia,
      Danke für deine Rückmeldung! Auch wir kennen diese „Na wenn ihr es euch leisten könnt“ Kommentare…mittlerweile bin ich da nicht mehr so sensibel. aber es hat uns auch zweifeln lassen, ob wir uns diesen „Luxus“ überhaupt leisten dürften. Es sind unsere Kinder!!!! UNd sie sind so schnell groß – diese kostbare Zeit ist es mir wert! Macht weiter so, hört auf euch und eure Kinder, ich glaube, es ist ein großes Geschenk für euch alle!
      Liebe Grüße, Marietta

    • Liebe Sylvia! Kommt ihr zufällig aus Berlin oder Umland?
      Vielleicht können wir Mütter uns zusammen tun!
      Unser Sohn ist 5 und unsere Tochter bald 3 … und das Baby auch schon 1 Jahr alt!

      Vor allem für den Grossen wäre es so schön, mit anderen etwas gleichaltrigen Kindern zu spielen!

      Ganz liebe Grüsse an alle Mütter,
      die auf ihr Gefühl hören, UND die Möglichkeit haben,
      ihre Kinder ohne Kindergarten zu begleiten!!

      Eure Theodora

  3. Liebe Marietta,
    danke für Deine unterstützende Antwort, deren Aussagen ich nur voll zustimmen kann.
    Jetzt wollen wir, und das schließt ganz besonders unsere Kinder ein, glücklich sein und leben und nicht erst morgen oder übermorgen, als sei das Heute nichts wert, wenn man noch „Kind“ ist, und bestünde der Zweck der „Kindheit“ in einer Vorbereitung auf das „Erwachsenenleben“.
    Interessant finde ich, dass man heute im „Luxus“ lebt, wenn man „Hausfrau und Mutter“ ist und seinen Kindern ermöglicht, zu Hause zu sein, wann immer sie es wollen. Noch vor nicht allzu langer Zeit (auch noch, als ich im Alter meines Sohnes war), galt es als Luxus,für seine Kinder eine Betreuung zu haben, um beiden Elternteilen das Arbeiten in einem Beruf zu ermöglichen. In den Kindergarten gingen wir, ja, aber sporadisch, für wenige Stunden und dann, wann wir es wollten. Unsere Mutter (und oft auch unser Vater) war trotzdem zu Hause, und wir hatten dort immer eine Anlaufstelle… Nicht dass ich mir ein Urteil über Menschen anmaßen würde, die ihre Kinder in eine Betreuungseinrichtung zu geben, weil sie eben die Betreuung nicht selbst übernehmen wollen – und noch weniger über diejenigen, die es wirklich nicht anders einrichten KÖNNEN, ohne ganz erhebliche Einbußen in ihrem ohnehin schon nicht allzu hohen Lebensstandard hinnehmen zu müssen – denn das gibt es ja durchaus zur Genüge. Aber wie Du sagst, genauso wenig will ich für meine Entscheidung verurteilt werden. Ich finde, der Neid in unserer Gesellschaft wird immer größer, und oft spürt man, dass man um diese innere Freiheit, sich gegen eine sogenannte Karriere, die Pseudoemanzipation (so muss ich dieses Hinterherrennen von so vielen Frauen hinter patriarchalischen Idealen einfach nennen) und das damit verbundene ach so wichtige Ansehen zu entscheiden, durchaus beneidet wird.
    Ich wünsche mir, dass viele Menschen beginnen, einmal die Kinder zu fragen, was sie denn eigentlich am liebsten wollen und ihnen und ihrer Antwort einfach vertrauen, das sie Prioritäten im Leben neu überdenken, und beginnen, das Mütterliche (das nicht nur Frauen eigen ist) in sich wieder zu wecken und zuzulassen.
    Sicher würden dann auch die Vorbehalte der Generationen untereinander und das gegenseitige Unverständnis (das nicht selten eher Verachtung ist) viel geringer werden. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder das Alter eines Menschen für eher irrelevant halten, sofern es um das Knüpfen von Freundschaften geht. Auch unser Sohn hat Freunde im Alter von wenigen Monaten bis über achtzig Jahren. Er ist sich zwar bewusst, dass manche davon eher in seinem Alter, manche im Alter seiner kleinen Schwester, in unserem Alter, dem seiner Großeltern oder noch älter sind und handelt auch danach, wo es erforderlich ist (bei seiner kleinen Schwester ist er bz.B. sehr fürsorglich und passt auf sie auf, unseren fünfzigjährigen Nachbarn kann er unendlich viele Fragen stellen, und mit einem über achtzigjährigen Bekannten, der nicht mehr der Rüstigste ist, würde er nie einen kleine Ringkampf beginnen, so wie er es mit dem Nachbarsjungen oder seiner fitten Oma manchmal tut). Aber es gibt keine Ausgrenzung – weder von Jüngeren noch von Älteren, und das ist wunderbar zu erleben.
    Zu einem Argument, was man oft zu hören bekommt, will ich noch etwas sagen. Oft wird gesagt, ein Kind könne nicht unabhängig werden, wenn es nicht in den Kindergarten gehe, und das möglichst beizeiten.
    Interessanterweise bekommen wir, wenn jemand mit unseren Kindern zu tun hat, genau das Gegenteil zu hören, nämlich, dass sie so erstaunlich unabhängig und eigenständig seien. Ich glaube, dass frei und sicher gebunden aufwachsende Kinder genau das bestätigen, was die moderne Hirnforschung auch herausgefunden hat, nämlich dass nur die enge, zuverlässige Bindung, großes Vertrauen und die Chance für das Kind, aus eigenem Antrieb sukzessive aus der engen Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen herauszutreten wie auch bei Unsicherheit wieder dahin zurückkehren zu können, wirklich freie, eigenständige und beziehungsfähige „erwachsene“ Menschen hervorbringt.
    Wie heißt es so schön: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“ und auch nicht, wenn man seine Wurzeln untergräbt und es aus der Erde heraus zu schieben versucht – man richtet damit nur Zerstörung an.
    Liebe Grüße und danke für diese Möglichkeit des Austauschs!
    Sylvia

    • Ich kann dir nur zustimmen, liebe Sylvia!!

      Vielleicht kann ich dich auch ausserhalb dieses Forums kennen lernen?!

      Liebe Grüsse,
      Theodora

      • Liebe Theodora

        Wir wohnen in dresden und unser Sohn ist drei. Wenn du möchtest und noch nach anderen Eltern suchst deren Kinder z hause sind dann kannst du dich gerne bei mir melden.

        LG
        Anja

        • Liebe Anja,
          Wir kommen ebenfalls aus Dresden und freuen uns immer über neue Kontakte.Meine Tochter wird im demnächst 4 und es gibt für uns nichts Erfüllenderes,als unseren Tag gemeinsam zu verbringen und die Welt mehr und mehr zu erkunden….
          Lust auf gemeinsame Abenteuer?
          Alles Liebe und vertraut auf eure Intuition!

          • Hallo wir wohnen in Dresden Coschütz/Gittersee und suchen Kontakt zum quatschen, kaffeetrinken und spielen (Sohn ist 3)

          • Hallo Kalinka und alle anderen Eltern aus Dresden, deren Kinder nicht in den Kindergarten gehen,
            wir wohnen auch in Dresden (Plauen) und unser Sohn (4) geht auch nicht in den Kindergarten. Vielleicht können wir uns mal treffen? Wir würden uns freuen!
            Herzlich
            Franziska

        • Hallo Anja und Kalinka,

          wir wohnen auch in Dresden (Plauen) und unser Sohn (4) geht auch nicht in den Kindergarten. Vielleicht können wir uns mal treffen? Wir würden uns freuen!

          Herzlich

          Franziska

          • Hallo Franziska
            Wir können uns auch gern mal treffen :) (Fichteparkspielplatz?)
            Melde dich mal (Juli-lianna(a)outlook.com)
            LG Julia

        • hallo ihr lieben,

          wir wohnen auch in dresden.
          ich bin kurz davor meine tochter (sie wird im juli 4) vom kindergarten abzumelden.
          ..mein bauchgefühl sagt es einfach! ich bin auch gerade in elternzeit (3 jahre)..
          ich würde mich freuen, wenn sich jemand bei mir medlet und wir uns kennenlernen können!

  4. Hallo liebe Marietta,
    ich bin so glücklich und erleichtert endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben! Man steht ganz schön alleine da wenn man nicht alles so macht wie ALLE WELT! Ständig diesem Druck ausgesetzt von allen Seiten, es ist fürchterlich. Meine Tochter ist inwzischen 5 Jahre alt. Wir haben es immer wieder mit dem Kindergarten versucht, aber es fühlt sich so falsch an. Ich weiss auch nicht warum ich mein Kind abgeben soll, wenn ich zuhause bin? Das passt nicht zusammen. Ich habe das Glück am Wochenende arbeiten zu können, wenn mein Mann daheim ist. Die Kindergarten Zeit hat vieles durcheinander gebracht. Meine Tochter war nicht mehr sie selbst, die Harmonie war nicht mehr da. Bei mir nicht und auch bei ihr nicht. Es war der reinste Streß! Nun sind wir das letzte Jahr vor der Schule und es wird schon wieder permanent Druck und Streß gemacht, wegen dem Vorschuljahr. Erst letzte Woche habe ich wieder einen Kindergarten Start gewagt. Nachdem ich nun diese Seiten gelesen habe, ist meine Entschlossenheit ohne Kindergarten auszukommen wieder voll da 😉 , vielen Dank!!!
    Liebe Grüße Melli

    • Liebe Melli!

      Mensch, wie oft höre ich das jetzt – immer dieser Druck und diese Zweifel. Ich kann dich so gut verstehen und steckte selbst in argen Zweifeln. Das kommt einfach immer wieder, wenn man etwas so „extrem“ anders macht. In Sachen Kindererziehung ist man leider viel schneller „extrem“ als in anderen Bereichen. Ja, das Schulalter steht uns auch noch bevor und ich frage mich auch, wie wir es lösen. Gibt es bei euch eine Freilerner-Gruppe? Da sind auch oft Kinder ohne Kindergarten drin…
      Bleibt euch treu!
      Alles Liebe, Marietta

      • Hallo Marietta,
        nein leider gibt es bei uns keine Freilerner Gruppe. Man steht wirklich ziemlich alleine da. Ich bin nur gespannt wie die Schule dann reagieren wird. Aber meine Tochter ist frei und sehr interessiert an allem. Für mich hat sich der Kindergarten erledigt. Ich sehe das jetzt als Experiment ;), wenn alles gut gegangen ist werde ich auch den bisherigen Kindergärten das mitteilen. Wobei ich den letzt besuchten Kindergarten wirklich loben muss. Es war ein Dorfkindergarten, die Erziehrin hat mich nett ausgelacht und meinte sie selbst war auch nie in einem Kindergarten und aus ihr wurde trotzdem was. Sie war sehr locker und offen. Die Kinder wurden alle punkt 12 Uhr von ihren Eltern abgeholt. Das fand ich sehr schön! Die Erzieherin meinte ich soll mich nicht verrückt machen und meine Tochter entscheiden lassen, was mich auch sehr erstaunt hat! Habe oft genug gehört das man selbst gegen den Willen des Kindes hart bleiben soll, was wirklich grausam war :( . Oder Ratschläge:“ Nein da musst Du jetzt durch, sonst hast du verloren……“, wenn das Kind brüllt wenn du gehst. Ich sehe viele Kinder die tatsächlich resigniert haben. Ganz schlimm.
        Meine Nachbarin zum Beispiel denkt das meine Tochter noch in den Montessori Kindergarten geht. Ich erzähle das nicht freiwillig das sie inzwischen nirgendwo hingeht 😉
        Aber das Lustige daran ist eigentlich, jedesmal wenn die Nachbarin uns im Garten sieht, staunt sie immer wieder wie lebendig und fröhlich meine Kleine ist! Und das finde ich ist genau das was so vielen Kindern heutzutage fehlt. Diese ungewzungene kindliche, ausgelassene Freude! Das Interesse an kleinen schönen Dingen, die Bewunderung der Natur usw…….
        Ich könnte noch soviel schreiben, beim nächsten Mal, meine Tochter ruft 😉
        Liebe Grüße Melli

        • Hi Marietta, muss einen kleinen Zwischenbericht schicken 😉
          Da meine Tochter sehr interessiert ist und ständig nach der Schule fragt, hab ich mir überlegt einfach mal unverbindlich in der Schule nachzufragen wegen vorzeitiger Einschulung. War mit meiner Kleinen dort und hatte ein Gespräch mit der Schuldirektorin. Natürlich kam die Kindergarten Frage auf, war auch nicht anders zu erwarten. Aber ich wurde mit so einer herablassenden Frechheit angeredet, was mir überhaupt einfällt mein Kind so zu isolieren und vom Kindergarten Alltag abzuhalten! Sie fände das überhaupt nicht gut was ich da mache!
          Ich war erstmal sprachlos und eigentlich wieder ziemlich wütend über so eine dumme Aussage. Bis ich ihr mitgeteilt habe ob sie allen Ernstens meint ich würde mein Kind Zuhause einsperren und jegliche Kontakte untersagen? Nur weil sie keinen Kindergarten besucht heisst es nicht das sie keinen Kontakt zu Kindern hat. Zum Schluss meinte sie aber dann plötzlich nachdenklich das meine Tochter ein sehr aufgewecktes und aufgeschlossenes Mädchen ist. Im nachhinein hab ich mich wieder mal sehr geärgert, weil man in diesen Momenten oft nicht die richtigen Wörter parat hat. Hinterher weiss man meistens besser was man noch hätte antworten wollen. Naja, auf jeden Fall warten wir bis nächstes Jahr mit der Einschulung, weil wir sowieso den Anmeldetermin verpasst haben. Dafür hatten wir vor ein paar Tagen mal ein positives Erlebniss! Zum ersten Mal muss ich sagen, man kann`s kaum glauben! Ein älterer Herr hat uns bzw. meine Tochter auch wieder gefragt ob sie denn in den Kindergarten geht. Manchmal hab ich das Gefühl die Leute wissen sonst nichts mit kleinen Kindern zu reden, ausser über den Kindergarten. Also bei uns ist das zumindest immer Thema Nummer Eins. Wir haben verneint. Ich hab gleich wieder mit der üblichen Reaktion gerechnet. Plötzlich sagt dieser ältere Herr:“ Ja Respekt! Das find ich toll! Sowas erlebt man heutzutage eigentlich nicht mehr!“ Ich dachte ich bin im falschen Film. Mein Mann sah mich ganz verdutzt an :) Das tut mal richtig gut zu hören und bestärkt einen wieder aufs Neue!
          LG Melli

          • Liebe Melli,

            das klingt ja schön! Wir haben nun auch immer öfter überraschende Aussagen von anderen. Neulich meinte eine ältere Frau: Wir waren auch nie im Kindergarten und aus uns ist auch was geworden!
            Mein Papa meinte als Kind, dass ihm die Kinder im Kindergarten immer Leid tun, denn „die müssen immer Mittagsschlaf machen!“:)

            ich glaube, in 10 Jahren werden wir darüber schmunzeln können, was uns alles an den Kopf geknallt wird:)

            Alles Liebe für euch und danke für deine spannenden Berichte!
            Marietta

  5. Liebe Vorrednerinnen,
    ich finde es wirklich toll, dass ihr euren Weg so konsequent geht. Ich bin eine „Kindergartenmutter“ aber ich bewundere es sehr, wie ihr gegen diese Wiederstände kämpft, von denen mir nicht klar war, dass sie so stark sind. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Freilerner. Mein Sohn ist jetzt vier Jahre alt und ich glaube nicht, dass ich den Mut habe meinen Sohn auf eine Schule zu schicken, wo gar nichts vorgegeben wird (zumal er dann jeden Tag einen zweistündigen Schulweg hätte), ganz zu schweigen davon, ihn gar nicht in die Schule zu schicken. (Ich versuche dennoch intensive eine „gute“ Schule zu finden, in der Kinder und ihre Entwicklung sehr indiviguell betrachtet werden und die Beziehung im Vordergrund steht). Aber vielleicht wäre das ein Thema für euch. Die Bücher von André Stern („…und ich war nie in der Schule“) und Gerald Hüther seien hier genannt. Es ist nur eine Idee, als Gedankenanstoß gedacht. Denn oft sind wir so gefangen in dem Denken über den scheinbar einzig möglichen Weg, dass wir auf die naheliegenden Ideen gar nicht kommen :-) Ihr seid ja schon einen bedeutenden Schritt weiter, indem ihr euch aus Überzeugung so sehr gegen den Mainstream stellt. Ich finde es toll, dass ihr euch so wohltuend von den beiden gebräuchlichen Positionen „Kindergarten“ oder „Mutti am Herd“ unterscheidet und wünsche euch auf eurem nicht immer einfachen Weg weiterhin alles Gute.
    Bärbel

  6. Liebe Marietta,

    schön dass es diesen Beitrag gibt. Ich bin sehr gerne intuitive Mutter, musste allerdings durch meine verkorkste Kindheit diese erst als normal erkennen lernen. Meinem Sohn (fast 8) danke ich dafür von ganzem Herzen, denn er ist ein Kämpfer und sorgt immer noch dafür, dass ich mein Handeln hinterfrage. Das Schicksal meint es gut mit mir. Ich habe einen wunderbaren Mann, der mit mir immer alles aufs neue reflektiert, drei tolle Kinder (fast 8, fast 5 und gerade 2) und ich bin immer wieder auch an helfende Menschen, die Mut machen und an gute Literatur geraten, die nicht nur das Elternwohl sondern vor allem das Wohl der Kinder und deren artgerechte Großziehung im Focus hatten. Jesper Juul ist einer davon, wunderbar seine Bücher.
    Mein Sohn war in genau 3 Kindergärten. Im ersten war es so schlimm für uns, dass ich nach 5 Tagen gesagt habe, zu Hause sein kann nicht schlimmer sein. Der 2. war ein Waldkindergarten. Der einzige wirklich Gute, den ich je erlebt habe (Vielleicht sollte ich jetzt erwähnen, dass ich selber Erzieherin gelernt habe.). Diesen mussten wir noch in der Schnupperzeit wegen Umzug aufgeben. Der dritte Kindergarten war wieder ein Desaster. Weil ich freie Hand bei der Eingewöhnung und „alle Zeit der Welt“ bekommen habe, machte ich es sehr langsam und behutsam. Leider deckten sich diese Vorstellungen nicht so ganz mit denen der Erzieher und man wollte mir nach 6 Wochen, wovon mein Sohn 2 krank war ( heute bin ich sicher, wegen dem Kiga), mit der Erziehungsberatung kommen. Mit meinem Sohn hat man bis dato seine Ängste nicht ansatzweise besprochen.
    Danach war das Thema Kiga für uns durch. Er konnte sich super mit fast 7 lösen und ist vom ersten Schultag an ohne Probleme gegangen, einfach weil er soweit war. Er hat seine Entwicklungsschritte alle altersentsprechend durchlaufen, weil ich ihm die Rahmenbedingungen geschaffen habe, nicht mehr und nicht weniger.
    Mit meiner 4 jährigen Tochter war es so, dass sie immer mitbekam, wie die Nachbarstochter in den Kiga ging und sie hat mich ein halbes Jahr lang bequatscht, dass sie in denselbigen gehen will. Ich selber wollte es eher nicht. Da ich den starken Wunsch meiner Tochter respektiere und auch dass sie so hartnäckig dafür kämpfte, gab ich, als sie fast 4 war, nach. Das ist jetzt ein Jahr her. Sie ging gerne wegen der Nachbarsfreundin und weil sie selber nett behandelt wurde. Sie hatte immer wieder allerdings auch Probleme mit dem Umgang der nicht so „braven“ Kinder und ich hatte diese auch. Sozial hat sie auch eher Rückschritte gemacht. Trotz meiner Unzufriedenheit wollte sie weiter dorthin, und da die Veränderungen noch im Rahmen waren, tolerierte ich ihren Wunsch. Jetzt sind wir kürzlich umgezogen und sie hat es nicht leicht. Sie hat Heimweh und vermisst ihr altes Zuhause, den alten Wohnort und auch den Kiga.
    Im neuen Kiga findet sie es schön, dennoch will sie nicht ohne mich dort bleiben. Da eine langsame Eingewöhnung, wie meine Tochter sie gerade jetzt bräuchte, nicht mit der Einrichtung vereinbar ist, habe ich jetzt kurzerhand beschlossen, dass eine gute Erdung am neuen Ort mit der Basis Mama wichtiger ist als die Reizüberflutung mit sozialen Kontakten Gleichaltriger. Wohin unsere Reise bezüglich Kiga noch gehen wird, weiß ich nicht, bin jedoch bereit, diesen Weg im Einklang mit meiner Tochter zu gehen. Was unser 3. Kind angeht … . Wir lassen uns überraschen.
    Es ist sehr schwer, gegen den Strom zu schwimmen. Die Nachbarn sind noch so eine Sache. Besonders schlimm finde ich das ewige Rechtfertigen und Erklären gegenüber Freunden und der Familie (Ich will noch lernen, dass ich dies nicht tun muss :-)). Wenn unser Sohn mal wieder „schwierig“ ist (also der Entwicklung entsprechend völlig normal wie zig andere Jungs auch), dann liegt das natürlich daran, dass er nicht im Kiga war. Aber diese Art von Argumenten kenne ich ja schon zur genüge aus meinen langen Stillzeiten.
    Trotz all dieser Schwierigkeiten kann ich sagen: Es lohnt immer wieder, auch mal nicht mit der Norm zu gehen.

  7. Hallo Marietta,

    ich bin per Zufall auf Deinen Beitrag zum Thema Kindergarten gestoßen, da wir bei unserer bald 3 jährigen Tochter darüber nachdenken, ob sie überhaupt in den Kindergarten gehen soll. Bis vor wenigen Monaten war das eine Selbstverständlichkeit für mich und unsere Tochter hatte zu ihrem zweiten Geburtstag bereits einen Platz gehabt.

    Doch meinen Mann überkamen Zweifel: „Sie kann ja noch garnicht sprechen und mir mitteilen, wenn ihr im Kindergarten etwas schlechtes widerfahren ist. Ich finde 2 Jahre zu früh.“ Wir verzichteten auf den Kindergartenplatz und wollten es erst einmal mit einem Mini-Kindergarten versuchen. Zwei Tage die Woche jeweils 3 Stunden. Damit sie mehr Kontakt zu Gleichaltrigen hat. Die Einrichtung machte einen guten Eindruck und wir hatten die Zusage, dass kein Kind in der Eingewöhnung länger wie 5 Minuten weinen muss und man uns sofort anruft, damit wir sie holen kommen.

    Wir sind dann mit unserer Tochter kurz vor ihrem zweiten Geburtstag auch dorthin und mussten erst einmal beobachten, wie ein anderes Kind, dass nicht dableiben wollte schreiend von seiner Mutter getrennt wurde und auch später noch weinte und am Fenster saß, um auf seine Mutter zu warten. Das erschütterte unser Vertrauen. Am dritten Tag sind wir selbst dann das erstemal für 1 Stunde gegangen. Unsere Tochter schrie wie am Spieß und klammerte sich an mich. Aber ich bin gegangen, weil mir jeder sagte, dass sei normal und da müsse sie durch. Wie wir wieder zurück kamen, weinte sie nicht mehr und war auch mitten im Geschehen. Sie sah aber nicht glücklich aus und sagte mir zu Hause, dass sie da nicht wieder hin will. So kündigten wir auch den Minikindergarten und wollten dann eigentlich im August 2015, wenn sie deutlich über 3 ist, mit dem Kindergarten loslegen.

    Doch jetzt meldete sich mein Mann wieder. Er ist ja im Moment mit der Maus zu Hause und könnte auch weiter bei ihr bleiben. Er äußerte dabei folgende Bedenken: Im Kindergarten sind viel zu wenige Betreuer für die vielen Kinder, dort gehen die individuellen Bedürfnisse unter. Und wer nicht in die Form passt, wird einfach durchgepresst. Hier zu Hause kann ich mich aber komplett auf ihre Bedürfnisse einstellen. Und ich muss sagen, dass tut er auch. Wenn sie wach ist, beschäftigt er sich ausschließlich mit ihr. Und macht den Haushalt, soweit möglich, nur wenn sie schläft. Ich muss dann zwar Abends noch mit anpacken, aber ich beobachte, dass wenn wir dann Nachmittags nach der Arbeit mit unserer Kleinen unterwegs sind (2-3 Termine in der Woche), sie durch eine überdurchschnittliche Sozialkompetenz auffällt, nach einer kurzen Aufwärmphase begeistert mit den anderen Kindern spielt und auch zu Menschen die älter sind wie sie, schnell Kontakt knüpft.

    Nun hatten wir vor wenigen Tagen ein Schlüsselerlebnis, dass mich in Punkto Kindergarten ins Schwanken brachte. Unsere Tochter war auf einem Kindergeburtstag. Sie war das einzige Mädchen, zusammen mit drei Jungs. Ihr Freund, mit dem sie normalerweise sehr schön spielt, war jedoch außer Rand und Band. Man sah ihn eigentlich nur mit den anderen Jungs Sachen durch die Gegend werfen und sich um das Spielzeug streiten. Ermahnungen der Eltern halfen wenig. Unsere Tochter konnte damit nichts anfangen, sagte die wären ihr zu wild, nahm ein Buch und setzte sich erst mal auf das Sofa lesen. Die Eltern des Geburtstagkindes äußerten sich hierzu zwiespätig: Einerseits nannten sie gegenüber ihrem Sohn unsere Tochter als gutes Beispiel, kritisierten aber, dass sie sich nicht ins Getümmel stürzte. „Sie ist halt noch nicht im Kindergarten, das merkt man sofort.“ Später wie die zwei Rabauken weg waren, spielten unsere Tochter und das Geburtstagskind wieder einträchtig.

    Mein Mann kommentierte das wie folgt: „Das spricht ja unheimlich für die Erziehungsarbeit des Kindergartens. Da sind die Kinder den Großteil des Tages und dann kommt da soetwas raus.“ Ich meinte: „Bei einem schlechten Elternhaus kann auch ein Kindergarten nichts ausrichten.“ Aber dem konnte er sich nicht anschließen: „Unter die Woche sind diese beiden Jungs öfters im Kindergarten, wie bei ihren Eltern, da müsste doch irgendetwas hängen bleiben!“ Und: „Wenn Du solche Störenfriede hast, dann kümmern sich die Erzieher nur um die, um sie im Zaum zu halten und vernachlässigen die Kinder mit gutem Benehmen.“ Oder: „Doch schicke ich sie dann drei Stunden hin, damit sie spielt und sie lernt nur dummes Zeug und muß sich gegen die Boshaftigkeiten solcher Kinder wehren.“

    Da fing ich an nachzudenken. Denn ich möchte meiner Tochter auf keinen Fall etwas vorenthalten. Und ich habe Angst, wenn ich sie zu Hause lasse, dass sie später darunter leidet, weil ich ihr die Spielzeit im Kindergarten mit Gleichaltrigen genommen habe. Mache mir Sorgen, dass sie dann sozial unterentwickelt ist oder nach der Einschulung unnötig Stress hat, weil sie neben dem Schulstoff auch das erste Mal mit dem „schlechten der Welt“ konfrontiert wird.

    Deshalb hat mir diese Homepage Mut gemacht, weil ich jetzt weiß: Wenn ich sie jetzt wirklich nicht in den Kindergarten schicke und bis zur Vorschule bzw. Schule zu Hause behalte, bin ich nicht total verrrückt. Es gibt Menschen die auch diesen Weg gegangen sind.

    Und es bleibt mir an dieser Stelle nur die Frage: Wie habt Ihr Mütter die Eure Kinder zu Hause behalten haben, den Tag verbracht, was habt Ihr so unternommen? Ich habe zwar eben gerade versucht mir diese englische Homepage durchzulesen, aber dafür ist mein Englisch leider nicht gut genug. Wie oft hatte Euer Kind dann die Woche trotzdem noch Kontakt zu anderen Kindern?

  8. Hallo Katharina, ich habe sehr ähnliche Erfahrungen bezüglich Kindergarten erlebt. Meine Tochter ist inzwischen gute 5 Jahre alt und ich betreue sie zuhause. Ich verbringe die Zeit mit ihr fast täglich gleich. Wir erledigen vormittags die Hausarbeit, kochen oder backen auch ab und zu zusammen. Nachmittags gehts dann raus oder zum einkaufen je nachdem was gerade nötig ist. Bisher besucht sie 1-mal die Woche Ballett Unterricht. Es ist wirklich nicht immer leicht damit klarzukommen wenn man wieder von allen Seiten angegriffen wird deswegen. Aber ich finde man sollte wirklich auf sein Bauchgefühl hören, nur dann geht es Dir gut! Was mir sehr geholfen hat war das wunderschöne Buch vom Neufeld/ Mate. „Unsere Kinder brauchen uns“. Kennst Du das? Liebe Grüße Melli

    • Ich habe das Buch auch gelesen kann ich nur sagen liebe Eltern liest es bitte!!

      Dagmar Neubronner arbeitet mit Gordon Neufeld zusammen,sie zeichnen viele Videos auf,die man sich unbedingt ansehen sollte.

      D.Neubronner ist auch bekannt geworden durch ihre Söhne die nie in der Schule waren.

      Wir Eltern sollten unbedingt wieder anfangen natürlich zu denken und zu fühlen wir haben es vor langer Zeit verlernt.Die Zeit ist dazu reif…

  9. Hallo Melli,
    vielen Dank für den Buchtipp. Vielleicht bestelle ich mir das Buch ja mal.
    Das mit den angriffen verstehe ich. Jeder der unsere Tochter jetzt trifft, sagt dass sie „reif“ für den Kindergarten ist und das es Ihr gut tun würde. Sobald ich anklingen lasse, dass das Kind aber nicht will, stoße ich auf Wiederstand. Kindergarten wäre ein Muss in Sachen Sozialkompetenz. Dann komme ich ins schwanken. Zumal ich jetzt erfahren habe, dass mein Vater auch als Kind nicht in den Kindergarten wollte und heute durch sehr geringe Sozialkompetenz glänzt.

    Gleichzeitig beobachte ich die Enkelkinder unserer Nachbarn. Das eine Mädchen ist erst mit 5 in den Kindergarten und glänzt im Vergleich zu Gleichaltrigen durch ein Übermaß an Höflichkeit und gutem Benehmen. Sicherlich war die Kleine im Kindergartenalter etwas „menschenscheu“, aber mittlerweile hat sich das gelegt. Auch die Mutter des Kindes war übrigens nicht im Kindergarten und ich empfinde sie als sehr freundlich und sympatisch.

    Hinzu kommt auch meine eigene Kindergartenerfahrung. Man hatte mit Sicherheit wunderbare Spielmöglichkeiten und ich bin aus meiner Sicht gerne dort hingegangen, doch ich erinnere mich auch daran, wie ich an meinem ersten Kindergartentag die grundlose Boshafigkeit der anderen Kinder kennenlerne musste. Ich war neu, schob meinen Puppenwagen durch den Raum dafür ausgelacht und gehänselt. Das konnte ich nicht nachvollziehen, war aber ein Muster, dass so immer wieder auftrat und ich als sehr unangenehm enmpfand. Und ich weiß nicht, ob ich das meiner Tochter jetzt schon antun möchte.

    LG,
    Kathryn

  10. Liebe Katharina,
    Danke für deinen Kommentar. Deine Frage stellen mir viele, ich glaube, da muss ich mal einen extra Beitrag machen. Nur so viel: Unsere Tochter hat eigentlich täglich Austausch mit anden Kindern, da ihre Freunde im Haus wohnen und sie sich selbstständig besuchen können und wir Tageseltern sind und noch 3 weitere Kinder mit betreuen…ich hatte allerdings auch mal eine Phase, da kam es mir zu wenig Kontakt zu andern KIndern vor und ich bat das Leben um Kinder und vertraute darauf, dass die richtigen Kinder sich finden…und es war so. Da gibt es wahrscheinlich nicht DIE Lösung, so wie man ja auch wahre Freunde nicht nur in Schule oder Arbeit kennenlernt sondern eben ganz per „Zufall“. Vielleicht hilft es euch, wenn ihr enfach darin vertraut, eurem Herz zu folgen und sich die Freunde für euer Kind dann finden werden.
    Traurig bin ich natürlich auch, dass es nicht mehr die Banden gibt, die frei und ohne Eltern auf Wiesen toben. Jedenfalls nicht in der Woche zu Arbeitszeiten, wo alle Kinder in Einrichtungen stecken.
    Geht euren Weg, lebt EURE Wahrheit, nur so könnt ihr damit glücklich werden!
    Alles Liebe,
    Marietta

  11. Das ist ja soo wundervoll !!! Nie hätte ich zu träumen gewagt dass es euch gibt :mütter die ihre kinder bei sich lassen!! Mütter die sich das trauen. Mit einem Kleinkind vormittags draussen ist nicht leicht. Wildfremde Menschen von der Kassiererin bis zur oma stellen die gleiche frage „nicht im Kindergarten heute hmm?!“ schrecklich.
    Mein großer sohn er ist fünf, hat von ersten Kindergartentag bis heute jeden einzelnen tag im Kindergarten gehasst. Jeden Morgen die gleiche bitte:“bring mich nicht hin. Bitte! Es macht mir da keinen Spaß. “ er war eigentlich ständig krank. Was er aber genoß. Mein kind freute sich über eine doppelseitige Mittelohrentzündung weil er dann nicht in den Kindergarten musste. Und ich war zu feige ihn zu helfen. Hab gehört wenn sie mir sagten wenn ich ihn rausnähme wäre das furchtbar für seine Entwicklung. Durchhalten. Es wird besser. Wurde es nicht. Nun sollte meine Tochter starten im Sommer. Ich wollte den platz ablehnen. Nun macht der Kindergarten druck. „wissen sie was sie ihr damit antuun?!?! Sie nehmen ihr alles!!“ bis grad eben war ich am Boden. Sollte mein herz so falsch liegen? Schade ich ihr damit? Und dann traf ich auf dieses forum.. Und das tut so gut.
    Ich hab meine kinder gern bei mir. Ja ich liebe es. Liebe es mit Ihnen unterwegs zu sein, wir gehen 2x die Woche zum kinderturnen,.. Nachbarskinder und kinder innerhalb der Familie gibt es auch. Was soll so schlimm sein wenn sie nicht zum Kindergarten geht oder erst später??? Was für ein recht haben die erzieher überhaupt darein zu reden??? Ich glaube hier hab ich nun zum ersten Mal gelesen dass es leute gibt die das durchziehen und auf ihr Herz hören

    • Liebe Laniti,

      Mensch, wie gut dass du schreibst. Na klar gibt es noch Kinder ohne Kindergarten und zwar eine ganze Menge. Und soll ich dir was sagen? Jedes einzelne, welches ich persönlich kenne, strahlt, wirkt gesund, munter, glücklich, neugierig und einfach lebendig! NIX SCHLIMMES passiert. Diese Angstmache hemmt doch nur dein Bauchgefühl. TU WAS DU LIEBST! UNd wenn du es liebst, mit deinen Kindern zu sein, dann sei es! Deine Kinder wollen gesehen und geliebt sein – steh zu dir und deinem herzen. Du bist eine ganz wundervolle Mama die genau weiß, was ihre Kinder brauchen! Hör auf dich und sie!
      Alles Liebe, Marietta

  12. Bei uns ist gestern der Brief vom Kindergarten ins Haus gekommen. Ab August hätte sie jetzt theoretisch einen Platz. Da wäre sie 3 Jahre und 3 Monate alt. Wir müssen jetzt also die Entscheidung wirklich ja/nein treffen. Im Moment sagt unsere Kleine sie will nicht in den Kindergarten, sondern bei Mama und Papa bleiben. Ich sagte zu ihr: „Aber da sind doch andere Kinder mit denen Du spielen kannst und Du weißt doch gar nicht wie es da ist.“ Aber sie sagt: „Ich war im Mini-Kindergarten und da war es nicht schön!“ Sie erinnert sich also noch klar und deutlich. Deshalb wollen wir uns den Kindergarten nochmal gemeinsam anschauen und sie dann entscheiden lassen. Doch ich glaube ich kenne ihre Antwort schon, denn sie hat einen starken Willen. Mein Herz sagt mir: „Sie ist ein eigenständiger kleiner Mensch und ich darf sie nicht zu etwas zwingen.“ Doch dann kommen andere Menschen und antworten: „Und wenn sie dann in die Schule muss und nicht will, was machst Du dann?“ Deshalb beruhigen mich deine Worte Marietta, wo Du berichtest, dass die Kinder ohne Kindergarten die Du kennst strahlt, gesund, munter, glücklich, neugierig und einfach lebendig wirken. Und genau das möchte ich meiner Tochter bewahren: Denn im Moment ist sie ein kleiner Sonnenschein. Munter, will, aufgeweckt und glücklich. Manchmal schon fast zu munter: Denn wir treffen uns regelmäßig mit anderen auf einer Kinderfarm. Während die anderen gleichaltrigen Kinder, die alle im Kindergarten sind, brav auf ihrem Popo sitzen und stundenlang Sand schaufeln, erkundet meine Kleine das Gelände und will ständig alles anschauen. Da habe ich dann halt schon manchmal Sorge wie das mit der Schule werden soll, weil sie da auch ruhig halten muss. Auf der anderen Seit haben wir am Wochenende Muffins gebacken und sie saß ewig bei mir auf der Arbeitsplatte und hat mir „geholfen“.
    Ich hoffe wir werden jetzt den Weg finden, der für uns der richtige ist.

    Liebe Grüße,
    Katharina

    • liebe Katherina! … nur ganz kurz, denn meine kleine Tochter ist wach geworden und liegt in meinen Armen! …
      … Wie sieht es denn bei euch in der Nähe mit „freien Schulen“ aus?

      Viele Grüsse!

      Dora

  13. Also WIR haben tatsächlich den platz für meine Tochter abgelehnt. 2015 wird NICHT ihr Kindergartenjahr. Das gab richtig Gegendruck von Kindergarten.
    Meinen sohn hatte ich jetzt mit den Osterferien fast 2mon beurlaubt und er blüht auf. Isst wieder richtig, schläft gut ist glücklich. Der Unterschied ist so gravierend dass ich sogar mit dem Gedanken spiel ihn ganz raus zu nehmen. Im Sommer kommt er eh in die Schule. Das Umfeld schlägt hohe Wellen. Von wegen „und was wenn er auf schule auch keine lust hat?“ ja das wäre schlecht aber es wird auch nicht besser wenn er bis zur schule sich noch in den Kindergarten quält. Wir hatten so eine wunderbare zeit jetzt ohne Kindergarten!!!!

  14. … Da treffe ich nun tatsächlich auf dieses Forum, wie schön! Ich bin erst seit wenigen Tagen auf die Idee gekommen, mal online zu recherchieren, ob es Gleichgesinnte gibt!
    Ich finde dieses „Lebens-Thema“ sehr interessant, auch unser Sohn geht nicht in den Kindergarten (gerade 5 geworden) und unsere Tochter
    (2 1/2 Jahre alt) schon gar nicht.

    Aber da wir noch ein Baby von bald 8 Monaten haben, wird die Situation dann doch anders. Denn so sehr ich es liebe, dass unser Sohn bei uns ist, und so sehr ich es liebe, dass meine Tochter, hoffentlich noch mind. bis sie 3 1/2 / 4 Jahre alt ist, ständig und immer bei mir ist, ist es doch sehr, sehr schwer, da ich ja noch ein Baby habe und es ständig an mir trage, windelfrei ! und so gut es geht selbstbestimmend – dies galt und gilt für alle meine Kinder.
    Dazu kommt noch, dass wir in der Grossstadt Berlin leben – für junge Kinder zum Teil anstrengend, auch wenn unser Kiez viele Grünflächen und viele Kinderspielplätze hat und soweit auch ein wirklich schöner „Kiez“ ist, ist es doch ganz schön traurig, dass auf dem Spielplätzen – wenn überhaupt noch – nur Kindergartenkinder (mit ihrer Gruppe) anzutreffen sind, die im Übrigen sehr selten mit „fremden“ Kindern spielen oder halt GAR KEINE Kinder mehr da sind.
    Unser Sohn ist sehr kommunikationsfreudig und er ist ein sehr fröhlicher und sehr lieber Kamerad, doch …
    … als Nicht-Kindergartenkind ist er „raus“ aus dem Kreis der Kinder-Freunde, die sich regelmässig sehen, auch ausserhalb der Kindergartenzeit. Das macht ihn sehr, sehr traurig.

    Hier in Berlin ist das sehr stark ausgeprägt, dass „man“ sehr viel Zeit verbringt mit seinen Kindergarten-Kinder, auch ausserhalb der Kindergartenzeit. Da wir aber in der Stadt leben, auch wenn unser Kiez noch so nett ist, ist es doch nun mal eine Grossstadt und damit auch sehr anonym.
    Das heisst, natürlich haben wir Gott Sei Dank noch Freunde – aber die, deren Kinder etwas älter sind, also ab 4 Jahre, sind ALLE im Kindergarten und haben sehr selten Zeit.
    Und ja, natürlich lieben unser Sohn sowie auch unsere 2jährige Tochter die Zeit mit mir (und ich auch mit ihnen!! :-) ) natürlich ist er gerade auch wegen unserer intensiven gemeinsamen Zeit zusammen sozial sehr kompetent und sehr liebevoll, da er sich gestärkt und geliebt und sich willkommen fühlt – so auch unsere Tochter (und natürlich können die meisten Kinder, die viele Stunden im Kindergarten sind, und dass auch noch von sehr klein an, das nicht so schön finden – erzählen sie mir selbst, sicher gibt es auch Ausnahmen, es spielt ja auch eine grosse Rolle, wie es zuhause ist und natürlich auch wie der Kindergarten ist usw. ), …
    …aber es ist nicht wahr, wenn ich mir vorlügen würde, dass unseren Kindern keine Kinder fehlen!!

    Es reicht meinem Sohn nicht, dass er nur 1 Mal die Woche seine Freunde sieht, die sich endlich mal erholen können, nach täglich 8 Stunden Kindergarten in der Woche.

    Es reicht ihm auch nicht, dass wir 1 Mal die Woche einen Töpferkurs besuchen oder 1 Mal die Woche schwimmen gehen oder
    sonst von Donnerstag abend bis Montag mittag eigentlich die ganze Zeit mit dem Papa zusammen sind, der sonst in einer anderen Stadt arbeitet und deshalb leider viel zu viel pendelt.
    Unserem Sohn fehlen Kinder, täglich.
    Auch unserer Tochter.
    So langsam wird es beiden zu viel, ständig NUR mit mir UND mit Baby zusammen zu sein. Zumindest in einer Wohnung in einer Grossstadt.

    Deshalb kann ich auch nicht mehr ganz so viel mit beiden Kindern unternehmen, auch wenn wir immer noch täglich zusammen kochen, malen, ständig Musik hören und singen, tanzen, spielen und spazieren gehen, fangen und verstecken spielen und lesen lesen lesen (vorlesen vor allem, wenn es mit Baby klappt!)… Doch brauche ich auch meine Zeiträume für unser Baby, da spielen meine beiden grösseren Kinder meistens zusammen oder sie basteln oder lesen – aber, leider haben wir keinen Garten o.ä., das wäre schön, oder die Möglichkeit, dass sie jederzeit selbst raus könnten, wie immer sie wollen – doch wir wohnen im 3. OG., das ist sogar unserem 5jährigen nicht so geheuer, alleine raus zu gehen…

    Auf Kreta ist er noch alleine rum gerannt und alle 10-15 Minuten zurück zu mir gekommen, da hatte er Freunde, von überall her in jedem Alter, alle haben mit ihm gesprochen und ihm geholfen, wenn unser Sohn Hilfe brauchte. Er fühlte sich zuhause. Und das gab ihm Mut und Selbstvertrauen und ich lernte sofort, los zu lassen – eine andere Möglichkeit hatte ich nicht, denn meine Kinder sollen selbst entscheiden, wie weit sie von mir gehen wollen, wenn sie gehen. Das Schöne war, unser Sohn hat keine Angst gehabt – hier hat er sie noch/wieder, obwohl er mittlerweile sogar über 1 Jahr älter ist. Als ich ihn mal fragte, warum das so ist, sagte er: „Mama, hier spricht doch keiner mit mir!“ Und so ist es!

    In der Grossstadt Berlin (die Deutschen allgemein sind ja leider oft eher zurückhaltend bis oftmals abweisend gegenüber Kindern) – auch in „unserem Kiez“ spricht man sehr selten mit Kindern, lieber mit seinen Hunden oder mit mir, mit der Mama oder mit dem Papa. Die Kinder werden neben mir oft nicht mal gegrüsst, und zwar nicht aus Böswilligkeit, sondern aus dem Unverständnis gegenüber Kindern heraus oder eher wegen dem eigenen Verdrängen seiner eigenen (oftmals zum Teil) traurigen Kindheit.
    Meine Kinder sind deshalb oft sehr traurig. In Griechenland gibt es das so gut wie gar nicht. Kinder werden meistens angesprochen, gegrüsst sowieso.

    Uns fehlt natürlich auch die Natur hier. Ich bin sicher, dass es dann auch anders wäre und mit einem Meer wäre Berlin eine heilige Stadt. Aber sie ist es nicht – Berlin ist frech und laut.

    Deshalb denke ich darüber nach, nach Kreta auszuwandern.
    Die Entscheidung ist nicht leicht, denn in Kreta sind die Kindergärten nicht besser, vielleicht sogar eher schlechter als die wenigen Guten in Berlin – aber es gibt auch zu viele Schlechte, zu viele überlastete Pädagogen, die nur noch mit erzwungenen „Regeln“ und Schreie die Kinder anscheinend „einzäunen“ wollen. Das ist nicht meine Philosophie der Freiheit der eigenen Entscheidung des Kindes.
    Deshalb mag ich auch nicht die „herkömmlichen“ Schulen – nicht die der alten Philosophen in Griechenland 😉 – sondern, die, die unsere Kinder zwingen wollen, lange still zu sitzen, die durch Noten manipulieren – und durch erzwungenes Lernen gute Schüler und schlechte Schüler differenzieren wollen. Für mich kommt eigentlich nur eine gute,
    freie Schule in Frage. Zum Glück gibt es davon in Berlin mittlerweile einige :-) – eine positive Entwicklung, die für diese grossartige Stadt spricht.

    Doch auch in Kreta hat nun eine freie Schule eröffnet, worüber die Presse begeistert berichtet.
    Welchen Schritt ich gehen werde, mache ich davon abhängig, ob Timos in seinem letzten Jahr vor der Schule noch einen Kindergarten besuchen möchte – falls wir noch was Schönes bekommen (hier muss man ja mind. 1 Jahr im Voraus sein Kind anmelden!). Bisher sah es sehr schlecht aus.

    Ich bin mir nicht sicher, ob es das Richtige für ihn ist, aber er möchte es versuchen, denn er vermisst zu sehr Kinder um sich. Wenn er sich dann aber dabei nicht wohl fühlt, ist der nächste Schritt auf jeden Fall, dass er dann nicht mehr dort hin geht. Ich gehe immer nur mit meinen Kindern den Weg, den sie auch gehen möchten. Zumindest versuche ich es, so gut ich kann, mit Baby im Arm :-) .

    Wenige Freunde und Bekannte haben sich auch zum Teil etwas abgewendet, besonders die ohne Kinder, aber kann ich es ihnen übel nehmen? Mir tut es nur sehr leid wegen den Kindern, die es vermissen, täglich mehr Freunde und Kinder zu sehen. Aber hier in Berlin ist es eine Seltenheit geworden, dass Frauen nicht arbeiten gehen und deren Kinder unter 16 Monate noch nicht im Kindergarten sind! Das finde ich furchtbar und sehr schade. Ich verstehe aber jede Mutter (vor allem, wenn sie es als finanziell notwendig empfindet) die möchte, dass ihr Kind im Kindergarten gut aufgehoben ist. Es hat ja doch in den letzten Jahren eine sehr starke Politik dafür gearbeitet, dass man als Frau und Mutter das Gefühl vermittelt bekam/bekommt, dass es wichtig ist, sein Kind abzugeben und arbeiten zu gehen.
    Mir ist es Egal, wenn die Menschen sich wundern, dass unser Sohn noch nicht oder gar nicht im Kindergarten ist. Berlin ist da ein wenig toleranter und anonymer, vielleicht ist es auch vielen Menschen einfach nur Egal. Wenn unser Sohn gefragt wird, antwortet er, dass er noch nicht im Kindergarten ist. Ich glaube, dass stört ihn weniger, wie das ihm Freunde fehlen.

    Als wir uns überlegten, nach München zu ziehen, damit der Papa der Kinder nicht mehr pendeln muss, und dort fast 1 Jahr lang immer wieder mal nach einem Kindergartenplatz suchten (unser Sohn war schon 3 1/2 Jahre alt), erlebten wir auch wirklich schreckliche Dinge, wie z.B. dass bei Eltern-Kind-Initiativen die gesamte Elternschaft die Eltern MIT dem KIND sehen wollten, d.h. es gab regelrechte „Castings“ vor ca. 15-20 Menschen!! Stellt euch das mal vor!! Wir brachen deshalb auch das Projekt München und die Kindergarten-Idee dort ab!

    Unser Sohn wollte danach bestimmt 8 Monate lang nichts mehr von einem Kindergarten hören, es hat ihn wirklich durch einander gewirbelt und auch Ängste in ihm später ausgelöst! Diese konnten wir nun ziemlich gut verarbeiten, aber ich möchte natürlich nicht, dass er wieder enttäuscht wird. Was genug ist, ist genug.
    Doch brauche auch ich als Mutter von 3 Kindern mit einem Baby eine gute und gesunde Lebensweise, damit ich allen und auch mir gerecht werde, .. manchmal denke ich, dass die Natur alles wieder von selbst zusammen fügt, auch ein kleiner Freund, der fehlt und hoffentlich bald für unseren Sohn kommt ! Vielleicht lasse ich nun die Kindergartensuche sondern gründe eine Kinder-Initiative! Wo gibt es Gleichgesinnte in Berlin?!
    :-)

    Liebe Grüsse aus der Hauptstadt!
    Dora

    • Theodora!
      Ich will dich nicht zum Auswandern überreden:) aber ich glaube, es wird auch an freien Schulen und co immer das Gefühl geben, dass es irgendwie nicht stimmig ist. Unsere Tochter wird nächstes Jahr schulpflichtig und ich kann dir sagen,auch bei uns brodelt es. Hier in Leipzig gibt es tolle freie Schulen, aber es gibt eben überall die Anwesenheitspflicht…Ich glaube, ein Garten, Natur, Meer und Weite sind für KInder tausendmal lehrreicher als ein Schulgebäude…Wenn ihr den Mut habt _ steht zur Schulfreiheit, ich finde es oberwichtig, dass Deutschland endlich mal diese alberne Schulpflciht sein lässt!

      Respekt für dich und deine Familie!
      MArietta

      • Liebe Marietta!
        Danke für deine liebe Antwort, ich war bisher nicht wieder hier online, es ist seit dem so viel passiert…
        Ich war letztens auch an einer wirklich tollen freien Schule, aber ich fand es teilweise für unseren Sohn nicht so angenehm, auch, weil dort die Jugendlichen mir etwas zu aggressiv waren. Ich bin nun natürlich noch mal sehr sensibilisiert, nachdem was unser 5jähriger im Kinderladen Grausames widerfahren ist, und zwar von den sogenannten „Erzieherinnen“ (bitte lese dazu auch meine Antwort an Sabrina – ich schaffe es nicht mehr, jetzt noch mal darüber zu schreiben) … Er war nur wenige Male mit mir dort und mir sind schon merkwürdige Dinge aufgefallen, die ich dann auch gegenüber der Leitung erwähnte, aber es brachte nichts… und ich wollte unseren Sohn nicht schon wieder so schnell raus nehmen

        (er war kurz zuvor das 1. Mal in einem grossen Kindergarten, aber auch nur ganz kurz, ich war da noch ständig dabei und sah dementsprechend viel, was mir gar nicht gefiel… Ich nahm unseren Sohn also dort sofort raus, weil die „Erzieherinnen“ die Kinder dort bestraften; die Kinder durften dort nicht rennen, und wurden angeschrien, auch wurde dort ein Junge schwer gemoppt … alles seitens der Erzieherinnen! Und und und) ,

        sondern erst mal abwarten. Timos wollte so gern mit Kindern spielen.
        Hätte ich aber auch da auf mein Gefühl gehört!
        Denn was uns – und vor allem Timos dort in dem Kinderladen erwartete, war im Vergleich zum vorherigen Kindergarten grausam. Es übertraf all unsere Vorstellungen, und dort „schlugen“ die Erzieher zu, als Timos für sich selbst entschied, 2 Mal für wenige Stunden alleine sein zu wollen.

        Jetzt rede ich morgen mit der Kripo, das Jugendamt ist schon lange eingeschaltet.
        Es ist echt hart.

        Aber jetzt kurz zum Schulthema:

        Ich bin nicht gegen gute Schule, und mit „gute Schule“ meine ich, eine Schule, die das Kind frei entscheiden lässt. Und ja- es gibt tatsächlich auch freie Schulen, die es mit der „Anwesenheitspflicht“ auch nicht ganz so eng sehen. Es gibt hier in Berlin auch eine Schule, die von sich selbst behauptet, dass sie gegen Schule sind und deshalb „ein wenig so tun“, aber hauptsächlich die Kinder machen lassen, was sie wollen. Und die Lehrer oder Lernbegleiter sind nur da, wenn sie gefragt werden.
        Es gibt auch freie Schulen, die sich so nennen, die aber nicht so frei sind.
        Hier in Berlin gibt es so viele neue freie Schulen,
        aber mir gefällt nur wirklich eine, diese hat auch einen kleinen Bauernhof und einige Bäume und viel Grün. Und die Kinder dort gehen auch nur bis zur 6. Klasse dort zur Schule, und auch nur, wie sie wollen.

        Klar, ist es was anderes, wenn die Kinder zuhause und vor allem in der Natur, draussen, lernen.
        Aber hier habe ich leider keine Natur. Deshalb überlege ich auch mehr denn je auszuwandern.
        Jetzt erst Recht.
        Aber auch nur, wenn vielleicht meine Lieblings-freie-Schule nicht klappt.
        Ich möchte unserem Sohn nicht die Freiheit nehmen, so eine schöne Schule kennen zu lernen, wo er spielen kann, so viel er will, wo er Musik machen kann, so viel er will, wo er malen und töpfern kann, so viel er will, wo er bauen und sägen und werkeln kann, so wie er will und und wo er lernen kann, wie er will und so viel er will. Diese Schule ist sehr frei, mit die älteste freie Schule in Deutschland, und in Berlin. Und nur so was kommt für mich in Frage.
        Sonst soll es die Natur sein, aber vielleicht ists sowieso die Natur, die uns helfen kann, noch natürlicher zu lernen. Aber dann muss ich hier wirklich weg. Und sogar nach Schweden kann ich auch nicht mehr, dort gibt es nun eine Schulpflicht (ich habe dort eine fantastisch gute Schule kennen gelernt!).

        Nach all dem, was wir nun erlebt haben, bin ich sowieso etwas verwirrt und ich frage mich, warum das Leben uns diese Zeichen setzt und wohin wir sollen.
        Ich fühle mich ein wenig heimatlos.

        Kennst du ein Forum, wo es noch weiter Kinder gibt, die keinen Kindergarten besuchen?
        Mein Mann wird Freitag nach Leibzig fahren!
        Wie geht es euch denn dort?
        Schade, dass ihr so weit weg seid!
        Unsere Kinder sind ja Beide 5 …

        Ganz ganz liebe GRüsse!
        Und – ach ja, du kannst Sabrina gerne meine email Adresse geben!

        Gute Nacht!
        Theodora

        • LIebe Theodora, Mensch, da habt ihr ja was erlebt…ich wünsche euch, dass ihr passende Lösungen findet. Auch wir wissen nicht, ob wir in Deutschland mit der Schulpflicht bleiben wollen…
          Da ich jetzt nicht mehr durchsehe, wem ich welche Mailadresse schicken kann, schreibt mir einfach per Mail, wenn ihr eine haben wollt, ok? Ich finde es sehr schön, dass ihr euch vernetzt. Da wir viel auf Reisen und unterwegs sind, treffen wir immer wieder Kinder zum Spielen und meine Tochter hat sehr schöne Freundschaften. Doch es wäre alles viel natürlicher, wenn es noch freilaufende Kinder auf Wiesen und Höfen gebe. Wo sind sie geblieben? In „Einrichtungen“. Ich glaube, es wird sich vieles wandeln, ich höre von immer mehr Kindern ohne Kindergarten und Schule!
          alles Liebe, Marietta

          • Liebe Marietta,
            ja, gut, ich schreibe dir dann das nächste Mal über deine email, danke für den Tipp! :-) …,
            danke auch für deine Antwort.
            Mein Traum war es immer, eine Art „Hof“ mit Häusern/Wohnungen zu gründen, mit viel Raum für Erlebnisse, für Kreativität und für ein miteinander Arbeiten (wenn man will) mit Familien und vor allem mit Kindern, die frei rum rennen und frei spielen, gerne auch mit Tieren.

            Ich wollte kreative Räumlichkeiten schaffen, wo Jeder selbständig tätig sein kann aber auch ein gemeinsames Schaffen möglich ist. Und dort könnte man auch mit einem angrenzenden Hotel oder einer Farm oder mit welcher Idee auch immer Geld verdienen/das Projekt finanzieren, sprich mit Tourismus und/oder mit Kunst und Kunstschaffenden, mit Ideengebern und Ideen-Nehmern, mit Yoga-und alles andere Schöne-mögliche.

            Ich habe auch viele Mütter und Väter, die sehr interessiert sind und vielleicht auch einsteigen würden,
            am besten wenn bereits alles „steht“? lol, aber alleine schaffe ich das nicht. Und schon gar nicht mit 3 kleinen Kindern. Aber ich habe sehr viele Kontakte zu überall hin, vor allem zu Musikern, zu Kunstschaffenden, zu super Yoga-Lehrern, zu super Hebammen, zu Künstlern, zu guten Pädagogen, zu Gleichgesinden, zu vielen Menschen,die ihr Leben ändern wollen und sich so ein Leben gut vorstellen können.

            Ich finde, eine Schule wird dann zweitrangig. Die Kinder erleben hauptsächlich diese Gemeinschaft, diese Freundschaft und dieses Leben in der Natur. Ich glaube, dass da eine Schule, die nicht ganz meinen Idealvorstellungen trifft, in einem Leben eines Kindes nicht mehr so ins Gewicht fällt. Das hoffe ich natürlich oder ich will es mir „schön“ reden. Ich weiss es nicht, es kommt immer auf die Lehrer an. Sind sie gut, heisst, sind sie liebevoll und lassen sie die Kinder so frei wie möglich, um natürlich zu lernen, dann ist das toll.

            Aber, ich weiss, das gibt es selten. Also, was mache ich nun? Begrabe ich meinen Wunsch, in der Natur ein tolles Projekt, auch und vor allem mit unseren Kindern, zu machen. ?.
            Vor allem der Wunsch auf so einer wunderbaren Insel wie Kreta zu leben?
            Dort wurde eine neue Schule eröffnet, sie ist den griechischen Umständen entsprechend sehr frei und wird „die bunte Schule der Farben und des Lachens“ (oder so ähnlich) genannt.
            Ich war mit dem Direktor dort, der die freien „Reformen“ durch gebracht hat, in Kontakt.

            Oder soll ich nach Schweden ziehen, wo diese unglaublich tolle Walldorfschule (von Pär) ist, die ich auch kenne? Es ist dort wie in einem Märchenland und ich glaube es ist immer noch super.

            In einem Land zu ziehen, wie z.B. nach Frankreich oder nach England, weil es dort keine Schulpflicht gibt, wäre nichts für mich.
            Ich habe Eltern aus diesen Ländern kennen gelernt und da gibt es zwar keine Schulpflicht
            ABER die Länder sind auch nicht gerade kinderfreundlich.
            Zu Dänemark habe ich keinen Bezug.
            Australien ist auch nichts und ausserdem zu weit.

            Also – was bleibt??
            Für mich ist der einzige gefühlsmässige positive „Kompromiss“, dass ich eine wirklich schöne und warmherzige freie Schule finde, in einer Umgebung, in der ich auch meine eigenen Träume erfüllen kann, von mir aus auch so gerne meine „Farm“ oder mein „Hof“ oder ähnliches.

            Was möchtet ihr ? Wo wollt ihr hin? Eure Tochter ist ja auch bald 6, oder?

            Ganz liebe gute Nacht!

            Theodora

            P.S. ich schreibe dir gerne per email dann.

  15. Ich freue mich sehr, euch gefunden zu haben. Es tut unheimlich gut diese Texte zu lesen. Man denkt immer, man ist alleine in seiner Art zu erziehen, aber es ist so schön, dass es so viele Gleichgesinnte gibt. Wir haben gerade unseren Kindergartenplatz abgesagt.
    Ich habe aber auch das Problem, dass mir Kinder zum Spielen für meine Tochter (fast 2) fehlen, da die Anderen alle im Kindergarten sind.
    Theodora, wir kommen aus Berlin/Brandenburg und wenn du Interesse hast, könnten wir mal E-mailadressen austauschen.
    Vielleicht kann dir Marietta meine E-Mailadresse weitergeben?

    <liebe Grüße
    Sabrina

    • Hallo Sabrina! Ich wohne auch in Berlin und mein Sohn ist auch nicht im Kindergarten. Er wird 2 im November. Ich bin auch eine Freundin von Theodora :) vielleicht hat sie noch nicht deinen Kommentar gesehen. Vielleicht können wir uns alle zusammen treffen? Marietta, kannst du Sabrina meine Emailadresse weitergeben?

      Marietta, danke für diesen Blog! Ich finde auch diese Schulpflicht ganz schrecklich. Vielleicht will mein Sohn zur Schule gehen, aber wir sollen einfach die Wahl haben, zu Hause lernen, wenn das uns gut tut.

      Kennt ihr diese website? : http://schulfrei-community.de/start

    • Liebe Sabrina!!! Ich war sehr lange nicht mehr hier online…
      Wesal teilte mir mit, dass du dich gerne mit mir treffen würdest. SEHR SEHR GERNE!!

      Ich habe aber aktuell auch sehr viel zu erzählen, aber mein Herz drückt und morgen sage ich endlich bei der KRIPO aus (nach meiner Anzeige vor ca. 3 Wochen!), da unser 5jähriger Sohn in der sogenannten „Eingewöhnungszeit“ in einem Kinderladen schwere Körperverletzungen und seelische Misshandlungen erlebt hat (er wollte so gern mit Kindern spielen! und deshalb entschieden wir uns ihn in einen Kinderladen für wenige Stunden / Woche zu bringen, wo es ihm auch ganz ok gefiel…, bis er 2 Mal dort für ganz wenige Stunden das erste Mal alleine war…!, und da erlebte er furchtbare Sachen, die er sein Leben lang nicht vergessen wird!!, und ich auch nicht..)…. Ich weiss nicht, was ich noch schreiben soll. Es ist eine furchtbare Sache.

      Unser Kleiner will weiterhin unbedingt mit Kindern spielen und er ist der beste Spielgefährte der Welt, ganz sensibel, vorsichtig und witzig. Er kann auch noch lachen, das hat er nicht verlernt. Gott Sei Dank traute er sich sehr schnell uns alles zu erzählen, was er im Kinderlader erlebt hat, sodass wir ihn sofort dort raus genommen haben. In 3 Wochen sind wir am Meer, in Kreta, er braucht nun das Wasser, das wird ihm etwas helfen, er ist ein Wasserkind….

      Aber nun soll er nicht „bestraft“ werden, dafür, weil er geredet hat!, sprich, jetzt hat er schon wieder keine Kinder zum Spielen. Das ist nun mittlerweile schädlich für ihn.

      Doch wir „finden“ keine Kinder, die älter als 2-3 Jahre alt sind, und mehr als nur 1-2 Mal die Woche mit uns spielen (ALLE sind doch bis 16-17 Uhr im Kindergarten und danach total fertig/müde und/oder haben nur am WE mit den Eltern Zeit!) …

      Jetzt haben wir einen Aushang verfasst (vor allem unser Sohn :-) ),
      dass wir einen Verein gründen wollen,
      wo sich Kinder zum freien Spielen treffen!

      Diese Aushänge haben wir bereits an einigen Bäumen an Spielplätzen und „schwarzen Brettern“ gehangen,
      aber bisher hat sich noch Niemand gemeldet….

      Sind denn alle in Berlin im Kindergarten ab 3 Jahre???!
      Gibt es denn keine 4-5jährige Kinder, die mit uns spielen wollen!

      Ich habe ja auch noch die Lia, sie wird bald 3 Jahre alt. Sie hat wenigstens ihren Bruder zum Spielen, aber es ist dann doch anders, wenn sie eine Freundin hätte…
      Und unser 1jähriges Baby vermisst auch Kinder…

      Falls du dich also mit uns treffen willst, bitte ich dich, mich doch bald zu kontaktieren :-)
      Ich sage auch noch mal Marietta Bescheid!

      Ganz liebe Grüsse!

      Theodora

      • Hallo,

        Ich komme auch aus Berlin. Habe zwei Töchter unter drei und suche Spielgefährten für Sie und Austausch für mich. Werde teilweise ausgegrenzt, weil die Mäuse bislang ohne Kita sind. Bitte meldet euch!!!

      • Hallo Marietta,

        habe gerade zufällig die Seite gefunden. Es tut so gut zu wissen, dass es doch einige Menschen mit solche Meinungen, Gefühlen und Art und Weise zum leben gibt!

        Wir (Unser Sohn 3 Jahre und 2 Monaten + mein Ehemann + ich) wohnen in Berlin. Ziehen gerade nach Reinickendorf. Unser Sohn wollten wir auch auf kein Fall früh in den Kindergarten geben. Wenn ihr ( THEODORA, WESAL, SABRINA, HEIKE und alle anderen die in Berlin wohnen) immer noch Lust und Zeit habt meldet Euch bei uns. Villeicht haben dann unsere Kinder Lust sich ab und zu mal zu treffen und die Marietta gibt meine E- Mail Adresse weiter. Das wäre sehr schön!

        Viele Liebe Grüße!

  16. Liebe Sabrina,

    so geht es echt einigen Müttern – und ich frage mich, wie es innerhalb so weniger Jahre zum absoluten Tabu kam, dass Kinder nicht in den Kindergarten gehen. VErrückt – wenn man bedenkt wie viele Tausend Jahre es sowas gar nicht gab!
    Theodora, wenn du Sabrinas Adresse haben möchtest, schreib mir einfach ne Mail!

    Alles LIebe für euch, verbindet euch und werdet stark:)

    MArietta

  17. Sie sprechen mir so aus dem Herzen. Ich bin Erzieherin und wenn ich Kinder bekommen würde, würde ich sie auf keinen Fall in einen Kindergarten geben. Jede aushäusische Einrichtung/Betreuung kann Familie nicht ersetzen. Und wenn es die Schulpflicht nicht geben würde, würden sie auch dort nicht hingehen. Ein Paradebeispiel zeigt Familie Arno und André Stern. Für mich die natürlichste Form zu leben in Verbundenheit und Freiheit. Danke für Ihren tollen Beitrag

    • Hoffentlich bekommen Sie mal Kinder:)!!!!!!…Ja, auch ich habe Pädagogik studiert und „hinter die Kulissen“ sehen können. Es wird als so unersetzlich geurteilt, in die Schule und Kita zu gehen. Es ist und bleibt für mich ein Ersatz für das, was seit Jahrtausenden Lebens-und Lernort eines Kindes war: Die Familie!

  18. Hallo Marietta,
    auch meine drei Mädels gehen nicht in den Kindergarten. Allerdings aus völlig anderen Gründen als bei dir.

    ABER ich stimme dir völlig zu, dass der Gesellschaftliche Druck schon enorm ist. „Das Kind MUSS doch in den Kindergarten!“ „Aber bestimmt geht sie BALD oder?“ an manchen Tagen macht es mich wahnsinnig.

    • LIebe Katarina, mich machte es auch oft traurig. seltsamerweise habe ich schon sehr lange nicht mehr solche KOmmentare erhalten – vielleicht höre ich es auch nicht mehr so raus? Ich hör jetzt eher oft staunende KOmmentare, wie auffallend beeindruckend meine Kinder gefunden werden. Neulich meinte eine ältere Frau, die früher Lehrerin war: „Ich habe viel mit KIndern zu tun gehabt, aber solche Umgangsweisen wie bei ihren KIndern habe ich nie kennen lernen dürfen – Danke!“

      Das hat mich beeindruckt und mich froh gemacht.Es gibt eben auch Menschen, die es wertschätzen, was wir tun auch wenn es nicht die heutige Norm ist!

      Alles Liebe für dich und deine 3 Mädels!
      MArietta

  19. Hallo
    Wie gut es tut endlich Mamis zu finden , die genauso oder Ähnlich denken wie ich.
    Ich bin 24 und mein Schatz ist 5 Jahre. Viel Gegenwind und blöde Blicke habe ich schon bekommen, weil mein Kind nicht in einen Kindergarten geht. Auch von der Familie. Seit seinem 3. Geburtstag ist es immer schlimmer geworden mit den Fragen…sehr weh tut es mir heute noch. Der Vater trennte sich sogar deswegen von mir.
    Ich bin froh in der Nachbarschaft noch ein Kind (was aber etwas jünger ist) zu haben , dass auch nicht in den kiga gehen wird. Die Meinung und Aussagen anderer verunsichern mich sehr, aber ich weiß dass ich das richtige tue und es fühlt sich auch so an. Mein Kind ist sehr offen und kontaktfreudig (meist mehr als Ich sogar) und ich bin mir sicher er wird sein Leben auch ohne paar Jahre Kiga gut meistern können.

    • LIebe Nancy,
      Mensch, es scheint dir wirklich von außen sehr viel Gegenwind zu wehen – ich wünsche dir Mut und Kraft, dennoch deiner inneren Stimme zu folgen. Ich habe oft gemerkt, wenn ich mit meinen Kindern ganz für mich war und ich wirklich mal fern von allen anderen gefühlt habe, was richtig ist – dann kam da immer ein ganz natürliches und starkes: JA! GENAU SO IST ES MEIN WUNSCH; GENAU SO IST ES GUT! Vielleicht können wir lernen, andere Gegenstimmen als Übung zu nehmen, noch klarer und deutlicher zu uns zu stehen.
      Mich nimmt es sehr mit, dass der Papa deines Sohnes es scheinbar als Anlass sah, sich zu trennen – ich wünsche dir wertschätzende und klare Menschen an deine Seite, die dir zeigen und sagen: Toll, was du für eine Mama bist:)
      Alles LIebe, MArietta

  20. Hallo Marietta,

    was für ein fantastischer Artikel. Wir haben das Thema auch schon mal in unserem Blog beschrieben und werden von deinem Artikel angeregt bald auf ähnliche „Vorwürfe“ eingehen.

    Witzigerweise kommen wir um viele lästige Diskussionen rum wenn wir sagen, dass wir bald eh wieder in Thailand sind und dann auch gleich für 6 Monate und länger. Wenn die Fragen von Menschen kommen, denen ich keine langen Erklärungen geben will, kommt man damit ganz gut rum.

    Weiter geht es ja dann meist mit „das geht ja nur bis zur Schule so“… Die Gesichter der Leute, wenn wir Freilernen und ähnliches erwähnen sind dann immer recht amüsant.

    Ich denke, jede Familie muss ihren Weg finden, leider sind viele nicht bereit dazu alternative Wege anzuerkennen. Aber zum Glück ist man ja keinem so richtig Rechenschaft schuldig.

    Mein Lieblingsaspekt in deinem Artikel ist der Part über Kontakt zu Gleichaltrigen. Unser Sohn hat sowohl in München und vor allem in Thailand Menschen in so vielen Altersklasse, die er als Freunde ansieht. Aber irgendwie zählt das in den Augen vieler nicht so wirklich. Andre Stern hat dazu auch viel schönes gesagt und für uns steht fest: Kinder brauchen vor allem liebevolle Kontaktpersonen, das Alter ist da zum Glück irrelevant.

    Danke für diesen Lichtblick am heutigen Tage!

    Grüße

    Christian

    • MEnsch Christian, danke für dein Feedback und danke ebenso für eure inspirierende Seite. Wir kommen da glaube ich auf ähnliche Wege, um Schulfrei, Reisen und Leben zu vereinen:)Ja, ohne Kindergarten zu leben ist ja noch nicht ganz absurd, schulfrei ist dann wirklich für die wenigsten noch im Bereich des Menschlichen…Andre Stern macht mich immer wieder froh mit seinen Anekdoten und ebenso Gerald Hüther und all die wunderbaren Stimmen, die immer lauter rufen: Lasst uns frei unsere Potentiale entfalten – fernab von programmatischen Schulen und Kindergärten.
      NAch Thailand wollen wir auch mal – allein wegen der Durian:) Vielleicht sehen wir uns am Strand und können einen Wettbewerb starten: Welches unserer Kinder hat den ältesten Freund?:)
      Alles LIebe für euch, Marietta

      • Hallo Marietta,

        danke für die netten Worte!:)

        Falls ihr mal nach Thailand kommt bitte unbedingt melden, würden uns freuen euch helfen zu können und Tipps zu geben – und noch besser, euch zu treffen! Wir sind aber in der Regel gar nicht am Meer sondern im hohen Norden in Pai. Ab November werden wir wieder für knapp 9 Monate in Thailand sein.

        Zu Andre Stern, kennst du ja sicher das Video aber falls nicht:
        https://www.youtube.com/watch?v=nulnMjkMOWk
        Find ich super um es Leuten zu zeigen, die bei schulfrei oder so erstmal gar nicht wissen was man meint. Aber die Geduld, sich mit etwas auseinander zu setzen haben die meisten ja eh (leider) nicht. Und wenn dann darf es nur 5 Minuten dauern.

        Würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben könnten, es ist ja gar nicht so einfach Gleichgesinnte zu treffen:) Aber das wird sich in der Zukunft sicher ändern, davon bin ich überzeugt.

        Viele Grüße

        Chris

  21. Wie so einige vor mir… Ich habe nicht erwartet auf Gleichgesinnte zu treffen als ich begann im Internet zu recherchieren. Und nun dieser Lichtblick. Danke, Matietta. Es macht Mut nicht alleine zu sein.

    Für mich und meinen Mann ist noch nicht klar entschieden, ob wir es ganz ohne Kindergarten finanziell schaffen und auch in dem Punkt “Soziales Lernen“ hegen wir rationale Zweifel. Ich mehr als mein Mann. Ich zweifele zum einen, ob wir ausreichend soziale Kontakte für unseren Sohn herstellen können. Zum anderen, ob nicht doch auch Gruppenerfahrungen ohne Eltern und möglichst ohne viele Erwachsene nötig sind bzw. mit 4 und 5 zunehmend nötig sein werden. Unser Sohn ist jetzt 3,5.

    Jemand aus Raum Kassel hier mit Interesse an Kontakt?

    • Hallo Mea, ich weiß es ist schon etwas länger her,habe die Seite erst gestern entdeckt. :-)
      komme aus dem Raum Bad Arolsen .

    • Hallo Marietta!Deine Seite macht mir totalen Mut.Mein Sohn wird bald 3 und wir haben 4 schreckliche Wochen der Eingewöhnung hinter uns.Ich habe die Nachricht von Mea gerade erst entdeckt.Es ist jetzt schon fast ein Jahr her das sie geschrieben hat.Wir kommen auch aus Kassel.Wir haben auch noch eine kleine Tochter und haben das Thema Kindergarten vorerst für uns abgehakt.Könntest du mir eventuell mal die E-Mail Adresse weiterleiten?
      Gruß,Sarah

    • Hallo Mea,

      wir kommen auch aus Kassel und sind mit unserer Tochter ( 4 Jahre) glücklich kindergartenfrei. 😉

      Gruß, Steffi

  22. Hallo erstmal,
    ich finde es super endlich einmal einen positiven Beitrag über die Möglichkeit ein Kind nicht in die Kita zu geben lesen zu können. Ich höre immer von allen Seiten das es schlecht für ein Kind ist wenn es nicht in die Kita geht und das man dann ein Kind mit schlechten Noten und ohne Freunde Zuhause hat das niemandem vertraut außer Mama. Nun zu unserer Geschichte: Unsere große ist nun 12 Jahre alt und war nie in der Kita, sie war immer viel draußen und spielte auf Spielplätzen oder bei schlechtem Wetter überdacht mit anderen Kindern. An jedem Wochenende gab es einen Ausflug und sie hat viel gesehen von der Welt um sie herum. Egal wo wir hinkommen findet sie direkt Anschluss und jemandem mit dem sie sich auf Anhieb versteht und Spaß hat. In der Schule fand sie vom 1 Tag an Freunde und bei uns ist oft die Bude voll. Nun hat sie auch eine Empfehlung für das Gymnasium da sie mit einem Notenschnitt von 1,3 zu den Besten gehört. Ach ja ihr Lieblingsfach ist Englisch da gibt es keine schlechtere Note als 2+, so das musste mal gesagt werden weil auch ich es einfach nicht mehr hören kann wie schlimm die Betreuung Zuhause für das Kind doch ist. Ok nur um mal aufzuzeigen was möglich ist, Kita ja oder nein sollte jeder nach seinem Gefühl entscheiden aber ich habe keinen Tag bereut. PS. der Kleine Bruder ( 9 Monate ) wird auch Zuhause bleiben und wir freuen uns schon jetzt auf alles was noch kommen wird. :) Liebe Grüße

  23. Hallo Ihr Lieben, es tut gut Gleichgesinnte zu treffen.

    Wie ist es bei Euch eigentlich bei der Einschulungsuntersuchung? Wird man da auch so herablassend angeschaut oder wird das einem sogar vorgeworfen dass das Kind nicht in den Kindergarten geht ?

    • Da habe ich keine Erfahrung. Aber selbst wenn, was soll passieren? Es gibt keine Kindergartenpflicht, du bist in der hinsicht ein freier Mensch! :)

    • Hallo Lina, ich melde mich jetzt hier mal wieder, da meine Tochter inzwischen zur Schule geht! Also bei uns war es tatsächlich so, dass wir gesondert behandelt wurden! Im Gesundheitsamt wurde uns Ergotherapie empfohlen, aber erst als die Dame vom Amt mitbekommen hat das meine Tochter nicht im Kindergarten war! Sie war wirklich entsetzt! Auch zur Einschulung wurden wir vor allen anderen separiert. Meine Tochter musste vor mehreren Lehrern getestet werden, ohne mich! Was glaubt Ihr wie ich nervös war. Es ist schon schlimm und wirklich ärgerlich gewesen. Aber ich hab an meine Tochter geglaubt und ihr vertraut das sie das schafft :) und siehe da……alles ist gut gelaufen!
      Meine Schwiegereltern können es einfach nicht glauben, sie haben uns permanent unter Druck gesetzt und behauptet welche Probleme unsere Tochter haben wird!
      Nun zählt sie zu den Klassenbesten, die Lehrerin hat sich letztens bei mir bedankt, dass ich so eine brave, liebenswürdige und anständige Tochter habe. Ich habe mich dermaßen darüber gefreut und wußte ich hätte mir nicht soviel Sorgen machen dürfen. Ich kann wirklich nur jedem einzelnen empfehlen: Hört auf Euer Herz! Es muss sich gut anfühlen, dann ist es richtig! Meine Tochter hatte in ihrer Kleinkindzeit nicht mal viel Kontakt zu anderen Kindern. Sie geht seit September 2015 auf die ganz normale Schule, in ihrer Klasse geht es drunter und drüber! Die Kinder haben keinen Respekt vor Erwachsenen, sie haben keine Lust zu lernen. Ihre Lehrerin meinte die Klasse ist Erziehungsresistent. Von daher ist diese Schule nicht ideal, aber bei uns gibt es leider keine andere Möglichkeit.
      Ich hoffe ich konnte Euch mit meinem Beitrag ein bisschen Mut machen, weiterhin an Euch selbst zu glauben!
      LG Melli

    • Habe die Einschulungsuntersuchung hinter uns gebracht mit Rückstellung also Schule erst mit 7,5 Jahren.Der Druck von den Schulen ist sehr hoch sie verpflichten ein das Kind doch in eine Fördereinrichtung zu geben,weil es nicht schulreif ist.Wenn keine Kita besteht kommt auch druck von Kinderarzt.

      Ich kann nur sagen ruhig bleiben hört auf Euer Herz und auf eurer Kind.

      Ines

  24. Hallo Marietta
    Ich finde deine Ansichten sehr gut ,bin auch nicht im Kindergarten
    gewesen ,hatte aber viele Freunde in der Straße zum Spielen.
    Ich habe jemand in der Verwandschaft ,die ein Kind bekommen hat,dass mittlerweile
    3 Jahre alt ist und bis dato so gut wie keinen Kontakt zu anderen Kindern hat.Die Mutter
    sitzt meistens mit dem Kind allein zu Haus und hat sehr wenige Aktivitäten. Das Kind
    Ist übrigens sehr sehr pflegeleicht. Kann das Kind unter diesen Umständen eine
    normale soziale Kompetenz entwickeln ?
    Viele Grüße
    Susanne

    • LIebe Susanne,

      danke für deine Nachricht. ich möchte mich hüten, da aus der Ferne etwas zu beurteilen, was ich nicht sehe. Du sagst, die Mutter sitzt mit dem Kind den ganzen Tag allein zuhause. Diese Formulierung höre ich sehr häufig, wenn es um alleinerziehende Mütter geht – und ich glaube dennoch, den Alltag dieser Mama erlebt kaum jemand. Über mich wurde auch schon gesagt, ich säße den ganzen Tag mit meinen Kindern zuhause rum – und was soll mich sagen, ich bin fast nie zuhause! Und sitze kaum! Ich wandere durch die Gegend, unternehme mit meinen Kindern viel und bin glücklich.:) Daher meine Meinung: Wenn irgendwas diesem Kind und der Mutter gut tut, dann bestimmt, wenn jemand ihr zuhört und ihr Empathie geben wird. Von außen sieht es oft alles ganz anders aus…aber durch ein tiefes Gespräch kann sich da auf beiden Seiten bestimmt vieles lösen…

      Alles Liebe,
      Marietta

  25. Guten Abend Ihr Lieben,

    zunächst möchte ich Dir, liebe Marietta, für Deinen klugen Beitrag danken, über den ich beim Suchen nach Gleichgesinnten gestolpert bin.

    Auch unsere fast vierjährige Tochter besucht keinen Kindergarten, da wir der Auffassung sind, dass kleine Kinder während der ersten Lebensjahre in die Obhut der Familie gehören: zu Menschen, die es bedingungslos lieben und nicht wie eine unter vielen behandeln.

    Mit dieser Einstellung sind wir jedoch Exoten und stoßen selbst innerhalb der Familie auf große Vorurteile.

    Umso mehr freue ich mich, Gleichgesinnte zu treffen.

    @Liebe Mami’s aus dem Raum Berlin/Brandenburg: Habt Ihr Lust Euch mit uns zu treffen? Wir wohnen in Brandenburg (direkt an der Berliner Stadtgrenze) und würden uns über Kontakt zu Gleichgesinnten sehr freuen!

    Liebe Grüße
    Heike

    • LIebe Heike,
      schön, ihr Berliner Leute werdet ja immer mehr:) Mittlerweile könnte man denken, ganz Berlin lebt ohne Kindergarten:):)

      Alles Liebe, Marietta

    • Liebe Dora, liebe Heike und liebe Berliner Mamis,

      auch wir leben mit unserem 4-jährigen Sohn zusammen im Norden Berlins – ganz ohne Kita.
      Wir würden uns ebenfalls über Kontakt zu Euch sehr freuen!
      Unser Sohn ist sehr offen und meist überfordert das die doch sehr an bestimmte soziale Regeln gewöhnten Kita-Kinder.
      Ist es möglich, dass wir irgendwie zusammenfinden? Wie kann ich Euch erreichen?
      Meine E-Mail: nadjafroggie@hotmail.com

      Viele liebe Grüße,
      Nadja

  26. Hallo Marietta, als erstes zwei einfache Worte:Toll! Respekt! Ich bin zufällig auf Deine Seite gestoßen und mein erster Gedanke war:“Oh mein Gott, wieder so eine Alternative.“ Jetzt, nachdem ich deinen Blog verschlungen habe, bin ich sehr beeindruckt von Deiner Lebenseinstellung.Super, dass Du voll dahinter stehst, aber auch, dass Du andere Meinungen akzeptierst. Ich gehöre zu den „Anderen“.Meine Tochter 2,4, geht seit ihrem 13.Lebensmonat 2 mal die Woche fuer 8 Stunden zur Tagesmutter, weil ich wieder arbeiten gehe.Und ich bin glücklich und wir freuen uns darüber, dass wir im Kampf, ja wirklich Kampf, um einen Kitaplatz gewonnen haben und sie ab August einen 45 Stundenplatz hat. Denn ich gehe gerne arbeiten und bin froh, auch mal rauszukommen und was fuer meinen Kopf zu tun und nicht nur Mama zu sein.Deswegen haben wir auch ein weiteres Wunschkind noch etwas nach hinten geschoben;-) Aber jedem das Seine und ich bin mir sicher, sowohl Deine Kinder als auch meine Maus sind glücklich, zufrieden und entwickeln sich prächtig.Meine liebt ihre Tagesmutter mit allen Kindern und ist ganz heiß auf die Kita. Auch wenn ich mich grossteils nicht mit Deiner Lebensweise identifizieren kann(auch das Thema Stillen:ich werde es beim 2.Kind nicht mehr machen), finde ich Dich bewundernswert und es lehrt mich mal wieder, nicht alles direkt zu verurteilen!!!Liebe Grüsse aus dem Ruhrgebiet;-)

    • LIebe Katie,

      Danke für dein Feedback. Es its ein sehr seltenes, solche originellen KOmmentare kommen selten. Das ehrt mich besonders denn es war und ist mir aufrichtig wichtig, hier nicht DIE Lebensweise zu lehren und nicht in GUt und Schlecht beurteilen will.
      Danke! Auch für deine Ehrlichkeit!
      Marietta

  27. Liebe Marietta !
    Durch Zufall bin ich auf Deiner Seite gelandet und ich muss sagen: Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Wir haben unseren Sohn (6) gerade im Kindergarten abgemeldet und „freuen“ uns schon auf die
    Kommentare der Aussenstehenden.
    Und das obwohl wir hier nur von ein paar Monaten reden, bis er sowieso in die Schule kommt.
    Selbst meine Freundinnen waren dagegen, ihn zuhause zu
    lassen als ich ihren von meinen Plänen erzählte.
    „Tu Dir das nicht an“, „Du tust ihm keinen Gefallen damit“ etc. :-)
    Ja, es wird einem viel erzählt wenn man ein Kind hat. Und wenn man sich traut, es anders zu machen
    braucht man ein dickes Fell.
    Herzliche Grüsse
    Nana

    • Liebe Nana,
      ja, anders sein bedeutet irgendwie auch sehr viel mer Widerstand…aber dafür so viel Freiheit und Selbstbestimmtheit.
      Alles Liebe für euch,

      Marietta

  28. Hallo zusammen! :)

    Ich freue mich diesen Beitrag gefunden zu haben und noch mehr freue ich mich das es noch weitere Familien gibt die ihre Kinder NICHT in einer Kiga betreuen lassen.

    Hier unsere Geschichte:
    Wir haben 3 Kinder, 2 Mädchen (15 & 13 Jahre) und unseren Sohn der jetzt 6 Jahre ist. Die beiden Mädchen besuchten damals ab ihren 3. Lebensjahr eine Kiga bis zur Einschulung. Ich ging zu der Zeit halbtags arbeiten. Die beiden mochten die Kiga sehr und auch ich fühlte mich wohl und kam super mit den Betreuerinnen aus. Als unsere Große dann schulpflichtig wurde mussten wir sie 1 Jahr zurück stellen da sie noch sehr verspielt und unkonzentriert war, ebenso auch ihre Schwester! Somit kamen beide erst mit 7 Jahren in die Schule.

    Leider mussten wir dann kurz bevor unsere Jüngste eingeschult wurde umziehen da meine Mama damals gesundheitlich nicht so auf der Höhe war und sie Unterstützung brauchte.
    Der Umzug wurde sehr gut verkraftet von beiden Mädchen da sie ohnehin so gut wie jedes Wochenende bei meinen Eltern waren. Sie kannten dort schon viele Kinder und hatten auch bereits Freundschaften geschlossen.

    Nun aber komme ich zu unseren Sohn Nick und seine Geschichte:
    Als er 3 Jahre alt wurde habe ich ihn, wie es quasi üblich ist, in der Kiga hier bei uns im Ort angemeldet. Der Tag zum schnuppern rückte näher und der gute Start für unseren Sohn wurde quasi bereits schon beim Schnuppertag im Keim erstickt… :(
    Ich brachte ihn zur Kiga, er verschwand dann total neugierig und ohne weitere Gedanken in die Gruppe zu den vielen anderen Kindern. Die Erzieherin sagte dann zu mir: „Klappt ja super! Dann können sie ihn in 2 Std. wieder abholen!“ …mit diesen Worten verabschiedete sie sich von mir.
    Etwas verwundert darüber habe ich dann noch in die Gruppe ein „Bis später Nick, Mama holt dich dann wieder ab! Ich habe dich lieb!“ gerufen und bin wieder nach Hause.
    Zuhause angekommen dauerte es keine 15 Min. und das Telefon klingelte – der Kiga! Am Telefon sagte die Betreuerin zu mir: „Bitte holen sie ihren Sohn ab, er wollte abhauen und als wir ihn ermahnten fing er zu weinen an und setzte sich schreiend in eine Ecke. Er lässt sich nicht beruhigen!“
    Ich holte ihn natürlich sofort ab und zuhause versuchte er mir seine Version zu schildern, diese war ganz anders wie von der Betreuerin!
    Mein Sohn wollte sich wohl im Kiga umschauen und ging aus der Gruppe raus ohne Bescheid zu sagen. Die Betreuerin ermahnte und schimpfte ihn und zog ihn wieder in die Gruppe rein (so mein Sohn)!

    Ich hatte dann viele Gespräche mit der Kiga Leitung… wir haben es dann leider trotzdem noch einmal versucht zum Kiga Start. Irgendwann bekamen wir dann die Kündigung vom Kiga da mein Sohn diesen nicht regelmäßig besuchte und wenn gab es ohnehin jedesmal nur Tränen, Stress und Streit. Es ging soweit das meine feste Bindung zu ihm darunter gelitten hat (er kratzte mich, schlug nach mir und sagte das ich ihn nicht lieb habe). Nick wollte absolut nicht mehr dorthin!!
    Seither, wenn er nur das Wort „Kindergarten“ hörte rufte er sofort ein lautes „NEIN!“ …auch heute noch!!

    Ja, er ist nun mittlerweile 6 Jahre alt und kommt diesen September in die Schule, worauf er sich auch schon freut! Er besuchte seit damals auch nie wieder einen Kiga oder ähnliches. Ich bin immer für ihn da, betreue ihn selbst und habe bis jetzt nie einen Tag bereut :)
    Negative Aussagen diesbezüglich von anderen schenke ich keine Beachtung mehr. Wir haben uns für diesen Weg entschieden und sind alle glücklich damit! Unser Sohn hat sich ebenfalls altersgemäß entwickelt und zeigte bisher nie irgendwo Auffälligkeiten.

    Liebe Grüße aus Bamberg :)

  29. Hallo zusammen,

    tolle Seite, noch halten mich die genannten Vorurteile ab.
    Ich kämpfe mit mir.
    Gibt es Leute aus Leipzig?

    • Hey! Ich wohne nicht mehr in Leipzig aber es gibt dort eine große Feilernergruppe, da sind auch KIndergartenfreie Menschen dabei.
      Lieber Gruß, Marietta

  30. Hallo zusammen,

    ich lese nun schon seit fast einer Stunde eure Beiträge und weiß nicht ob ich froh und beruhigt darüber sein soll dass es Menschen gibt, die meine Gedanken bezüglich der Kitabetreuung teilen oder eher beunruhigt weil ich nun plötzlich über die Möglichkeit nachdenke, meine Tochter zuhause zu betreuen, was bisher nie zur Debatte stand!
    Meine Tochter ist 19 Monate und im Juni soll sie in die Krippe gehen und ich werde kurz darauf wieder halbtags zu arbeiten anfangen.
    Meine Tochter ist ein sehr fröhliches, zufriedenes und entspanntes Kind, das war sie schon immer! Sie liebt es wenn Mama und Papa zuhause ( Papa hat sie nur abends und am Wochenende) sind und wir haben eine schöne Zeit zusammen. Wir singen viel, hören viel Musik ( auch gerne laut), tanzen, sind unterwegs, wenn auch meistens alleine und ab und zu treffen wir uns mit anderen gleichaltrigen Kindern.
    Mein Mann und ich sind sehr ruhige, gelassene Charaktere und haben einen sehr wertschätzenden Umgang miteinander und dementsprechend verhält sich unsre Tochter uns und auch anderen gegenüber. Das ist sehr schön mitanzuschauen und auch unserem Umfeld fällt dies schon positiv auf. Außerdem haben wir sie schon immer ausprobieren lassen und alleine machen lassen ( in dem Rahmen, in dem es geht) und haben nicht versucht ihr Dinge aufzuzwingen oder ihr frühzeitig was beizubringen, weil wir wissen, sie lernt die Dinge in ihrem Tempo und in dem Alter müssen sie eh soviel lernen und verarbeiten. Wir haben eine sehr interessierte, schlaue, empathische Tochter und manchmal ist es uns schon fast unheimlich was sie schon alles kann.

    Nun soll sie in die Krippe gehen! Viele Fragen sind in meinem Kopf:

    Darf sie noch immer dann lernen wenn sie will?

    Behält sie ihre Freude am „Auf andere zugehen“? Bestimmt gibt es Kinder die nicht mit ihr spielen wollen und auch schubsen oder hauen! Was macht das mit ihr? Schaut sie sich dieses Verhalten ab und macht es dann auch bei anderen?

    Werden ihre Bedürfnissen ( nicht nur Hunger oder Schlaf) erkannt und befriedigt?

    Wird sie das kleine fröhliche lebenslustige Mädchen bleiben, dass sie momentan ist?

    Ich könnte noch viel mehr schreiben aber leider ist grade dafür keine Zeit mehr! Mir schwirren viele Gedanken im Kopf und danke dass ich nicht alleine bin!

    Liebe Grüße, Susi

    • LIebe Susi,
      wenn der Gedankenwirrwarr zur Ruhe kommt zeigt sich meist in der Stille dahinter eine Antwort. Was würdest du denn am liebsten Tun, wenn Geld, Arbeit, GEsellschaftssichtweisen und andere äußere Sachen keine Rolle spielen? Wie würdest du die KIndheit deiner Tochter am liebsten gestalten und mitwirken? Was passt zu ihr?

      Alles LIebe,
      Marietta

  31. Hallöchen zusammen,

    ich finde den Beitrag einfach ganz toll. Und ich hoffe, das viel Mütter diesem wieder folgen werden.
    Ich persönlich finde den Gedanken einfach schrecklich , das eine fremde Frau mein Kind erzieht. Sorry wenn ich das so deutlich sage. Ich möchte damit auch nicht die Kompetenz der Erzieher in Frage stellen.
    Aber als Mutter weiß man selbst am besten, was dem Kind gut tut. Mein Sohn ist jetzt zwei, er ist ein total fröhliches, aufgewecktes, soziales und selbstbewusstes Kind. Und er bekommt alles was er im Leben braucht und was wichtig für ihn ist von MIR. Den sozialen Umgang mit Kindern bekommt er jeden Tag auf dem Spielplatz, in Spielparks etc. wo er sich richtig austoben kann. Er hat keine Angst auf andere Menschen zuzugehen und geht mit anderen Kindern sehr kameradschaftlich und liebevoll um und teilt auch alles was er hat. Mir persönlich ist es vor allem wichtig , ihn sinnvoll zu beschäftigen und zu fördern, was meiner Meinung nach in der Kita bei mehreren Kindern nicht immer möglich ist. Mein Sohn ist im Reden schon sehr weit, da ich die Zeit habe, viele Bücher mit ihm anzuschauen, zu singen und zu tanzen. Dafür trägt er noch ein Windel. Er muss bei mir halt nicht schon mit 2 Jahren trocken sein, in der Kita besteht ja dann dieser ständige Gruppenzwang und diese Vergleiche unter den Eltern. Das setzt meiner Meinung nach die Kinder viel zu sehr unter Druck. Des weiteren weiß ich, was im Essen ist, da ich selbst jeden Tag frisch koche und ich den Kantinen sowieso nicht vertraue, wie so manche Tests das schon bewiesen haben! Aber das schlimmste in der Kita für mich sind die Krankheiten! So und da kommen ja wieder die ganzen Meinungen wie: das stärkt das Immunsystem. Ich finde das grauenhaft, sein Kind aller zwei Wochen zum Arzt bringen zu müssen, weil ständig ein Kind einen Virus oder ähnliches mitbringt. Meiner Meinung nach schadet das dem Immunsystem und fördert damit nur Allergien. In meinem Bekanntenkreis sind die Kinder ständig zu Hause wegen Krankheiten. Mein Kind hatte bis jetzt nur ein paar leichte Erkältungen. Sowas wie Bronchits, Mittelohrentzündung, Mund-Hand-Fuss-Kranheit etc. kennen wir garnicht.
    Und das letzte was ich dem hinzufügen wollte: Früher gab es auch keine Kindergärten! Ging auch , sind auch alle ganz gut ohne groß geworden. 😀

    Ganz liebe Grüße

  32. Ihr Lieben,
    ein kleiner Zwischenbericht. Wir haben unseren Sohn (6) wenige Monate vor der Einschulung
    aus dem Kiga abgemeldet und hin und herüberlegt ob wir es wagen sollten. Natürlich gibt
    es viele Aussenstehende, die es „besser“ wissen.
    Und was soll ich sagen: Es klappt super.
    Er wollte nicht mehr hin, weil es ihm zu wild ist und dort zuviel gehauen wird.
    Sahen wir als Eltern genauso wann immer wir dort waren.
    Traut Euch, es fühlt sich gut an.
    Alles Liebe
    Nana

  33. Hallo,

    Ich möchte dir für diesen Artikel (und auch die anderen zum Thema) danken, denn auch wenn sie schon älter sind, sie haben uns in unserer Entscheidung bestärkt.

    Auch wir haben unseren Sohn im Kindergarten angemeldet, in der Hoffnung, ihm etwas Gutes zu tun. An sich ging er gerne hin, aber es ging ihm damit nicht gut. Drei Monate haben wir es probiert, aber schon recht bald Zweifel daran gehabt. Jetzt ist er wieder Zuhause und es geht ihm offensichtlich wieder besser.

    Ich möchte auf meiner Seite Erfahrungsberichte u.ä. zum Thema sammeln und ich hoffe, es ist okay, wenn ich deine Seite verlinke. :)

    Liebe Grüße
    Amy

    • Na Klar, amy, kannst mich gern verlinken. freu mich, wenn es immer mehr Artikel dazu gibt, es bewegt doch einiges! Alles Liebe für euch! Marietta

  34. Hallo Ihr Lieben,

    auch ich möchte hier kurz meine Erfahrungen schildern. Unsere Tochter ist jetzt 4 Jahre alt und war bis dato nicht im Kindergarten. Nun hatten wir uns doch entschlossen, dass sie dort hin geht. Zum einen weil sie das so wollte, zum anderen weil wir der Meinung waren, dass Sie die „Gemeinheiten des menschlichen Miteinanders“ schon vor Schuleintritt kennen lernen soll, damit sie das später nicht zu sehr überrollt. Sie hatte nun Ihre ersten zwei Tage und heute habe ich im KiGa angerufen und gesagt, dass wir nicht mehr kommen werden. Ich bin so traurig. Ihr werdet vielleicht fragen: was ist passiert? Ich werde es Euch erzählen!

    Der erste Tag war super: Unsere Maus ist direkt alleine in der Gruppe geblieben. Ich saß ein Stockwerk höher wo sie mich, wenn sie aus dem Gruppenraum heraus lief, sehen konnte. Ab und zu schaute sie raus winkte mir zu und ging wieder spielen. Alle lobten sie, weil sie doch noch keine Kindergartenerfahrung hat. Auch unsere Maus war begeistert.

    Am zweiten Tag sagte man mir direkt, dass sie heute nicht so viel Zeit wie gestern hätten, um nach unserem Kind zu schauen. Unsere Maus ging wieder in die Gruppe, ich war wieder im ersten Stockwerk. Die Gruppentür war plötzlich geschlossen und kurz darauf hörte ich meine Kleine laut weinen. Sie hatte Angst bekommen, weil die Tür verschlossen war, klammerte sich an den Tisch und wollte mit niemandem außer mir sprechen. Die Erzieherinnen schauten mich dann nur sehr merkwürdig an.

    Die Kleine war danach dann sehr anhänglich und ich durfte ihr Sichtfeld nicht verlassen, was aber von den Erziehern als sehr störend empfunden wurde. Sie wäre ja schon 4 …

    Später hatte das Kind dann Durst. Doch im Kindergarten ist nur Wasser und Milch erlaubt. Die Kleine wollte aber ihre Apfelschorle im Rucksack. Sie zog sich deshalb zurück und wollte nicht weiter spielen. Da merkte ich schon , dass wir langsam unbequem wurden. Die Erzieherin meinte, ihr wäre schon aufgefallen, dass unsere Kleine einen sehr starken Willen hätte. Und es hört sich an, als ob sie unser Kind mit dieser Aussage brandmarken wollte.

    Als ich mich dann endlich entfernen konnte, bin ich in das Büro der Leiterin um noch einige Formalitäten erledigen zu können. Mein Mann der bis dahin im ersten Stock auf mich gewartet hatte, kam auch dazu, damit unser Kind einen Ansprechpartner hat und trotzdem die Papierangelegenheiten erledigt werden können. Und dann passierte es: Unser Kleine betrat den Raum und fragte nach mir. Mein Mann wollte schon mit ihr raus gehen und in die Gruppe zurück gehen, da brüllte die Leiterin unser Kind an. Sie würde hier mit Mama und Papa reden, sie soll endlich raus gehen und die Tür zumachen. Unsere Tochter (der ich versprochen habe, dass wir sie nicht alleine lassen, wenn sie das nicht möchte) weigerte sich natürlich. Da stürzte eine zweite Erzieherin, die wohl die laute Stimme der Leiterin gehört hatte, in das Büro und versuchte mit beiden Händen unsere Tochter (die laut stark protestierte) am Arm hinaus zu zerren.

    Damit war dieser Kindergarten für uns erledigt und ich bin im Moment noch nicht sicher wie es weiter geht. aber es gibt mir Hoffnung, dass es mittlerweile immer mehr Kinder gibt, die überhaupt nicht in den Kindergarten gehen und trotzdem zurecht kommen.

    Liebe Grüße,
    Katharina

  35. Hallo :-)

    Vielen Dank für diese Seite !!!!!!!!!!!!!
    Ich bin überglücklich, endlich Gleichgesinnte getroffen zu haben.

    Mein Sohn ist 6 Jahre und zu Hause. Er ging nur ein Jahr in den Kiga. Er fühlte sich dort nicht wohl, ihm war ständig langweilig und „die machen nur Babykram“. Im Kopf ist er viel weiter, liegt wahrscheinlich am großen Bruder (8). Jedenfalls war der Abschied auch nach einem Jahr immer schwer und er tat mir so leid. Leid tut mir auch, dass ich ihn zu Hause angeschrien hab wegen morgendlichen Nicht-hin-wollen und gut fühlte ich mich nie. Mein Inneres sagte mir schon bei meinem Grossen, dass dieser Gruppenzwang nicht richtig ist und ein Kind zur Mutter gehört. Ich war selbst auch nicht im Kiga.

    Die Spitze war erreicht, als Junior wegen dem Kochtag schon Tage vorher Panik bekam und in der Nacht im Bett saß und bettelte, er will nicht in den Kiga…… Er hörte auf zu essen und war insgesamt deprimiert. Ich meldete ihn schließlich ab, als ich raus bekam, dass die Kinder beim Kochtag zum Essen probieren gezwungen werden…..kein Witz!

    Habe mitbekommen, wie die Mütter über mich reden „die hat ihre Kinder nicht im Griff“ usw. und lästern. Die Einschulung naht und ich hab Panik, dort auf diese Mütter zu stoßen. Abgesehen davon will Junior diese Kinder auch nicht mehr sehen………

    Meine Frage: Wie kann man sich verbal wehren wenn man direkt angesprochen wird mit Sätzen wie „ohne Kiga, das ist verantwortungslos“ oder „wie soll das in der Schule werden“ oder „Kinder brauchen soziale Kontakte und Regeln“…..
    Wer hat für mich passende Sätze parat, die kurz und knapp alles sagen, ohne Nachfragen zu erlauben?
    Ich habe ein dünnes Fell und ich hoffe immer, niemanden von damals zu treffen……

    DANKE für Eure Hilfe

    LG
    Ela

  36. Hallo, ich habe Grad eben mal wieder mit einer Freundin zusammen essen und musste mir wieder Vorwürfe anhören warum mein Sohn nicht in die Kita geht, er wir 5 im Nov. Ich selber War nie in einer Kita und ich möchte sagen das mir da auch nie etwas gefehlt hat als Kind . Ich kann behaupten dass meine Kindheit sehr schön War und sehr gern erinnere ich mich daran zurück. Mein Sohn ist in seiner Entwicklung schon sehr weit das hat mit bis jetzt auch immer der Kinderarzt betätigt und mein Sohn hat auch wahnsinnig viele Kontakte zu andern Kinder und zu vielen Menschen überhaupt und wenn ich selber arbeiten bin ist bei bei meiner Familie. Ich finde es einfach schön das ich die Freizeit die ich habe mit meinem Sohn teilen kann. Denn wir erleben zusammen sehr viele schöne Dinge machen Ausflüge und haben viel Spaß und ein sehr sehr enges Verhältnis. Ich möchte einfach das mein Sohn eine schöne Kindheit hat weil ich der Meinung bin, das er wenn in die schule kommt genug Stress hat und da schon ein großes Stück Kindheit und und Freiheit verloren geht. Und jedesmal wenn mich bekannte dafür anmachen das mein Sohn nicht in die Kit geht kann ich es nicht verstehen und fühle mich kurz schlecht . Aber nachdem ich diesen Bericht hier gesehen hab fühle ich mich wieder zu 100%in meiner Entscheidung ihn Zuhause zu lassen bis er in die Schule kommt bestätigt und ja ich fühle mich wohl dabei das meine Zeit neben meiner halbtags Arbeit mir meinem Mann und unserem Sohn gehört ich liebe es mit ihm die Welt neu zu entdecken. Danke an alle Mamas die genau so denken .

  37. Hallo Ihr Lieben!

    Hätte zu dem Thema mal eine andere Frage an die anderen mit Kindern ohne Kindergarten: Unsere Kleine ist ja mit 4 noch nicht im Kindergarten. Nun beobachte ich, dass sich die Kindergartenkinder in dem Alter sehr oft miteinander verabreden und dann auch alleine bei ihren Freunden bleiben. Meine spielt bei den Freunden zwar alleine, möchte aber noch nicht dass ich komplett weg gehe. Für mich ist das in Ordnung, aber die anderen Mütter kritisieren das. Ich selbst bin da etwas irritiert, denn ich war erst mit sechs das erste Mal alleine bei Freunden und davor war meine Mutter immer irgendwo in der Nähe. Heißt: Wir Kinder spielten alleine im Kinderzimmer, Hof und Garten und die Eltern tratschten gemeinsam im Wohnzimmer oder auf der Terasse. Und im Bedarfsfall war man als Ansprechpartner greifbar. Wie handhabt Ihr das?

    Sonnige Grüße,
    Kathrarina

    • Liebe Katharina,

      ich finde es völlig ok, wenn deine Kleine das so möchte. ich selber war es auch so gewohnt als Kind und meine Kinder wollen auch nur bei vertrauten Menschen ohne mich sein. Es ist wunderbar, wenn Kinder das genau so sagen, wie sie es brauchen und sich gewiss sind, dass es so völlig ok ist. Ich verspreche dir, mit 16 wird sie sich freuen, wenn du mal nicht dabei bist:)
      Wenn andere das komisch finden und du dich unwohl fühlst – es ist doch dein leben und deine Tochter. Nimm dir lieber nicht die Sorgen der anderen an…das mache ich auch viel zu oft! Wenn es dir und deiner Tochter gut geht- wunderbar!

      Liebe Grüße,

      Marietta

  38. Hallo Marietta,

    vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Es ist halt nicht immer einfach gegen den Strom zu schwimmen. Wie sagte mir gerade eine Erzieherin bei uns vor Ort: „Ihr Kind ist in unserer Stadt (ca. 10.000 Einwohner) wohl das Einzige das noch nicht in den Kindergarten geht. Das ist eher ungewöhnlich.“ Und sobald unsere Kleine nicht so „funktioniert“ wie andere Kinder ist der Grund der Gründe immer der fehlende Kindergarten: „Andere Kinder gehen schon alleine zu ihren Freunden, andere Kinder bleiben beim Essen ruhig am Tisch sitzen, andere Kinder schlafen alleine in ihrem Bett,…, und Deine… .“ Und dann ist man manchmal unsicher :-(
    Mal sehen wie es weiter geht.

    Sonnige Grüße,
    Katharina

  39. Hallo nochmal !!

    Super Video – danke !!!!

    Tut so gut, dass wir vom aussterben bedrohte Spezius hier auf Artengleichheit stoßen 😉

    Ich hatte angefragt, wie man sich verbal am besten wehren kann. Vielleicht hat der eine oder andere ne Idee oder ne Erfahrung, mit der man an Achtung gewinnt ?!

    Ich bin schon so weit, dass ich mich sehr zurückziehe und in Nachbarorten einkaufe, denn am Vormittag hab ich ja Junior dabei und da sind doch alle Gleichaltrigen im Kindergarten …………

    Daher wollte ich mir ein paar Sätze zurechtlegen. z. B. „Psychologie und Pädogogik vertragen sich nicht“
    Den Satz hab ich auch auf so ner Seite gelesen (hochbegabte Kinder u Kindergarten).

    Hat noch jemand was auf Lager ????????????????

    DANKE
    Ela

  40. Hallo Marietta,
    das ist wirklich ein sehr schönes Video. Deine Worte machen richtig Mut. Danke!
    Alles Liebe,
    Katharina

    P.S.: Und Du hast recht, die „freien“ Kinder sind irgendwie etwas ganz Besonderes.

  41. Hallo zusammen,

    ich bin gerade auf diese Seite gestoßen und bin sehr begeistert. Habe nämlich auch eine zweijährige Tochter, die nicht in die Kita geht und erlebe auch ständig die Vorurteile von vielen Mitmenschen. Obwohl, wenn man mit vielen dann darüber redet, beneiden sie einen auch wieder und stimmen einen zu, dass es für die Kinder zu Hause doch am besten ist.

    Leider ist es wirklich schwierig andere Kinder, die ebenfalls nicht in die Kita gehen zu finden, zwecks evtl. Spiele Treffen. Habe sogar schon eine Anzeige bei eBay Kleinanzeigen aufgegeben. Leider mit wenig Resonanz.

    Vielleicht gibt es hier ja Eltern, die in der Nähe wohnen und noch Spielkontakte suchen. Wir wohnen am südlichen Berliner Stadtrand im Brandenburger Umland. Bei Interesse könnt Ihr euch gerne melden. Würde mich sehr freuen.

    Liebe Grüße Katrin

  42. Hallo an alle Gleichgesinnten!
    Ich bin sehr froh diese Seite gefunden zu haben.
    Seit 2012 kämpfe ich mit dem Kiga, meinen Kids u.mir selber…im Frühjahr diesen Jahres war ich mit den Nerven am Ende u.hab meine Tochter abgemeldet u.nun auch meinen Sohn.
    Die Kinder sind permanent unglücklich u.unzufrieden gewesen u.ich natürlich auch.
    Seit meine Tochter in der Schule ist gehts ihr gut. Mein Sohn ist fast 5 u.bleibt noch 2 Jahre zuhause.
    Alle sind momentan zufrieden.
    Nur das Umfeld natürlich nicht.
    Keiner versteht es u.ich muss mich permanent gegen Anfeindungen wehren…
    Mittlerweile bin ich aber gefestigt u.mit der entscheidung vollkommen zufrieden.
    Ich würde mich über Kontakte freuen…
    LG Katti

    • …u.ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen..dann hätte ich meine Tochter nicht in den Kiga gegeben u.viel wäre uns allen erspart geblieben.
      Aber nach vorn schauen….

  43. …achso 😉 u.viele fragen sich..wie funktioniert das mit Arbeit usw.?
    Ich bin in der glücklichen Lage , dass ich meine Elternzeit komplett nehmen konnte u.ich finde wenn es irgendwie geht..macht das! Bleibt hartnäckig beim Arbeitgeber.
    Wir haben uns nach der Elternzeit für ein Au Pair Mädchen zusätzlich entschieden. D.h.ich arbeite bewusst wenig Teilzeit u.habe eben immer das Au Pair da.
    Natürlich ist das nicht für jeden eine Option aber eine Überlegung wert.
    Unsere Kids lieben das Au Pair u.sind immer in häuslicher Umgebung betreut auch wrnn ich mal nicht da bin.
    Nur als Anregung…..

  44. Hallo ich habe grade erst dein block gefunden weil ich so verzweifelt bin in der kita und auch traurig zugleich. Ich hab immer gedacht kita ist das beste weil wie oben schon beschrieben die Leute diese agumente hatten und ich jedesmal schon genervt wurde wann das kind in die kita kommt. Jetzt hab ich bei dir gelesen das es auch anders geht und ich der Überzeugung gekommen bin das ich das gut finde. Ich brauch keine Kita ich bin sowieso Zuhause mehr oder weniger ich arbeite nebenbei mit meiner Tochter die zwei ist.das klappt sie hat noch 2 Geschwister 3 und 5 beide in der kita. Die 3 jjährige schreit schon beim aufstehen und ich muss sie regelrecht rein zeren. Und ich finde sie war vorher besser entwickelt als jetzt. Und die große ist wirklich nicht dem stand einer fast 6 jährigen ich mach nach der kita immer noch viel mit ihr aber sie ist zu müde dafür. Ich wollte eigentlich schon letztes Jahr sie abmelden aber die Erzieherin meinte auch das ist schade und ihr ist sie am besten unterstützt. Ich bin wirklich unglücklich mit der kita. Ich weis nicht ob ich das alles jetzt aufholen kann mit ihr was die kita versäumt hat. Sie soll nächstes Jahr in die schule.was meinst du würdest du sie das letzte Jahr weiter in die kita bringen oder Zuhause fördern?
    Wäre schön eine Antwort zu bekommen.

    • Es ist immer möglich, ohne KIndergarten zu leben…ob nun ein Jahr vorher oder generell – es spricht nichts dagegen, dein Kind zuhause zu lassen,w enn ihr mit der Kita eh unglücklich seid! Hör auf dine Mamaintuition. Es gibt nichts zu befürchten – ihr seid frei!:) Alles Liebe, marietta

  45. Hallo…Mein Sohn ist 5 Jahre alt und kommt erst nächstes Jahr in die schule…momentan ist es so dass er im Kindergarten scheinbar ausdrücke sagt und die Erzieherinnen anspuckt…Zuhause macht er sowas nicht bis auf die ausdrücke die er aber beim spielen verwendet und ich ihn dann ermahne wenn ich ihn erwische dabei….Nun habe ich den Entschluss gefasst ihn vom kindergarten abzumelden weil ich der Meinung bin dass die das einfach nicht gebacken kriegen und ihm und mir sehr viel Druck machen dass er sich doch ändern soll…Sie haben sogar schon gesagt wenn er sich nicht ändert kommt er auf eine schwer erziehbaren Schule womit ich überhaupt nicht einverstanden bin weil er echt ein super Kind ist….Bis jetzt habe ich daran gezweifelt ob der weg richtig ist aber mit diesem Blog und diesen Kommentaren bin ich mir sicher dass es richtig ist weil man auch hört bist du verrückt er braucht das doch jetzt wird er auf die schule vorbereitet….Wie seht ihr das? LG tina

    • Liebe Tina,

      das ist ja das verrückte, dass Kinder, die zuhause sanft und ausgeglichen sind, plötzlich in Einrichtungen schwer erziehbar gelten. Mein persönlicher Glaube (und ich habe an Förderschulen gearbeitet) ist, dass das Shculsystem viele Kinder völlig überfordert und sie einfach Strategien entwickeln, mit dieser Überforderung klarzukommen, die dann eben anspucken oder sonst was beinhalten. Ich glaube, dass kein Kind einen Schaden davon trägt, wenn es bei seiner Mama und Familie lebt – vorrausgesetzt natürlich, die Familie ist um das WOhl des KIndes bemüht. Hör auf deinen Instinkt. Wir lassen uns viel zu schnell verunsichern, dass wir unseren kidnern die Zukunft verbauen oder ihnen einen wichtigen Aspekt verwehren. Das ist aus meiner Sicht unnötig, Ich vertraue in mein Gefühl und bin dabei im Hier und Jetzt. NU im Hier und Jetzt können wir Entscheidungen treffen, nicht in der Vergangengeit und nicht in der Zukunft. und wenn es für dich im Hier und Jetzt Stimmig ist ohne Kindergarten, dann lebe es! Du kannst es jederzeit anders machen…:)

      Alles Liebe, Marietta

      • Danke marietta für die unterstützenden Worte mein Gefühl ist einfach so dass es richtig ist ihn daheim zu lassen und das werde ich auch…Nur hoffe ich dass er später in der schule dafür nicht büßen muss und wir uns anhören dürfen das kommt davon weil er nicht im kindi war….naja da müssen wir durch….

        LG tina

  46. Hallo ihr Lieben,

    meine große kleine (4 Jahre) ist auch nicht sehr begeistert vom Kindergarten. Sie geht vielleicht alle zwei Wochen mal für zwei Tage aber das reicht ihr dann auch. Ihre Eingewöhnung letztes Jahr hat im August angefangen. Im September meinte ich es macht keinen Sinn und dass wir jetzt einen Monat Pause machen und haben dann im Oktober nochmal mit einer neuen Eingewöhnung begonnen. Die hat dann bis Anfang des nächsten Jahres gedauert. Ab dann ist sie gerne gegangen bis ihr Anfang Mai ein Junge (wahrscheinlich im Spiel aber sie hat es halt sehr ernst genommen) gesagt hat dass er sie umbringen will. Seitdem habe ich sie immer um elf abgeholt bevor die Kinder raus gingen weil sie ihn (er war aus einer anderen Gruppe) nicht sehen will. Immer wieder wurde ich gedrängt meine Tochter „zu ihrem Glück zu zwingen“ und ihr zu sagen dass ich möchte dass sie raus geht damit sie erlebt dass man auch Schönes draußen erleben kann. Ich sagte dass ich es nicht möchte weil ich sie nicht zwingen möchte gegen ihr Bauchgefühl zu entscheiden weil ich später im Jugendlichenalter bestimmt froh sein werde wenn sie sich aus Situationen die ihr kocht geheuer sind fern hält und ich nicht möchte dass sie das Verlernt. Mit dem Ergebnis dass am nächsten Tag eine Erzieherin meinte dass ich heute ruhig erst um halb zwölf kommen könnte weil sie eine Geburtstagsfeier hätten die bestimmt länger dauert- als ich dann um 11.15 kam waren alle Kinder draußen. Auch meine Fleur. Sie saß auf einem Stuhl neben der Erzieherin und wartete dort auf mich. Die Erzieherin erzählte mir ganz stolz dass Fleur zwar geweint hätte als es raus gehen sollte aber dann hätte sie ihr einfach gesagt dass es dazu gar keinen Grund gäbe und sie dann mitgenommen hat. Seitdem habe ich sie bis zu den Sommerferien zu Hause gelassen. Was bewirkt hat dass wir morgens in Ruhe aufstehen konnten und in Ruhe überlegen konnten was wir denn heute machen wollen und es auch egal war wenn es mal was später ins Bett ging weil man ja nicht am nächsten Tag um spätestens 8.30 aus dem Haus musste. Der Junge der sie geärgert hat ist jetzt in der Schule deswegen habe ich im August nochmal mit einem Neustart begonnen. Sie ist auch freudestrahlend hingegangen und hat sich auf ihre Freundinnen gefreut. Aber prompt als wir im Gebäude waren kam ihr mulmiges Gefühl zurück. Seit Anfang August war Fleur jetzt vier Tage im Kindergarten. Jeder dieser vier Tage bedeutete morgens Stress beim Fertigwerden und mittags Stress beim Nach Hause gehen in der heißen Mittagssonne. Ansonsten haben wir sehr entspannte Tage und Fleur spielt gerne mit ihrer kleinen Schwester. Diese hat jetzt theoretisch einen Platz ab Januar da ist sie 2.5 Jahre. Ich kann mir aber nicht vorstellen sie ab dann dahin zu geben. Durch Fleurs lange Eingewöhnung habe ich den KindergartenAlltag zu Genügen kennengelernt und er besteht aus Regeln und Gleichheit. Allein was das Frühstück angeht. Ich habe Kinder die gerne morgens ein Brot isst und dann über den Vormittag verteilt den Obst und Gemüseteller leer essen. Es kann aber auch mal vorkommen dass sie das Gemüse mit in andere Zimmer nehmen oder es gar nicht essen. Dann nehmen wir es mittags halt mit wenn wir unterwegs sind. Im Kindergarten müssen sich alle Kinder setzen und in einer bestimmten Zeit gegessen haben. Wenn Sie um 10.30 noch Hunger haben dann haben sie eben für den nächsten Tag gelernt dass man vorher hätte aufessen müssen. Einmal kam Fleur nach Hause und sagte: „Mama ich bin doch ein liebes Kind weil ich die GANZE Brotdose leer gegessen habe“ Ich denke sie wurde von den Erzieherinnen dazu angehalten aufzuessen mit dem Argument dass ich mich dann freuen würde nehme ich an denn ich messe es nicht dran ob sie ein liebes Kind ist ob sie ihr Frühstück fertig aufgegessen hat oder nicht. Naja lange Rede kurzer Sinn… Ich glaube ich werde meine zwei Kinder abmelden weil es mir einfach nicht gefällt wie es dort läuft und Fleur auch eh nicht gerne geht. Noch eben habe ich sie gefragt ob sie heute gehen möchte und sie sagte morgen. Ich bin mir sicher dass sie morgen wieder morgen sagen wird.
    Ich muss zugeben dass wenn wir den ganzen Tag zu dritt zu Hause sind (mein Mann ist unter der Woche fast den ganzen Tag weg) ich schon manchmal zu viel kriege und die zwei auch zu streiten anfangen. Gehen wir aber raus oder besuchen Oma und Opa oder die Tante mit Cousin sind sie ein Herz und eine Seele und sind so liebe Kinder mit denen ich gerne meine Zeit verbringe.
    Ab September 2017 möchte ich wieder arbeiten aber zum Glück habe ich eine Mutter die mich in meiner Entscheidung unterstützt (sie hat mir auch den Link dieser Seite geschickt ) und bereit wäre die Kinder in der Zeit zu nehmen. Was meinte Mutter angeht… Ich selber war auch nicht im Kindergarten und habe nur schöne Erinnerungen an meine Kindheit und war später sehr gut in der Schule. Ich danke meiner Mutter dafür. Letztens meinte eine Freundin als ich meinte ich sei nie im Kindergarten gewesen dass wäre ja schade denn sie hätte so schöne Erinnerungen an den Kindergarten. Wie toll es gewesen sei mit den andern Kindern im Matsch zu spielen oder Spaziergänge zu machen oder zu basteln….. Also DAS hatte ich auch ohne Kindergarten ;-D
    Naja lange Rede kurzer Sinn- ich freue mich sehr über diese Seite hier denn natürlich muss ich mich schon mal watmen gegen die Anschuldigungen seitens der Leitung und den Erzieherinnen wenn ich meine Kinder abmelde.
    Weißt du ob es evtl ein Portal gibt wo man seine Plz oder so eingeben kann und Gleichgesinnte in seiner Nähe kontaktieren kann?

    Liebe Grüße,
    Mareike.

    • Liebe Mareike, danke für deinen Bericht. VOn einem Portal weiß ich nichts. Es gibt jedoch mehrere Seiten zu diesem Thema,Kindergartenfrei, Fremdbetreuung brauch ich nicht und wie sie alle heißen…google mal danach. Ansonsten verkuppel ich auch Familien. Schreib einfach hier aus welcher Stadt du kommst und es melden sich bestimmt andere!

      Alles LIebe dir und wunderbar, dass du eine Muter hast, welche diese Entscheidung unterstützt! So ist es wirklich ein Segen! Danke an deine Mutter, an dich und an deine mutige Tochter, die sagt und zeigt, was sie braucht…

      Marietta

  47. Hallo Marietta!

    Danke für deine schnelle Antwort.
    Wir wohnen in Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen). Sind aber auch schnell in den umliegenden Städten wie Königswinter, Bonn, Hennef und Unkel ect.

    Liebe Grüße, Mareike.

    • Hallo Marietta,
      Bin auf deiner Seite gelandet und habe zwei Fragen:
      Ist dein Kind inzwischen in der Schule? Wenn nein, wie habt ihr das hinbekommen?
      Und eine Bitte: Kannst du für mich einen Kontakt mi Mareike herstellen? Gruss Anja

  48. Hallo zusammen!
    Unser Sohn ist seit Ende Juli im Kindergarten.
    Er findet es dort auch super. Generell findet er es überall super wo viel los ist :-) .
    Leider hat er sich seitdem er dort ist sehr verändert. Rückschritte gemacht. Und er passt sich schnell an weil er kein Kind ist das sich laut durchsetzt. Die Erzieher finden ihn total lieb und unauffällig. Ich finde er kann seine Persönlichkeit und sein Wesen dort gar nicht einbringen weil in der großen Gruppe alles nach Ablauf funktionieren muss.
    Jetzt war er eine Woche zuhause und alles lief wunderbar.
    Also nehmen wir in aus dem Kindergarten und gestalten unseren Alltag selbstbestimmt.
    Damit sind wir ziemlich allein.
    Alle halten mich für verrückt und meinen ich würde meinen Kindern schaden, weil ich mit den beiden (3 & 1) zuhause bin.
    Ich bin mittlerweile total verunsichert und dieser Text hat mir wirklich sehr geholfen!
    Vielen Dank!
    Kommt nicht vielleicht jemand aus Braunschweig und lebt ohne Kindergarten?!
    Liebe Grüße
    Alena

    • Liebe Alena,

      Deine Wahrnehmung teile ich. ich erlebe oft Kinder, welche in den kindergarten kommen und ich habe das Gefühl, dass sie sich stark verändern und irgendwie nicht mehr so „echt“ wirken wie vorher. Ich finde eure Entscheidung einfach stimmig und wünsche euch ganz viel Kraft, wenn euch negative Stimmen belasten – es ist EUER Leben. ich habe eine Freundin ohne Kinder in Braunschweig:) Also, Mamas mit Kindern aus Braunschweig, zeigt euch:)

      Alles Liebe, Marietta

  49. Hallo,

    ein sehr schön geschriebener Text, dem ich absolut zustimme!
    Ich bin momentan dabei meinen Sohn (2 Jahre) in den Kindergarten einzugewöhnen. Er möchte zwar morgens hin aber spielt dort nur wenn ich in der nähe bin und ist nach 2 Stunden so fertig, dass er unbedingt wieder nach Hause möchte. Sobald ich den Raum verlasse, bekommt er Panik und hört gar nicht mehr auf zu heulen. Ich merke, dass ihn das total überfordert und bin kurz davor ihn wieder abzumelden.
    Ich konnte bereits als Kind mit dem Kindergarten nichts anfangen und meiner Tochter ging es damals genauso. Sie hat Jahre lang jeden Morgen geheult und gesagt, dass sie mit den Kindern dort nichts anfangen kann…

    Es ist traurig, wie viele Gedanken man sich macht, was andere über die Entscheidung denken sein Kind aus der Kita abzumelden. Wenn sich mein Kind zu Hause viel wohler fühlt und viel lieber spielt, wieso sollte ich es gegen seinen Willen in den Kindergarten bringen ?! Mein Sohn verbringt gerne Zeit mit mir und ich mit meinem Sohn… also wo liegt das Problem 😉

    Natürlich haben nicht alle Eltern die Möglichkeit ihre Kinder zu Hause zu betreuen aber wenn es die Situation erlaubt und die Kinder einfach nicht in die Kita wollen, was gibt es da besseres als selber für die Kinder der ERZIEHER zu sein.

    Wie gesagt, mache ich momentan die Eingewöhnung und verbringe täglich einige Stunden im Kindergarten. Nach dem was ich bis jetzt alles mitbekommen habe, behaupte ich einfach mal, dass den Kinder nicht nur soziales sondern auch asoziales verhalten beigebracht wird…

    Hört auf Euer Bauchgefühl und nicht auf die Anderen 😉

    LG

    Dean

  50. Hallo Marietta,

    Ich habe Mitte September geschrieben und wollte nur einmal eine Rückmeldung geben dass seit Fleur nicht mehr im Kindergarten ist wieder zu sich selbst findet. Bis sie drei war wollte sie immer alles haben wie Jungen- dh lieber was mit Autos oder Kapuzen als was mit Prinzessinnen und Rüschen. Seit sie im Kindergarten war lernte sie dort langsam aber sicher die Welt von ‚Frozen‘ kennen und war plötzlich total fixiert darauf. Jetzt seit zwei Monaten ca kleidet sie sich wieder wie ein Junge und möchte zu Karneval doch lieber wieder SuperMario statt Elsa werden. Wenn sie bei Freundinnen ist spielt sie trotzdem begeistert mit Prinzessinnen und glitzernden Zauberstäben aber ich merke dass sie wieder mehr in sich ruht und mit ihrer Persönlichkeit und das was sie nach außen zeigt wieder eins ist.

    Hier habe ich noch ein schönes Video was ich gerade geguckt habe und mich daran erinnert hat hier nochmal ein kurzes Feedback zu geben:
    https://youtu.be/PWQyCjhlObk

    Liebe Grüße,
    Mareike.

    • Liebe Mareike,

      ach das ist ja schön zu beobachten. Ich finde es auch so spannend, wie schnell Kinder im Kindergarten oder Schule ihre Wesen so anpassen…wie schön, dass ihr wieder „bei euch“ seid. Danke für das Video, Andre Stern ist ja quasie ein Superstar unter den Freilernen:)

      Alles Liebe,
      Marietta

  51. Danke ! Mir hat es sehr geholfen das zu lesen. Wir haben soeben unseren Kindergartenplatz gekündigt und hatten mit einem neu gegründeten Kiga einen Klasse Betreuungschlüssel, Waldkindegarten, Anwendung der GFK Prinzipien – ich dachte besser geht es nicht. Nur unser Kind dachte nicht so …Es hat einfach gut getan den Eintrag zu lesen UND die Kommentare !
    Alles Liebe

    • jippie! so ging es uns damals auch. Waldkindergartenplatz vom allerfeinsten angeboten bekommen und dennoch klar und voll Freude: NEIN gesagt. und wir haben es nie bereut. nicht einen einzigen Tag:)

  52. Hallo Leute! toll, was hier Schönes ausgetauscht wird, es freut mich!
    Nun eine etwas ungewöhnliche und hier vielleicht unpassende Frage an Euch alle:
    unsere Tochter (die sogut Waldorfkindergarten wie standard-Schule wie auch Unschooling erlebt hat und jetzt 15 ist) möchte den Rest des Schuljahres in Deutschland verbringen. Hat eine Familie Lust, uns kennenzulernen und vielleicht dieses zu probieren: unsere Tochter ab März zu beherbergen, so dass sie z.T. die Kinder mitbetreut ( natürlich ohne rechtiiche Verantwortung) und in die naheliegende Schule oder wenn möglich Waldorfschule geht?
    Vielen Dank für jede Antwort. Für jede Art von Austausch und/oder Entgeld sind wir offen. Zunächst mal einander kennenlernen!
    Alles Gute wünsche ich Euren freien Kindern, bin auch natürlich für jedes Gespräch zB über Unschooling offen. mit herzlichen Grüßen
    Hélène (Eina)

    • Hallo Helene,
      wir sind eine Familie mit fünf Kindern zwischen 14 Jahren und sechs Monaten. Die Großen gehen in Hannover auf die Waldorfschule. Wir müssten etwas zusammenrücken, aber ich fänd es sehr spannend, jemanden hier aufzunehmen bis zum Ende des Schuljahres!
      Viele Grüße
      Kirsten

  53. Hallo und liebe Grüße ebenfalls aus Dresden :)

    Wie geht es den Euch heute? Danke für diesen Beitrag,,,,,,,,,,,,,

    Wenn ihr Lust und Laune habt und auch in Dresden lebt, ihr Kinder habt die nicht fremdbetreut werden, meldet Euch doch mal bei uns.

    Inge (36) und Emilia Franka (fast 3) :)

    • hallo !! ich bin so erstaunt, nach kurzen einblick in diese website, über ihren Inhalt allgemein und insbesondere, weil ich sie als erste öffnete, als ich „ohne kindergarten dresden“ suchte.
      ich las zuerst nur einige sätze durch aber selbst diese bescherten mir überraschend starkes obwohl mit zuversicht gedämmtes glücksgefühl. seit einiger zeit beabsichtigte ich nach Eltern zu suchen, in Dresden, die auf der suche nach alternativen der kindheitgestaltung sind. es fehlt mir gerade schwer all meine vorstellungen, bemühungen, erfahrungen und wünsche zu schildern, aber kurz kann ich ohne zweifel sagen, dass mir die Einträge in diesem Forum sehr am Herzen liegen und ich in aller spontanität meiner Entdeckung von intuitiveltern.de hoffe mit anderen dresdner-Eltern Kontakt aufnehmen zu können.
      mein schwerpunkt liegt gerade eben beim thema :
      *******
      eltern finden, die statt kindergarten, eine kleine kindergruppe bilden würden, wo betreuung nach absprache bei einer der familien stattfindet (ein beispiel:. 4 kinder aus 4 familien verbringen in einer woche mo-mi bei uns, do-fr bei familie 2, nächste woche geteilt bei fam. 3 und 4 .. das wäre natürlich nach absprache jeweils flexibel zu gestalten je nach bedarf/zeit/planung.
      zuverlässigkeit und vertrauen gehören selbstversträndlich dazu, wofür man in einer kennenlernphase gefühl entwickeln könnte – das stelle ich mir, unter uns intuitiveltern ;), als angenehm-wertvoll-austauschreichen prozess vor..

      ich hoffe meine zeilen schaffen es, das gefühl ähnlicher rahmenvorstellung und lust auf rückmeldung zu erwecken
      ich bin auch offen für andere vorschläge, wie eine gleichaltrige gruppe (für 3-6jährige) zu bilden wäre. in der sich persönliche bindung und familiäre zugehörigkeit entwickeln könnte.

      freue mich auf antworten an

      gors@gmx.net

      bitte in betreff “ intuitiveltern “ angeben damit die mails nicht in spam unaffindbar bleiben

      ich wünsche schöne feiertage
      vina (42j aus dresden, mami von 4,5j tochter)

    • Liebe Inge, liebe Emilia Franka, wir kommen ebenfalls aus Dresden und Bruno (3) freut sich immer über neue kindergartenfreie Freunde :-) . Aus welcher Dresden-Ecke seid ihr denn? Herzliche Grüße, Isabel

  54. Hallo meine Lieben,

    Ich bin mit Mitte 20 noch nicht mit einem Kind beschenkt worden,
    Aber ich Versuche möglichst klar zu wissen, was wir (mein Mann und ich) für unser zukünftiges Kind tun können bzw. Welche Vorstellungen Werte usw wir vermitteln wollen.
    Gerade wenn man sich so genau mit diesen Dingen beschäftigt und versucht zu verstehen wie Kinder sind und was sie brauchen kann ich mich nicht mehr damit zufrieden geben die Erziehung für mehrere Stunden der Woche Fremden zu überlassen. Zumal ich nach diesem Blog nochmal Bestätigung darin gefunden habe. Ich habe das Privileg, dass mein Man nicht weit von Zuhause arbeitet und wir haben ein eigenes Haus mit Garten. Mein Mann ist nie im Kindergarten gewesen (das war damals auch nicht üblich) und auch ich habe eher bei meiner Mutter sein wollen als dort obwohl ich die Vielzahl an Spielsachen an den wenige Tagen genossen habe. Allerdings bin ich mit 5 Geschwistern auch Daheim mehr als versorgt gewesen ( Spielzeuge, Sozialkontakte wie auch Spielplatz direkt neben meinem Elternhaus, das zudem auf einem Dorf war). Wir wohnen zwar in einer ländlich gelegenen Stadt, dennoch bis zum Geschwisterkind dürfte es dauern, das das Erstgeborenen jmd anderen hat ausser uns Eltern. Ich bin bisher nicht mit Müttern in Kontakt , bin ja selbst noch keine, aber meint ihr das ändert sich wenn ich dann Schwangerschaft usw durchleben? Potenzielle Cousine und Cousen wohnen weiter weg zum Treffen. Wie oft braucht ein Kind den Kontakt zu anderen Kindern? Ich möchte nämlich gerne Freundschaften ermöglichen aber ohne Kindergarten. Oder reicht es wenn das Kind 1-3 im Monat andere Kinder trifft also zu Verwandten fahren oder sowas …. Bis es dann selbst im Ort seine Kontakte knüpfen kann?!

    LG Lydia

  55. Hallo Marietta,
    ich habe gerade die Beiträge hier gelesen und Deine Zeilen und die fadenscheinigen Argumente der Gesellschaft gelesen.

    Ich bin wirklich froh darüber, denn ich habe eine 4 jährige Tochter, welche auch nicht in den Kindergarten geht, weil sie nicht möchte…wir haben auch eine schreckliche Eingewöhnungszeit hinter uns gebracht, wo sie sehr sehr an ihre Grenzen gebracht wurde und wir dann entschieden haben, wir brechen ab.
    Sie hat über 4 Wochen gebraucht um wieder ihren Inneren Frieden zu finden. Jetzt ist sie wieder das glückliche lustige engagierte kleine Mädchen was wir alle kennen.
    Aber der Druck von aussen ist so hoch, das ich schon ins Zweifeln komme ob ich das richtige tue.

    Hast du Erfahrungen damit, ob es Kinder, welche nicht im Kindergarten waren, den Einstieg in die Schule schwerer haben? Ich habe Sorge das sie dann sich nicht von mir trennen kann.

    Lieber Gruss
    Kristina

  56. Mitten in der Nacht umd ich stosse auf diesen unglaublich tollen Beitrag!

    Ich bin 32 und unsere Tochter 5.5 Jahre und geht ebenfalls nicht in den Kindergarten, ich selbst bin Erzieherin und trotzdem spricht ihr mir hier aus der Seele!!!

    Wir kommen leider nicht aus Dresden würde mich aber über einen regen Austausch mit euch freuen, zumahl bei uns sich gerade alles um die Schule dreht ( Einschulung 2018) und ich doch gern andere Meinungen hören möchte!

    Gibts sowas wie eine Whats app Gruppe zum Austausch???

    Ganz Liebe Grüsse Melanie mit Lena

  57. Hallo,
    wir haben zwei Kindern. Der Große geht in eine Waldorfschule und der Kleine (3) wird Zuhause betreuut. Momentan kommt Kindergarten für uns nicht in Frage.
    Wir suchen Austauschmöglichkeiten/Treffen mit anderen Familien, die ‚kindergartenfrei‘ leben. Weiß jemand evtl entsprechende Möglichkeiten?
    Wir wohnen in NRW – Märkischer Kreis.
    Liebe Grüße

  58. Liebe Marietta,
    ich bin zufällig auf deinen Artikel gestoßen und bin sehr glücklich darüber.
    Ich habe unseren 3jährigen Sohn in den Kindergarten eingeschrieben damit er mit Gleichaltrigen spielt und auch gut die deutsche Sprache lernt, denn er wird 3sprachig erzogen.Mir ist aber zuletzt aufgefallen, dass die Kinder weniger miteinander reden als dass sie für sich irgendetwas basteln oder malen.Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Kindereinrichtungen dazu dienen, auf die Kinder Acht zu geben, sie zu beschäftigen. Denn in erster Linie müsste doch der Logik nach der Kindergarten dafür sein, um den Eltern Zeit zu schaffen, um einem Beruf nachzugehen.
    Oder bin ich die Einzige mit dieser Meinung

  59. Hallo an euch alle.

    Ich bin gerade so glücklich diese Seite gefunden zu haben. Wir haben 1.5 Jahre furchtbares Kindergarten Zeit hinter uns. Mein großer Sohn ist jetzt 5 geworden. Wir hatten ihn mit 3.5 Jahren in den Kindergarten gegeben und wurden damals deshalb schon von allen entsetzt angeschaut weil hier natürlich spätestens 3 Jahre die norm ist. Ich hab mich Bis jetzt nie getraut meinen Sohn wieder abzumelden obwohl ich gespürt habe es tut ihm nicht gut. Das tut mir sehr leid . Aber jetzt hab ich es geschafft und wir werden die letzten 1.5 Jahre gemeinsam Zuhause genießen und mein kleiner Sohn 3 Jahre wird gar nicht erst gehen. Vielleicht gibt es ja hier auch Eltern aus Baden Württemberg? Ich würde mich über Kontakt mit gleichgesinnten sehr freuen.
    Viele liebe grüße Julia

    • Danke ihr lieben für die vielen Beiträge. Auch wenn ich nicht alle beantworte lese ich alle und freue mich, wie viele Mütter und Väter hier aufblühen, weil sie endlich einmal gleichgesinnte Eltern spüren. Traut eurem Gefühl!

  60. Gleichgesinnte aus Dresden bitte hier melden :)
    Juli-lianna(ät)outlook.com

  61. Danke dir vielmals für deinen super Beitrag. Ich möchte meine Tochter auch selbst erziehen zuhause und nicht zur Kita schicken. allerding bezuehe ich ALG 2. Ich weiss nicht, ob die mich dann zwingen können dies zu tun. Bin auch alleinerziehend. Viele Grüsse.

    • Bis zum 3. Lebensjahr hast du das Recht auf Erziehungszeit. Danach wird es etwas schwieriger, doch das ist überall unterschiedlich,manche Bearbeiter sind auch völlig entspannt. andere schlagen dir jobs vor. Tagesmutter werden dann viele die ich kenne, um zuhause zu sein und dennoch zu arbeiten…bleib dir treu, alles andere wird sich ergeben. Dein Kind wegen Jobcenter in den Kindergarten zu schicken auch wenn du es nicht willst wäre aus meiner Sicht nicht dein herzensweg…:)

      • Hallo Marietta,
        wir haben für unser Kind eine Schulrückstellung erhalten(war auch unser Wunsch)nun will die Schule ein Nachweis über einen Kitabesuch.Was nun?
        Unser Kind hat bis zum 5 lebensjahr ein MiniClub (Spielgruppe)besucht, jetzt mag sie nicht mehr hingehen.
        Nun fördern wir zu Hause.Gibt es eine Pflicht dazu??

        LG

        • Eine Kindergartenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Wie das jetzt bei Schulzurückstellung aussieht, ob da eine Kita als „Vorschule“ gilt oder so, das weiß ich nicht…

  62. Hallo ihr Lieben Mamis!
    Mein kleiner Mann, 2,5 Jahre, soll nun auch bald die KiTa besuchen. Bis jetzt haben wir noch keinen Platz bekommen und eigentlich bin ich auch gar nicht gestresst deswegen. Seit der Geburt von meinem Jungen habe ich mich völlig auf meinen Instinkt verlassen und werde es wohl auch weiter tun. Wir bringen jeden Tag seine große Schwester in die Kita, aber er hat einfach null Interesse daran…Allerdings hat er schon Erfahrung mit anderen Kindern und ich glaube , dass der gleichaltrige Austausch ihm auch nicht schaden würde. Er interessiert sich unglaublich stark für mathematische und logische Dinge und ist sehr pfiffig….ob er seine Talente in einer Kita ausleben koennte? Ich zweifle…Grüße aus Leipzig

  63. Hallo!
    Ah wie schön endlich positives über Kinderbetreuung in eigenen vier Wänden zu lesen! Es ist wirklich seeeehr schwer dem gesellschaftlichen Druck Stand zu halten. Von wegen Kinder wären unterentwickelt ohne Kindergarten (das Vorurteil haben alle, weil wir Migrationshintergrund haben!). Sobald die Vorurteiler mit meiner vierjährigen sprechen, sie ist sehr gesprächig, wundern sich alle, dass sie erst 4 ist.

  64. Hallo!
    Gibt es noch Mamis die gerne ein Kind zum spielen sucht im Norden von Berlin?
    Meine Tochter ist 6 Jahre.Wir wurden uns freuen wenn sich jemand meldet.

  65. Hallo,
    meine 3-jährige Tochter und ich, würden uns auch über andere Mami’s und/oder Papi’s mit Kindern die nicht in die Kita gehen, zum spielen freuen. :-)
    Wir kommen aus Erfurt.
    Das wäre schön, wenn es „Euch“ auch in Erfurt gibt. Bitte meldet euch.

    Liebe Grüße

  66. hallo,
    ich suche kinder zum spielen für meinen sohn, der mir seinen 4 jahren bis jetzt noch in keinen kindergarten geht, und auch eigentlich nicht gehen soll, nur leider kenne ich hier zu wenig leute mit kleinen kindern. wir wohnen in esslingen bei stuttgart. wir sind gerne draußen in der natur bei jedem wetter. meldet euch doch auf ein unverbindliches kennenlernen. gruß barbara

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