Jugendliche richtig ins Berufsleben begleiten

Selbst gegen Ende der Schullaufbahn wissen viele Jugendliche nicht wie es weitergehen soll. Mal tendieren sie zu einem Studium, dann wiederum haben sie vom Lernen genug und möchten am liebsten direkt in einen Job einsteigen. Eltern wird in dieser Phase der Orientierungslosigkeit eine wichtige Rolle zuteil: Wichtig ist so viele Informationen wie möglich zu sammeln und dafür verschiedene Kanäle zu nutzen.

Wie Eltern bei der Berufswahl unterstützen können

Mann am Laptop
Die Arbeit am PC ist nicht für jeden das Richtige.

Die meisten Eltern haben es schon erlebt: Auf Druck antwortet der Nachwuchs in der Pubertät mit Gegendruck. Wie in vielen anderen Bereichen ist auch beim Thema Berufswahl Fingerspitzengefühl gefragt. In Panik zu verfallen, weil das Kind bei seinen Berufswünschen sprunghaft ist, kann kontraproduktiv wirken. Als Startpunkt bietet sich eine Stärken- und Schwächenanalyse an. Wo liegen die Talente des Jugendlichen und was macht ihm oder ihr besonders viel Spaß lautet eine der zentralen Fragen.

Zeigt das Kind schon in der Schule soziales Engagement, ist möglicherweise ein beratender oder lehrender Beruf der Richtige. Verbringt der Jugendliche seine Zeit am liebsten am Smartphone oder hinter dem Computer, steht der Weg in die IT-Branche frei. Für die erste Orientierung bietet sich der online Berufswahltest der Agentur für Arbeit an. Wer externe Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann mit dem Testergebnis und den letzten Zeugnissen einen Berufsberater aufsuchen.

Verschiedene Kanäle für die Berufswahl nutzen

Einer der Gründe warum so mancher Jugendliche in eine gewisse Orientierungslosigkeit verfällt ist die Fülle an Angeboten. In Deutschland gibt es rund 350 Ausbildungsberufe. Vielen ist nicht klar, welche Anforderungen und Fertigkeiten für den jeweiligen Job gefragt sind. Auf Messen kann man sich gemeinsam mit dem Nachwuchs in kurzer Zeit einen guten Überblick verschaffen. Bei Bildungs- und Berufsinformationsmessen stellen viele
Ausbildungsinstitute ihre Programme vor.

Ein kompetenter Ansprechpartner beantwortet vor Ort viele Fragen. In vielen Schulen ist der Besuch eines Berufsberaters fixer Bestandteil des Stundenplans. Im Idealfall findet der erste Termin bereits in den 9. Klassen statt, um Jugendliche, die einen Lehrberuf anstreben, zu beraten. Die Berufsorientierung in den Oberstufen beleuchtet vorwiegend weiterführende Studien oder duale Ausbildungen. Tage der offenen Tür an Ausbildungsstätten sind ebenfalls eine ideale Möglichkeit um Informationen zu sammeln.

Auch bei Bewerbungsschreiben ist Unterstützung gefragt

Mann grübelnd am Laptop

Hat sich der Nachwuchs für eine Ausbildung entschieden oder möchte gleich in das Berufsleben einsteigen, wird das Thema Bewerbung aktuell. Viele Tipps zum perfekten Motivationsschreiben und Lebenslauf sind im Internet zu finden. Aktuell kommen auch immer mehr praktische Arbeitshilfen, wie bei Haufe, auf den Markt, die mit Hilfe von augemented-Reality durch den gesamten Bewerbungsprozess führen. Das Paket umfasst zum Beispiel Videos mit vielen Tipps für das Vorstellungsgespräch, Tricks für eine positive Körperhaltung und sicherem Auftreten.

Auch auf die bekannten Kriterien, die für jede Bewerbung gelten, wird eingegangen: Selbstverständlich müssen alle Dokumente fehlerfrei verfasst werden. Dabei können Eltern eine wertvolle Hilfe sein: Mehrmaliges Korrekturlesen zahlt sich in jedem Fall aus. Zu jeder Bewerbung gehört auch ein professionelles Foto dazu, ein Schnappschuss aus dem Urlaub ist nicht geeignet. Da die meisten Jugendlichen an Lampenfieber leiden, lohnt es sich auch das Vorstellungsgespräch mit den Eltern mehrmals durchzuspielen.